1919 Willi Bührich
Über vier Jahre fegte die Kriegsfurie über die Länder Europas. Das
Dorf Berel ist von den Kriegseinwirkungen verschont geblieben, aber 16 seiner Söhne
sind nicht zurückgekehrt.
Der erste Verlust, der gesellschaftlichen Veränderungen einleitete.
Gleich nach dem 1.
Weltkrieg bemühte man sich, das gesellige Leben wieder in Vorkriegsbahnen zu
lenken. Veranstalter war meistens die Jugend. Wer 18 Lenze zählte konnte
mithalten.
Im Mai 1919 dem ersten Schützenfest nach dem ersten Weltkrieg wurde
Walter Bührich s Vater Willi als letzter Schützenkönig vor dem 1. Weltkrieg
abgeholt. Wilhelm Bock, Lieselotte Dobbratz Vater, war Adjutant. Die Zelte lagen
im Winkel zueinander. Das Tanzzelt war quer zum Wege, das Speisezelt längs zum
Breiten Weg. Das Speisezelt hatte im ersten Jahr nach dem ersten Weltkrieg
keinen Dielenboden, es bestand aus eingerodeten Bäumen, die mit einer Plane
überdeckt waren. Das Wetter war schlecht, und das Wasser lief in den Fahrspuren
des breiten Wegen unter dem Zelt durch, die Gäste standen vor der Theke im
Matsch.
Die Scheffer holten aus Braunschweig vom Kostümverleih Schachel die
Uniformen für den Schützenoberst und den Adjutanten.
Die Wege im Walde waren mit Kreidesteinen befestigt, diese wurden ab
und zu kaputtgefahren.
(Nach?) 1919 ritt Heinrich Wolters als Oberst vor dem Zug. Adele
Wolters war nur in diesem Jahr mal in Berel. Heinrich war Schießwart und
besorgte den Einkauf der vorhandenen Gewehre 1888/98. Quelle Adele Wolters
Eins dieser Gewehre wurde als Bezahlung für ein anderes repariertes
Gewehr in Zahlung gegeben. (Zusätzlich 300 Schuss Munition) 1998 durch
Reinhold Jahnke.
Schützenfest war Sonntags und Montags. Sonntagmorgen wurde das Bier
gebracht. Da es kein Fernsehen oder anderes Vergnügen gab wartete man das ganze
Jahr auf ein neues Schützenfest, dadurch war
das Tanzzelt viel voller, es wurde in zwei oder drei Abteilungen
getanzt. Zwei Abteilungen standen solo um das Zelt außen rum. Siehe auch 1949.
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