Chronik 1523 – 2008

Stand 13.12.2008

 

Die folgenden Texte sind direkt aus alten Büchern entnommen und entsprechend nicht immer unserer zeitgemäßen Schriftführung und Sprache. Der Herausgeber bittet um Verständnis.

 

10 Nach der Stiftsfehde

10.1 Geduldete herzogliche Räuber überfallen Dörfer im Hildesheimmischen
1538
war die Wärme so außerordentlich, dass um Weihnachten alle Blumen blühten.
Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365.

1539 –1544 Curt Vernekahl aus Nettlingen und seine Spießgesellen rauben und plündern im Kleinen Stift. Wer des Bischofs Feind war, erhielt die Unterstützung der welfischen Nachbarn. Ein deutliches Beispiel dafür ist der Streit Bischofs Valentin von Hildesheim mit dem Burghauptmann Barthold von Drachsdorf auf Lichtenberg in den Jahren 1539 – 1544.

Um was ging es in diesem Streit, der auch das Reichskammergericht in Speyer beschäftigte? Seit einiger Zeit hatte der stifthildesheimische Untertan Curt Vernekahl, also ein Glied der für Nettlingen schon im Mittelalter urkundlich bezeugten bäuerlichen Sippe der Vornekahl (Vornkahl), von dem an das Wolfenbütteler Gebiet unmittelbar angrenzenden Dorf Nettlingen aus sein Unwesen getrieben. Mit zahlreichen Helfershelfern, die für gewöhnlich friedlich auf ihren Dörfern Burgdorf, Lesse, Bettrum, Eggelsen und Feldbergen in den Wolfenbütteler Ämtern Lichtenberg und Steinbrück saßen, tat er sich zu Raubzügen ins Stift Hildesheim zusammen.
„C. Vernekahl“, so schrieb das Reichskammergericht in Speyer am 21. März 1539, „ist ohne rechtmäßige Ursache aus lauter Mutwillen des Bischofs und seiner Untertanen Feind geworden, er hat samt seinen Anhang auf dieselben armen Untertanen gewegelagert, hat Bauern und Höfe mit zehn, zwanzig, dreißig, auch vierzig anderen Bauern, seinen Mithelfern, bei nächtlicher Weile überfallen, angesteckt, gebrennet, geplündert, Pferd und Kühe erstochen und hinweggeführt, etliche Bauern gefänglich genommen, hin verschleppt, geranzanet Lösegeld erpresst und beschädigt.“

22. Februar 1539 so hatten sie u. a. kürzlich am Tage Petri Stuhlfeier ein – leider nicht genanntes Dorf - im Stift „gebrennet und geplündert“, 18 Pferde hinweggeführt und zuletzt ins Amt Wohldenberg gebracht. Die verfolgenden Hildesheimer konnten ihnen nur die Pferde wieder abjagen, die Räuber selber entkamen ins Harzgebiet.

So war es immer gewesen: Wenn man die Bande verfolgte, hatten sie sich über die nahe Grenze ins Herzogtum Braunschweig zurückgezogen, Gefangene dorthin verschleppt und aus­ge­beutet. Dort fanden sie Unterschlupf und konnten sich frei bewegen.

Wer waren die Helfershelfer C. Vernekahl? Es waren u. a. aus dem Amt Lichtenberg Joachim von Assel Hohenassel, also ein Adliger, Jakop Niegemeyer, Hans Helfack, Henning Bietendüfel aus Burgdorf; Schwartenhans aus Lesse; ferner aus dem Amt Steinbrück Hilmar Vischer, Hennig Höegers, Hans Vastelabend, Hans und Henning Eylers (Euler), auch Meyer genannt, aus Eggelsheim (Eggelsen); Bernward Eveninges, der Krüger Heinrich Fliege, Hans Berthold und der Oppermann (Küster) aus Betelem (Bettrum), Hennig und N. Fliege, Gevert Promer aus Feldbergen.  --- Es folgen weitere 5 DIN A4 Seiten dazu. --- Chronik Nettlingen, Dr. Fr. Spanuth, Not – und Kriegszeiten, Seite 10.

1540 Diese Karte ist eine Konstruktion der Erbregisterauszüge und der Karte von 1753. Neben sicheren Kenntnissen bei den meisten Höfen, bleiben für einige Höfe viele Zweifel (?) zurück.
Mit der Angabe eines wüsten Hofes und der Angabe von Land kann man anzunehmen, dass der Besitzer aus dem Ort Klein Berle oder Valen nach Groß Berel umgezogen ist. Sie gibt auch die Fläche in Hufe an die die Bauern bewirtschafteten. Eine Hufe hatte 24/30 Morgen. Die hing von der Bodenbeschaffenheit ab. Schlechte Böden wie in der Heide brauchten mehr Fläche um die Bauern ernähren zu können. Ein Morgen konnte ursprünglich von einem Mann an einem Morgen mit einem Zugtier im Joch bearbeitet werden, wenn der Boden leichter war, konnte er mehr schaffen und der Morgen war eben größer. (Braunschweigische und Hildesheimer Morgen.

1542 die Dotation der Schule nach dem Visitationsbuche war: Opfermann Land 4 Morgen, Vasenholz 5 Fuder, jeder Ackermann 1 Himpten Roggen, der Köter ½ Himpten. Der Schule stand weiter zu: 1 Leiterwagen Gräesing von der Gemeindewiese, der Opfereigarten hinter der Schule, 1 Grasgarten mit Obstbäumen auf dem Gänsewinkel, für die Lehrer Wurst und Brot, der Ertrag von 1 Holzanteil im Ries und alle 14 Jahre etwas Vasenholz, 1 Weideplatz und eine Wiese an der Sange. Von der Dorfschaft wurden 29 ½ Himpten Korn gegeben für Roggenbrot und 22 Würste zu Neujahr. Vierzeitengeld wurde zu Neujahr von den Eheleuten, welche ihr eigenes Brot essen, gegeben. Zu Ostern lieferte die Gemeinde 3 ½ Schock Eier. Man nannte das Einsammeln „den Umgang“. Von jeder Person, welche zum heiligen Abendmahl ging, 1 Ei. Die Summe aller Einkünfte, einschließlich Schulgeld von 60 Kindern a 6 mgl. Betrug 40 Thaler 27 mgl. Freiheiten an Accise 1 Tonne Bier = 4 ggl, 4 ch und 2-3 Kühe zur Weide.
ggl= Gute Groschen, ch = ...
Um 1548 soll die älteste Glocke in der Reformationszeit abhanden gekommen sein, man sagt, sie hängt in einem Hildesheimer Kloster.

Erste Seite von Berel aus dem Erbregister 1540.

1548 ist Valen(m) eine Wüstung. Drei Familien zogen nach Gr. Berel, die anderen (6?) Familien zogen nach Lesse.

1553 kam der Markgraf von Brandenburg-Kulmbach in unser Land. Er durchbrach bei Bethmer die Landwehr und steckte Hoheneggelsen, Sölde, beide Hymstedt, Bettrum und Veltbergen an.
Am 9.7.1553 (4038 Tote) und 12.9.1553 wurde der Markgraf bei Bleckenstedt geschlagen. Die Soldaten des Herzogs hausten genauso wie die Soldaten des Feindes, sie verschonten beide weder Freund noch Feind. Einmal wollte der Herzog das verhindern, als er einen Plünderer erschoss, da wurde er von 30 Söldnern so bedrängt, dass er froh war, mit dem Leben davon gekommen zu sein.

1544 heißt es in einem Visitationsbericht, man müsse der Pfarre Berel eine Hufe Kirchenland zulegen, wenn das nicht geschieht, muss er (der Pfarrer) die Pfarr verlassen“. Quelle: Kayser II 110 ff; Geschichte der Asselburg und des Dorfes Burgdorf, Kurt Hasselbring 1984, Seite 26
1548 Holzgreve: In den Dörfern Burgdorf, Hohenassel und Nordassel und Berel gab es keinen Holzgreven. Diese Holzungen lagen in der Grenze und waren 1548 schon Erb- und Lehngut der „Holten“, der Besitzer in den zugehörigen Dörfern. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, 1930 Seite 21
1548 + 1566 wird die Dingstätte auch Glockenkorb genannt. (Siehe Seite 95)
Ewald Bock, Waldchronik, 1977, Seite 24
UB der Stadt Hildesheim von 1481 - 1597. Achter Teil von Dr. Richard Doebner Hildesheim 1901


10.2 Der geheimnisvolle Kampf 1559 im Osterfeld            

Am Dienstag vor dem Tag des Heiligen Veit 1559 standen vor dem Dorfe Berel in Richtung der Lichtenberge Männer, Frauen und Kinder, die das Vieh hüteten. Es war einige Stunden vor Sonnenuntergang. Diese Leute und auch die anderen, die noch im Felde waren, sahen, dass vier schneeweiße Fähnlein mit Reitern aus dem Berel Ries in ein Roggenfeld zogen, und um 5 Uhr ritten andere bunte Fähnlein von der Ostseite zu den vier Fähnlein. Sie schlugen und schossen sich gräulich zusammen. Man hört auch, dass die Pferde wieherten und die Reiter schrieen. Die Bereler klagten über das Zerstampfen ihres Roggenfeldes. Der Kampf dauerte über eine halbe Stunde, danach ritten die Reiter alle in einem Haufen nach Nygenstede nach der Westkirche eilig davon und waren plötzlich verschwunden. Die Bereler wollten sehen, ob sie auch alle fort waren und wie der Roggen stand. Der Gaugraf Hans Bury, ein ehrlicher und wahrhaftiger Mann, ritt mit etlichen Anderen dahin, viele Jungen waren ihnen nachgelaufen, sie alle fanden keinen Schaden im Roggenfelde, auch kein Hufschlag war zu sehen; aber auf dem Kampffeld, wo sich die Reiter geschlagen hatten, stank es fürchterlich nach Schwefel und Pech. Die Leute konnten das gar nicht aushalten und ein Gruseln überkam sie, dass sie eilig nach dem Dorfe liefen. Die Gaugrafen Cord Wybbern und Arthus Behme haben über dieses teuflische Gespenst und die gruselige Geschichte kurz danach berichtet. Hans Bury wohnte auf dem heutigen Grundstück Siegmund. Karl Eulig, Chronik des Jochen Oldenkop, Tübingen 1891, Seite 452-453; Chronik Berel, Ewald Bock, 1976, Seite 18.

Ab 1571 werden Gesetze und Verordnungen in hochdeutscher Sprache verfasst.

Braunschweiger Volkskunde von Dr. Richard Andree, Braunschweig 1901, 2.Auflage, Vieweg Verlag. Seite 53.

1572 Anfang des Jahres schlugen die Bäume aus, im Februar brüteten die Vögel. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365.

1575 „St. Annen habe sie gelobt, da das Donnerwetter ihnen Schaden getan. Auch läuten sie, wenn es donnert oder blitzt. Die Donnerwetter teilen sich dadurch und tun auch fernerhin keinen Schaden, so Ferne man das Läuten hört“ (Vortrag des Propstes von Lichtenberg am 18.09.1937 in Nordassel.) Chronik Nordassel, Kurt Hasselbrink, Seite 93

1585 Stand am Ostertag das Korn in den Ähren. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365


Im Ambt Lichtenberg Valen= Vahlthöfe, (V = F )
Gr(oten) Berll, L(ütjen) Berll, Riss um 1520 gezeichnet von Johannes Krabbe 1590

 

1590 wurde eine Karte angefertigt, in der die verbrannten Dörfer der Stiftfehde eingezeichnet wurden. Die Ortschaften wurden in Rauch und Flammen gehüllt dargestellt. Außer Berel, Westerlinde und Osterlinde waren alle Nachbardörfer verbrannt.

1592 Brandgefahrenvorbeugung. Die Gefahr, dass durch ein in einem Gehöft entstandenes Feuer das ganze Dorf in Mitleidenschaft gezogen werden konnte, bestand natürlich auch in Friedenszeiten. Daher suchte man schon sehr frühzeitig, durch behördliche Anordnungen der Feuers­gefahr zu begegnen. So wurde z. B. bereits 1592 verfügt, dass die Einwohner sich der "Flachsarbeit nächtlicher Weile und bei Licht enthalten" mussten. Das Verbot wurde immer wieder von neuem erlassen, u. a. 1651, 1658, 1685. Die hohe Strafe von 2 Th musste nach einem Erlass vom 7.6.1725 derjenige zahlen, der eine Pfeife ohne Deckel benutzte, um in den Genuss des "Tabakschmauchens" zu kommen. Konnte der Raucher durch das Zeugnis eines Denunzianten überführt werden, so erhielt dieser den „Halbschied" der Sühne, die andere Hälfte fiel an die "Obrigkeit des Ortes". In diesem Erlass äußerte der Herzog seinen Unwillen darüber, dass "Jung und Alt im Haus und außer Haus, in Ställen, Scheunen, auf Höfen und sogar auf öffentlichen Strassen die angesteckten Tabaks Pfeifen so in der Scheu`n im Munde führen", ohne zu bedenken, dass bei starker Luft in denen Bauern Knechten und ruchlose Leute die Feuer Funken aus denen Tabaks Pfeifen fliegen" und dadurch ein Brand entstehen könnte.

Der Pfeifenkopf musste aus Blech oder anderem Metall sein. Die "Soldatesqua" aber sollte bei übertreten des Verbots" mit Pfahlstehen, Eseltreiben" und wenn das nichts half, mit "Krummschließen, auch wol Gassenlaufen" bestraft werden. Die Verfügung musste dem Militär "durch Trommelschlag publiciert ", sonst aber durch Anschlag in Wirtshäusern und Krügen bekannt gemacht werden.

 

Auch hier liegt die Karte von 1753 als Grundlage der Rekonstruktion vor. Die Höfebesitzer wurden mit Hilfe dem Erb- und Scheffelschatzregistern des Amtes Lichtenberg nachgetragen und die noch nicht bebauten Grundstücke „hausfrei“ retuschiert.

 

1606 brannten der Kirchturm und das Pfarrhaus ab. Der Kirchturm wird vorständig erneuert.

Alle Schriftstücke müssen in dem mit Stroh gedeckten Pfarrhaus verbrannt sein, denn die schriftlichen Aufzeichnungen beginnen erst 1606.

1607/08 war der schlimmste Winter, der hier je vorkam. Verhältnismäßig spät, am 21. Dezember 1607, begann er und endete erst Anfang Juni 1608. Seinen Höhepunkt erreichte er am 20. Januar. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365

1616 spenden die Burgdorfer „zum Pfarrhaus zu Berle 1 Th und 16 mgr“.  Quelle: Geschichte des Dorfes Nordassel sowie der Kirche und des Schlosses Burgdorf Nordassel 1984, Kurt Hasselbring, Seite 92

1617 Waren im Januar (Jänner)  die Lerchen und die Drosseln (Trosteln) lustig. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365.

 

11 Der Dreißigjährige Krieg in und um Berel

Kriegsanbahnung:

1581 wurde der Herzog Ernst von Bayern Bischof in Hildesheim. Er sah es für richtig an, in seinem Herrschaftsgebiet, dem kleinen Stifte, (Marienburg, Steuerwald und Peine) die Gegen-Reformation einzuleiten und durchzuführen. Der Herzog von Braunschweig versuchte den Evangelischen so weit wie möglich beizustehen. Als an der Grenze zum Amte Steuerwald die evangelischen Prediger verjagt wurden, zog der Steinbrücker Amtmann mit militärischer Begleitung über die Grenze. Unter Trommeln und Pfeifen wurden die geschlossenen Kirchen wieder geöffnet. Die Prediger wurden wieder in ihr Amt eingeführt. Wo domkapitularisches Vermögen zu finden war, wurde es beschlagnahmt. Auch nach Peine hinüber machte der Amtmann von Steinbrück Vorstöße. So nach Groß Lafferde. Dort erzwang er, dass der Hoheneggelsener Pastor an drei Sonntagen predigen konnte. Bezeichnender Weise sprachen die klagenden Katholiken in ihrer Beschwerdeschrift nur von dem Hoheneggelsener Schulmeister, der habe sich unterstanden, unter dem Schutze des Amtes in Groß Lafferde zu predigen. Schlimmeres wusste man bald von dem Steinbrücker Amtmann zu erzählen. Er sollte auch mit einem Geschütz nach Vöhrum aufgebrochen sein, die dortige Wohnung des Amt-Schreibers mit gewaltiger Auflaufung und Zerbrechen der Tür überfallen und sogar das Kind in der Wiege getötet zu haben.

Der gleichen Untaten des Braunschweiger Beamten wurden vom Bischof zu Hildesheim dem Kaiser geklagt. Die Sache kam vor das kaiserliche Kammergericht und alsbald erschien Burchard Breitschädel, des hochlöblichen kaiserlichen Kammergerichts geschworener Kammerbote. Am

17.05.1611 übergab er Steinbrück im fürstlichen Schlosse dem edlen gestrengen Leo Hasenfuss, Amtmann daselbst, die Abschrift eines kaiserlichen Erlasses, nachdem er denselben aus dem mit kaiserlichem Siegel versehenem Original feierlichst versiegelt hatte. Der Amtmann hat ihn gutwillig angenommen, aber ihn dann nach Wolfenbüttel gesandt. Dort fand er große Schwierigkeiten, seinen Auftrag los zu werden. Schließlich erbarmte sich ein Schreiber der fürstlichen Kanzlei. Breitschädel konnte wieder heim reiten.

Wir werden später hören, wie hier im Amte allerlei Gutes geschah in diesen Jahren vor dem großen Kriege. Hier sei nur das erwähnt, was es erklärt, weshalb die Katholiken keine Ruhe fanden, als bis auch in unserem Lande die Kriegsfackel lichterloh brannte. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 47.

Von dem unmittelbaren Kriegserleben kann von Berel nicht viel berichtet werden. Die Nachrichten darüber sind, wenn es überhaupt solche gab, verschwunden. Begebenheiten in den Nachbarorten zeigen, wie es sich auch in Berel kaum anders zu getragen haben könnte.

1620 fiel ein starker Frost ein. Roggen und Weizen erfroren. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365.

 

Im Süden und Westen Deutschland kämpften schon längst kaiserlich Katholische Truppen gegen die Evangelischen. Ruhig war es aber auch damals schon nicht. Nur dass aus unseren Ortschaften Landsknechte geworben wurden; die verschiedenen Werber waren vom Herzog zugelassen worden. Sie warben auf alle Art und Weise. Wie manch Bereler, der sich da auch werben lasse. Schlimmer war, dass herrenloses Gesindel sich auf den Strasse herumtrieb und keiner sich auf eine Reise begeben konnte, ohne Furcht, von ihm umgebracht zu werden.

Schon 1621 wurde das neue Schulgebäude in Hoheneggelsen von durchziehenden Soldaten und solchem Gesindel heimgesucht. Alle Fenster wurden eingeworfen. Marten Hersing musste sie wieder flicken und Lu(?)der Schuster musste ihm im Auftrage des Schulvorstandes die Rechnung zahlen.

Auch hier liegt die Karte von 1753 als Grundlage der Rekonstruktion vor. Die Höfebesitzer wurden mit Hilfe dem Erb- und Scheffelschatzregistern des Amtes Lichtenberg nachgetragen und die noch nicht bebauten Grundstücke „hausfrei“ retuschiert.

 

1623 wurde der politische Himmel über dem niedersächsischen Kreis dunkler, das Herzogtum Braunschweig musste sich auf seine Verteidigung sinnen. König Christian von Dänemark wurde zum Kreisobersten gewählt und ihm die Landesverteidigung überwiesen.

1624 heißt es in einem Schreiben ".... dass viel tausend Seelen aus Hungersnoth haben sterben müssen." Die Hungersnoth entstand durch die Dürre.

Im August 1625 stand er mit seinen Truppen schon in den katholischen Kern westlich Hildesheims. Im Oktober war Tillys Heer bei Mahlerten und Lauenstein bei Alfeld. Die Feinde waren in engster Fühlung. Wallenstein wollte über Goslar in Halberstädttische ziehen. Im November hatten die Dänen einen kleinen Waffenerfolg gegen Wallensteinsche Truppen bei Salder. Juni 1626 belagerte Tilly Münden und Göttingen. Nach ihrer Eroberung wütete er dort fürchterlich. Die Mündener evangelischen Geistlichen mussten flüchten ob sie auf ihrer Flucht auch durch unsere Dörfer gekommen sind? Die Kirchenrechnungen von Groß und Klein Himstedt haben es aufbehalten, dass ihnen aus dem Kirchengelde Beihülfe gewährt wurde, natür­lich nur ein Almosen an hungrige Wanderer.

10.-12.1625: Tilly hat sein Lager in Söhlde

21.10.1625 Tilly s Reiter rauben die Bereler Kirche und das Pfarrhaus aus.

17.08.1626 wurde die Schlacht bei Lutter am Barenberge geschlagen. Tilly besiegte Christian, dieser zog sich in die Festung Wolfenbüttel zurück, während der Hauptteil seiner Truppen nach Norden herauf abzog und vor den ihm auf den Fersen folgenden Feinden die Küste zu erreichen strebte.

28.08.1626 begann Tilly schon die Belagerung von Steinbrück. Vier Tage später brach er mit dem größten Teile seines Heeres wieder auf, ließ aber ein Belagerungskommando zurück. Die Steinbrücker Besatzung brannte freilich noch die Mühle bei dem Schlosse ab; aber das half ihr nichts; Sie musste sich am  .. 09.1626 ergeben.

24.10.1626 traf Tilly wieder ein. In Groß Lafferde unterwarf sich ihm der Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig.

1626 hat in unserer Gegend die Pest gewütet. Pastor Busse im nahen Schmedenstedt schrieb in sein Kirchenbuch: Nachfolgende dreißig Personen sind gestorben in den vier Wochen der Pest, da das Kriegsvolk hier gewesen. Und am Jahresschluss: Summe der im Jahre 1626 aus dieser Gemeinde hier und anderen Orten verstorbenen 162 Personen. Schmedenstedt wird etwa so groß wie Berel gewesen sein.

In den Jahren 1626 bis August 1628, 1643 bis 1649 gibt es in Söhlde keine Geburtsein­trag­ungen im Kirchenbuch, es ist sehr wahrscheinlich, dass in diesen Jahren der Pastor vertrieben war. Die Kirchenrechnung von Groß Himstedt verzeichnet: Anfänglich ist der Pastor wieder in sein Haus gekommen und alle Fenster zerbrochen gewesen, dieselben zu flicken gegeben: Kosten 2 Gulden. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 48.

Am 1.12.1627 brannte es in Wöhle und Aßell, wo selbst 13 Gebäude in Feuer sollen aufgegangen sein.

Am 14.12.1627 brannte Lesse aus. 100 Häuser brannten.

1627 klagt der Herzog, dass "außer stattlichen Klöstern, Ämtern und Städten 300 Dörfer in Asche gelegt sind, der dritte Theil seiner Unterthanen das Leben verloren hat und die übrigen Dörfer zum größten Theil kaum ihren Unterhalt gewinnen können." Die Truppen Tilly s hinterließen 1627 Schäden in Höhe von 15.000.000 Thalern.

1629 wurde kein Kirchenrechnungs- Abschluss in Klein Himstedt gemacht, weil die Kirchen­väter in diesem erbärmlichen Kriegswesen mit Tod abgegangen waren. Der eine noch lebende Altarmann Niedermeyer habe selber Register gehalten. Der Wechsel bei den Pächtern der Kirchenländerein war groß, da es lauter neue Namen als Pächter gab. Die Felder lieferten von 1626 – 1628 so wenig Ertrag, dass auch keine Pacht bezahlt werden musste. Der alte Abend­mahl­kelch ging ebenfalls verloren und wurde durch einen aus Zinn ersetzt. Das Taufbecken wurde von Margarete Schiede 1696 gespendet. Soweit aus Klein Himstedt. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 48

1629 erging in dem über hundertjährigen Kammergerichtsprozess wegen der Rückgabe des großen Stiftes an den Hildesheimer Bischof das Endurteil. Die politische Lage war so günstig, dass das Hohe Kammergericht es wagen konnte, dass das große Stift wieder an Hildesheim zurück zugeben sei. Alles was die Welfen von 1523 an vom Stift besaßen, sollten sie herausgeben. Der Bischof zögerte keinen Augenblick, dieses Urteil auszuführen. Im Dezember erschien die bischöfliche Commission (vier Domherren) in Steinbrück. Nach Vorlesung des Kammergerichtsurteils mussten sie dem Domkapitel den Huldigungseid leisten. Dessen Wappen wurde wieder an das Tor geschlagen. Die Commission forderte zunächst alle Kirchenregister ein. Da werden auch die Bereler ihre alten Kirchenbücher haben herausgeben müssen. In Groß Himstedt schreibt 1652 dazu Pastor Melchior Müller. Da die damaligen Herren dieses Gerichts, anno 1630, die Kirchenregister abgefordert und das Groß Himstedter nicht wieder eingetroffen, habe jetzt ein neues angefangen. Das Kirchenrechungs-Buch von Groß Himstedt kam in das Kloster St. Michaelis und von dort in das Hildesheimer Stadtarchiv, dort liegt es noch heute (1930). Von den anderen abgelieferten Kirchenregistern ist aber keines mehr zu finden. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 49

Die Wiederinbesitznahme des Amtes Steinbrück seitens des Domkapitels war doch verfrüht. Der Schwedische König Gustav Adolf landete an Deutschlands Küste. Er drang mit seinem Heer bis Süddeutschland vor und wurde zum Retter des Protestantismus.

Der Kaiserliche General Pappenheim hatte am
10.06.1632 versucht die Stadt Hildesheim, durch Überfall vom Moritzberge aus, in seinen Besitz zu bringen. Auf dem rechten Ufer der Stadt, in und hinter der Stadt stand schon der Herzog Georg von Calenberg. Er war dem Feinde mit der Besetzung der Stadt zuvor­ge­kommen. Nach kurzem Artilleriegefecht brach Pappenheim den Kampf ab. Er eilte in die Niederlande. Georg schritt darauf zur Belagerung von Wolfenbüttel, das seit 1627 in den Händen des Kaisers war. Katholische Geistliche unterrichteten umgehend Pappenheim von der Schutzlosigkeit der Stadt Hildesheim. In Eilmärschen eilte er zurück, und am 01.10.1632 war Hildesheim in seiner Gewalt. 6 Wochen später erschien der Bischof von Osnabrück und forderte die Rückgabe sämtlicher evangelischer Kirchen. Am 17.09.1633 schlossen Braunschweiger und Schweden die Stadt ein. Der Winter war streng. An die 250 Häuser wurden niedergerissen, um Feuerungsmaterial zu haben. Endlich trieb der Hunger zur Übergabe am 12.07.1634. die protestantischen Truppen konnte damals trotz Anwendung von Gewalt in den Dörfern nicht die nötige Nahrung finden. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 49

Im Januar 1633 richteten die gehorsamen und pflichtschuldigen Eingesessenen der Ortschaft Groß Himstedt an den Herzog folgende Eingabe. Sie bedanken sich, dass ihnen die Gnade erwiesen ist und durch den Amtmann Johannes Trautebul eingeräumt ist, den von den Klerikern zu Hildesheim bisher geführten und an den Herzog anheim gefallenen Zehnten zu ziehen. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 49

..02.1633 von Paland fällt mit seinen Soldaten in Nordassel ein steckt das Dorf in Brand.

1634/35 im Amtregister wird dann genau aufgeführt was von den Kriegsleuten genommen. ... u.a. da es ziemlich kalt itzo, alle Woche 16 Fuder Holtz.

16.1.1635 die Dörfer Osterlinde, Westerlinde, Hohenassel, Burgdorf, Lesse, Barbecke, Woltwiesche und Reppner, dass die vor Nettlingen liegende "Reuterey mit Gewalt in Contribution gezogen und zu übermäßiger Fourage gezwungen" seien. Das Nordassel und Berel hierbei glimpflich davongekommen sein sollen, erscheint kaum glaubhaft. In einem weiteren Schreiben der genannten Gemeinden, denen sich nun auch die Dörfer Ober- und Niederfreden, Nordassel und "Berla" anschlossen, führen sie wiederum Klage über die allzu "starke Belastung durch die erhobenen Contributionen. Blieben sie mit der Zahlung in Rück­stand, so hätten sie die "Execution" zu gewärtigen, wie mit Burgdorf der Anfang gemacht sei, dort seien fünf Häuser in Schutt und Asche gelegt. "In diesen elenden Kriegszeiten" würden sie mit "Einquartierungen und Obsidionen (Bedrängnissen) überhäuft, streifende Söldner nehmen nicht nur die Pferde vom Pflug, sondern rauben Saatkorn und Victualien, alles was wir für uns und die unsrigen nötig haben." Dazu kam, dass die Söldner " und oft mahl so erbärmlich vnd hosta liter (feindlich) tracitiren alß die infensissimi hostes (die niedrigsten Feinde) Thurcken vnd Heiden nicht thun konnten."

1637 nach einem Bericht vom Klein Ilseder Pastor Meifert steht im Juni das Wintergetreide gut, das Sommergetreide leidet unter der großen Trockenheit. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365.

1638 die kleine 3,5 Zentner schwere Glocke wurde von Heinrich Bostelmann gegossen.

Im Jahre 1639 lebt der Krieg im Dreieck Hildesheim, Goslar und Braunschweig wieder auf. Jetzt erscheinen Kaiserliche Truppen in Burgdorf und äschern das Dorf ein.

1640 wird Burgdorf von den Kaiserlichen angesteckt.

1642 wird Burgdorf von den Schweden angesteckt und bis auf wenige Höfe in Schutt und Asche gelegt. Die Kaiserlichen Truppen hinterließen in der Zeit von 1626-1642 in Wolfenbüttel Schäden in Höhe von 40.000.000 Thalern. Beispiel: Ein Rind bzw. Schwein kosten je 2 Thaler.

Das Land war eine Einöde geworden, dem Reisenden begegneten mehr Wölfe als Menschen, das platte Land war so menschenleer", dass man in manchen Gegenden keine Kontribution mehr eintreiben konnte, sondern "Ortschaften und Dörfer den Soldaten statt Be­sold­ung zum Ausplündern " anwies.

1642 Kirchenrechnungen für Klein Himstedt besagen, das Alles seinen gewohnten Gang ging. Bis auf die Kirchenrechnungsabnahme1640-42, die erst am 08.03.1643 erfolgte. Es sind nur Posten darin, die nicht von Kriegsnot zeugen. Die Lage wird durch die Akte betreffend Religionsbedrückungen der Gemeinden Schellerten, Nettlingen, Groß Escherde und Ahstedt für die Jahre 1643 – 44 beleuchtet. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 52

1643 in Klein Himstedter Kirchenrechnungen stehen: weil anno 1643 eine beschwerliche Einquartierung und das laufende Jahr eine gräuliche Mäuseverheerung angehalten hat und sich die Kirchenmeier deswegen sehr beschwert, als ist ihnen der Länderzins für ein Jahr erlassen. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, 1930 Seite 22

Der Nettlinger Pastor schrieb am 08.09.1643 dem Vizekanzler des Fürstentums Calenberg; der Prozess zwischen dem Stiftischen und Euer Gnaden ist vertragen. Alsbald darauf ist der neue Stiftsvogt am vergangenen Sonntag 18. nach Trinitatis mit dem 1628 gewaltsamer Weise eingesetzten katholischen Geistlichen gekommen, hat denselben wiederum introdussieren und in voriger Posesession setzen wollen. Weil er aber keinen schriftlichen Befehl von seinen Oberen hatte, ist er von mir abgewiesen. Am folgenden Sonntage ist er wiedergekommen mit einem Notar und zwei Zeugen, einem Soldaten mit geladenem Gewehr. Er hat in die Opferei geschickt, um den Kirchenschlüssel zu holen. Sie alle habe ihre vorige Absicht wiederholt und alles Protestierens ungeachtet den Schlüssel gelanget und der Kirche bemächtigt, welches die Gemeinde mit Tränen hat ansehen müssen und jetzt noch mit schmerzlichster Wehmut beklagt. „Es ist erweislich, dass Nettlingen von langen Jahren her der Augsburgischen Konfession verwandt gewesen, hier auch evangelische Pastoren verordnet waren, dass auch der durchlauchtigste Fürst Georg von Braunschweig – Lüneburg mich den jetzigen Pastoren mit der Pfarre Nettlingen aus Macht fürstlichen und für die Augsburgische Konfession hochsorgenden Gemütes belehnt, nur Ursache willens, dass die Gemeinde bei Gottes Wort und Exercitio Augustanae confessionis möchte ruhig gelassen werden. Ich bitte mir zu helfen. Denn ich und die Gemeinde lieben Haus und Hof, den wollen verlassen, ehe wir einen anderen Weg wieder gehen wollen“. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, Seite 52

Beschwerdebriefe wechselten auch nach dem Prager Friedensschluss 1648 die Seiten.

 

01.06.1647 lässt der Herzog August I von Braunschweig die Allgemeine Landesordnung mit 104 Artikeln erstellen. Er greift in alle Lebensbereiche der Landbevölkerung ein.

§ 1 Es soll ein jeglicher sich eines gottesfürchtigen Lebens befleißigen, ohne sonderbare erhebliche und wichtige Ursachen an Fest-, Buß- und Bettagen den Gottesdienst nicht ver-säumen. .

§ 6 Unter dem Gottesdienst hin zum Saufen geht. Der Säufer zahlt 3 f., Wirt 10 fl. Strafe.

§ 16 Hochzeiten. Nicht mehr als 4 Tische und nicht mehr als 4 Gerichte an höchstens 2 Tagen. Strafen pro Tisch 4 fl., pro Tag 4 fl.,  pro Essen 2 fl.

§ 18 Gelage bei Kindtaufen: sowohl für die Gevattern (Paten), als andere Gäste wie Pastoren, Opfermänner oder andere Personen sollen ganz abgeschafft werden.

§ 20 die Pfingst- und Fastnacht-, wie auch die Sonntags- und andere Geläge, darinnen Knechte und Mägde zusammenkommen und Tänze zu halten pflegen, in Häusern auf den Angern und bei Osterfeuern, sollen ganz und gar abgeschafft werden.

Dasselbe gilt auch bei …   30 Reichstaler Strafe.

 

12  Die Zeit vom 1648 – 1815

01.05.1650  2 Waldanteile veruntreut. Die 2 Teile Holz sind der Kirche durch den Altaristen Schaper, der über Einnahmen und Ausgaben der Kirchenkasse zu verfügen hatte, abhanden gekommen. Am 1. Mai 1650 hat er laut Holzenbuch an Albert Hagemann in Eggelsheim (Hoheneggelsen), an Franz Löer und Thiele Wilkens Witwe. Solche für 150 mgl versetzt, er hat dieses dem Pastor nicht gemeldet und bis an sein Ende verheimlicht.

1659 – 1672 Pastor Pölnyng legte den Widdeckenteich (Witwenteich) an, dieser ist (ca. 1905) vor der Chronikschreibung von Pastor Hoffmeister zugeschüttet worden. Die beiden Nachbarn Engler und William Hagemann wurden das neu entstandene Gartenland zum Kauf angeboten und von denen erworben. (Neben dem Pfarrwitwenhaus lag der sogenannte Hullerteich, den Pastor Pölnyng angelegt hat). Aus Hullerteich wurde Widdeckenteich daraus Witwenteich. Dieser Huller­teich bekam auch den Namen Feuerteich, weil er an die Schmiede grenzte. Er wurde um 1910 zugeworfen. Der Feuerteich ist den älteren Dorfbewohnern noch bekannt als Tummel­platz, der im Winter gern mit Schlitten und Schlittschuhen aufgesucht wurde.

06.05.1662 Maria Vasterling geboren Vater: Borchard V. beim Tie

Eintragungen mit ähnlich lautenden Zusätzen gibt es im Kirchenbuch bis ca. 1730

25.05.1672 wendet sich der Baron von Cramm, Oelber als Vormund der verwaisten Kinder der auf dem adligen Gut Burgdorf sitzenden von Kniestedt an den Herzog und teilt den Tod des Pastors Dillenberg mit. Gleichzeitig schlägt er vor, Christian Polying, der seit 13 Jahren in Berel amtiert habe und „gewesener Diener“ der Familie Cramm sei, die vacante Pfarre zu übertragen. Seinem Vorschlag wurde stattgegeben, Polying amtierte bis zu seinem Tode (+13.05.1679) in Burgdorf. Von ihm ist ein Schreiben an das Consistorium vom 25.07.1672 erhalten, indem er bestätigt, dass die Eingliederung der Kirche Nordassel in die Parochie Burgdorf auf Betreiben des Pastors Schaper zustande gekommen sei, Nordassel hätte ebenso gut zu Berel kommen können. Mit Berel sei es aber „erbärmlich bestellt“
Quelle: LK Archiv Br. Burgdorf 35.
Tatsächlich hatte die Pfarre in Berel weniger Einkünfte als die aller anderen Nachbardörfer, wie die Visitationsberichte des 16. Jahrhunderts beweisen.

 

12.1 Kopfsteuerregister von 1678

1678 erließ der Herzog Rudolf August die Kopfsteuer, weil es um seine Kriegskasse schlecht bestellt war. Seine „Schäflein“ im Fürstentum Braunschweig – Wolfenbüttel wurden nicht nur gezählt, sondern auch zur „Kriegs“ -Kasse „gebeten“. 58.000 Namen und die komplette Bestandsaufnahme enthielt die Aufstellung. (Natürlich haben die Intelligenten ein Wenig vorher versteckt oder auf Weiden außerhalb des Herzogtums „weiden lassen“.)

Es folgt die Aufstellung, die nach der Größe des Landbesitzes geordnet ist.

 

1 Th = 1 Thaler, 1 Ggr = 1 Guter Groschen

 

Ackerleute

Hans Vasterling (1 Th), Frau (12 Ggr), Sohn als Großknecht (1Th), Sohn als Mittelknecht (16 Ggr), Junge (6 Ggr), 3 Töchter als Mägde (je 6 Ggr).                                                            = (8)

Hans Boden (1 Th),  Frau (12 Ggr), Sohn als Großknecht (1Th), Sohn als Mittelknecht (16 Ggr), Sohn als Junge (6 Ggr), 2 Töchter als Mägde (je 6 Ggr).                                              = (7)

Hans Vasterling senior (1 Th), Frau (12 Ggr), Sohn als Großknecht (1Th), Sohn als Mittelknecht (16 Ggr), Junge (6 Ggr), Tochter (6 Ggr).                                                            = (6)

 

Halbspänner

Behrend Meyer (1 Th), Frau (6 Ggr), Mittelknecht (16 Ggr), Magd (6 Ggr.                         = (4) 

Heinrich Assmann (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn als Großknecht (1Th), Sohn als Junge (6 Ggr), Tochter als Magd (6 Ggr).                                                                                      = (5)

Heinrich Meyer (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Mittelknecht (16 Ggr), Junge (6 Ggr), Magd (6 Ggr).  = (5)

Köther

Hennig Ulrichs senior (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn als Leineweber (1 Th), Junge (4 Ggr), Tochter als Magd (6 Ggr).                                                                                                             = (5)

Hans Hageman (12 Ggr), Frau (6 Ggr), 2 Söhne (je 4 Ggr), Tochter (4 Ggr).                      = (5)

Jacob Tieman (12 Ggr), Frau (6 Ggr).                                                                                 = (2)

Hennig Vasterling, wenig Landt (6 Ggr), Frau (3 Ggr), Tochter (3 Ggr), Sohn (3 Ggr).        = (4)

Borchert Vasterling junior, kein Landt (6 Ggr), Frau (3 Ggr).                                             = (4)

Casper Lammers (12 Ggr), frau (6 Ggr).                                                                             = (2)

Casper Lammers (12 Ggr), Frau (6 Ggr).                                                                               = (2)

Hans Vasterling, wenig Landt (6 Ggr), Frau (3 Ggr), Sohn (3 Ggr). 2 Töchter (je 3 Ggr)= (5)

Hans Ulrich senior (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn als Leineweber (1 Th), Sohn (4 Ggr),  = (2) Töchter (je 4 Ggr)  = (6)

Hennig Buhry (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Magd (6 Ggr).                                                          = (3)

Herman Schaper (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn als Großknecht (1Th), Sohn als Mittelknecht (16 Ggr), 2 Söhne als Jungen (je 6 Ggr), 2 Töchter als Mägde (je 6 Ggr).                 = (8)

Jonas Himstedt, Schneider (1 Th), Frau (8 Ggr), Sohn (4 Ggr), Tochter (4 Ggr).                = (4)

Curt Robken (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn (4 Ggr), 2 Töchter (je 4 Ggr).                           = (5)

Behrendt Schaper (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn (4 Ggr), 2 Töchter (je 4 Ggr).                   = (5)

Jonas Wittkopf (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Dienstjunge (6 Ggr).                                               = (3)

Ehrich Licofett (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn (6 Ggr), Tochter (4 Ggr), Mittelknecht (16 Ggr).                                                                                                                                            = (5)

Tiele Witkopf, ist in delirio (=), Frau (3 Ggr), Sohn 3 Ggr), 2 Töchter (je 3 Ggr).                  = (5)

Hans Witkopf (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Magd (6 Ggr), Junge (6 Ggr).                                    = (4)

Henrich Buhry, hinder der Kirche (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Junge (6 Ggr).                              = (3)

Behrendt Vasterling, beym diche (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn (4 Ggr), Tochter (4 Ggr). = (4)

Hans Vasterling Witwe, (12 Ggr), Sohn als Mittelknecht (16 Ggr), Sohn als Junge (6 Ggr), 2 Töchter (je 4 Ggr).                                                                                                              = (5)

Borcherdt Vasterling (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Sohn (4 Ggr), 2 Töchter (je 4 Ggr).   = (5)

Hans Bülteman (12 Ggr), Frau (6 Ggr), Junge (4 Ggr), 2 Töchter als Mägde (je 6 Ggr). = (5)

Michael Vornekahn (12 Ggr), Frau (6 Ggr).                                                                       = (2)

Hans Christoff Helmholdt, Krüger (2 Th), Frau (12 Ggr), Tochter (12 Ggr), Großknecht (1 Th), Mittelknecht (16 Ggr), Schäferknecht (1 th), Schäferjunge (6 Ggr), Magd (6 Ggr)      = (8)

 

Häußling (Mieter)

Curt Eschemann, Zimmergeselle (6 ggr), Frau (3 ggr).                                                          = (2)

Andreas Bogel, bettelt (0).                                                                                                   = (1)

Christoff Scharders Witwe (6 Ggr), Tochter (2 Ggr).                                                          = (2)

Henrich Vasterling (6 Ggr), Frau (2 Ggr), Tochter (2 Ggr).                                                 = (3)

Behrend Dieckmann (6 Ggr), Frau (2 Ggr).                                                                         = (2)

Hans Wittkopf junior (6 Ggr), Frau 2 Ggr).                                                                          = (2)

Henrich Vasterlings Witwe (6 Ggr), Tochter (2 Ggr).                                                         = (2)

Hans Buhry (6 Ggr), Frau 2 Ggr), Tochter (2 Ggr).                                                              = (3)

Sander Bossen Frau (6 Ggr)                                                                                               = (1)

 

Auffer Freyheit

Hans Ulrich, Garnkäufer (2 th), frau (12 Ggr), 2 Söhne (je 8 Ggr), Magd (6 Ggr).                 = (5)

Christian Ulrichs, Schneder (1 Th)                                                                                      = (1)

Dietrich Wittkopf (6 Ggr)                                                                                                    = (1)

 

Leibzüchter oder Altväter

Hans Meyer (6 Ggr), Frau (2 Ggr)                                                                                      = (2)

Henrich Vornekahn (6 Ggr), Frau (2 Ggr), 2 Töchter (4 Ggr)                                              = (4)

Joachim Paul  (6 Ggr), Frau (2 Ggr)                                                                                    = (2)

Hans Buhri (6 ggr)                                                                                                               = (1)

Hans Wittkopfs Witwe (2 Ggr)                                                                                           = (1)

Die Eschemennsche (2 Ggr)                                                                                               = (1)

Der Bartrembsche (3 Ggr), tochter (2 Ggr)                                                                         = (2)

Jonas Witkopfs Mutter (4 Ggr)                                                                                          = (1)

 

Hirten

Kuhhirt Heinrich Hünen (8 Ggr), Frau (4 Ggr), Tochter (2 Ggr).                                         = (3)

Schweinehirt Michel (8 Ggr), frau (4 Ggr).                                                                             = (2)

 

Pastoris Gesinde

Magd (6 Ggr).                                                                                                                      = (1)

Steuer aus Berel 63 Thaler und 10 Gute Groschen. Steuerpflichtige Personen       = (185)

Die Kopfsteuerbeschreibung des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel, Hannover 2000, Seite 328 - 330

 

1687 wurde die große Glocke von Heiko Meyer mit 8,5 Zentner in Wolfenbüttel gegossen.

1688 der Kirchturmkopf war vom Sturm heruntergeweht. Es waren viele Dokumente in dem Kirchturmkopf. Pastor German fügte noch ein selbstverfasstes deutsches Carmen hinzu.

 

Auch hier liegt die Karte von 1753 als Grundlage der Rekonstruktion vor. Die Höfebesitzer wurden mit Hilfe dem Erb- und Scheffelschatzregistern des Amtes Lichtenberg und der Kirchenbücher nachgetragen und die noch nicht bebauten Grundstücke „hausfrei“ retuschiert.


1699 hatte sich, so klagt der Lichtenberger Amtmann, Zeppenfeld unterstanden, im Bereler Riese auf „ diesseits der Landstrasse“, so  vom Himstedter Lah nach Söhlde geht und die Ämter scheidet, Federlappen zu ziehen und Hasen zu schießen. Aber der Krüger in Berel, Christopf Helmhold, hat einen bunten Lappen gepfändet, und er hat ihn auf mein Amt nach Lichtenberg gebracht. Da liegt er noch – ja noch. Zeppenfeld hat ihn sich nicht wieder holen lassen.
Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bertheau, 1930 Seite 59.
Die Lage der Gerichtsstätte beschreibt Ewald Bock, Berel in seiner Waldchronik, 1978, Seite 16 wie folgt: Er gehörte 1243, wie auch das Dorf Berel unter den Gerichtsbann des Stiftes. Eine an dessen nordwestlicher Ecke gelegene „Dingstätte“ bewahrt in ihrem Namen noch die Erinnerung hieran. Der unmittelbar darunter herziehende Feldweg im Zuge der Landesgrenzen heißt heute noch „der Heerweg“.


12.2 Das älteste Schulgebäude wird errichtet.

1703 Die einzige Wohnstube diente auch zugleich als Schulstube und war ungedielt. Das fürstliche Konsistorium bewilligte 45 Thaler. Die Gemeinde verkaufte ein Stück Land an der Lesser Landwehr für 25 Thaler an Berend Schaper. Das Bauholz wurde aus dem Bereler Ries geliefert.

1704 wurde die Braunschweiger Wegeordnung erlassen. In der Nähe von Heerstraßen sollten Weiden und andere Bäume gepflanzt werden, die Äste und Zweige sollten in schadhafte Stellen eingearbeitet werden, Bäche sollten mit Holzbrücken überbaut werden. Steine wurden gesetzt, wo die Gemeindegrenzen waren und die Zuständigkeit dann ja auch endeten.

 

12.3 Gemeindebackhäuser

27.02.1705 Gemeinde – Backöfen schon in früher Zeit war der herzoglichen Regierung bewusst, dass sie zur Einschränkung des Holzverbrauchs auch die große Zahl der dörflichen Back­öfen verringern sollte. Ersichtlich wird dies durch den Extract aus den Forst-Resolutionen. Aus der Geschichte der Waldungen im Salzgittergebiet. Salzgitter 1996, Nora Neese Seite 27

1706 beschreibt Pastor German wie er die Leute motiviert sein Kirchenland zu beackern. Es lässt ein Pfluggelage sich einfallen, das über zwei Tage dauert.

22.02.1709 die Braugerechtigkeit im Amte Lichtenberg. Nachdem das Gut in Burgdorf die Braugerichtigkeit erhalten hatte und ein Brauhaus gebaut worden war, müsste der Krüger sein Bier vom Gutsherrn beziehen. Das Burgdorfer Bier durfte nicht überall im Amt verkauft werden, wie aus zwei Rescripten von 1754 und 1756 hervorgeht, sondern nur in den Dörfern Burgdorf, Hohenassel, Nordassel und Berel. (Quelle: St. Arch. WF 8 Alt Lichtenberg 6). Alle übrigen Amtdörfer mussten Wolfenbütteler Bier kaufen, nachdem auf dem Amte nicht mehr selbst gebraut wurde. (Quelle: St. Arch. WF 4 Alt Vorl.  Nr. 1285). Streng verboten war es, „fremdes“ Bier zu beziehen, aus dem „Ausland“, z. B. aus dem Stifte Hildesheim. Durch die Verfügung von 1709 hatte die Wolfenbütteler Brauerinnung das Recht erhalten, durch Vertrauensleute im Amte Lichtenberg „Krüger und sonstige Consumenten visitieren zu lassen und das an manchen Orten vorgefundenes Bier zu conficiren“. (Quelle: Ldsges. 142). Geschichte der Asselburg und des Dorfes Burgdorf, Kurt Hasselbring 1984, Seite 50

1712 Hausinschrift Behrend Julius Meier & H.S. Dorothee Vasterling um 1956 wurde das Tagelöhnerhaus von Sonnemann abgerissen. 2008 ist es eine Pony-Wiese.

1715 – 1728 wurde ein Prozess geführt. Es wurde entschieden, dass die Pflugleute gegen 0,5 Fass Bier und dem Morgenbrot es zu bemisten und zu pflügen haben. ...

16. +17.01.1716 war ein so starker Frost in Berlin, das die Soldaten auf Posten, Pferde und andere Tiere tot umfielen. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365.

1722 das neu errichtete Pfarrhaus erhält einen Zuschuss von 300 Thalern durch das fürstliche Konsistorium. 300 Thaler kamen aus der Kirchenkasse.

1723 der vom Blitz abgebrannter Kirchturm wurde wieder erneuert. Im Turmknopf befanden sich zwei fingerlange Bleistreifen 1607 Pastor Jonas Teuber, 1688 Pastor German, 1723 H.W. Kühne Pastor.

 

Auch hier liegt die Karte von 1753 als Grundlage der Rekonstruktion vor. Die Höfebesitzer wurden mit Hilfe dem Erb- und Scheffelschatzregistern des Amtes Lichtenberg und der Kirchenbücher nachgetragen und die noch nicht bebauten Grundstücke „hausfrei“ retuschiert.

 

1729 Jahresangabe auf einem Silberkelch der Bereler Kirche mit Vergoldung 2 Pfund 5 ½ Lot schwer.

01.08.1729 Baurichtlinien zur Schornsteinherstellung: Sicherlich sind auch viele Brand­schäden durch das offene Herdfeuer entstanden. Daher galt die Sorge des Landesherrn dem Bau von Schornsteinen. Nach einem Reskript des Herzoglichen Consistorium von 01.08.1729 waren in manchen Dorfpfarrhäusern noch "hölzerne Rauchfänge" vorhanden. Diese sollten, wenn sie "noch hinlänglich gegen Feuersgefahr gesichert seien, "mit Leimen (Lehm) vorerst tüchtig verwahret werden. Möglichst alle Pfarrhäuser seien aber mit gemauerten Schorn­steinen zu versehen, die zweimal im Jahr gefegt werden mussten. Geschah das nicht so musste der Pfarrer "ex propiis" den Schaden ersetzen. Viele Pfarrer hätten diese Pflicht ver­nachlässigt, weil sie das "wenige Reinigungsgelt" selbst zahlen mussten. Diese Ausgaben soll nun die Kirchen­kasse übernehmen.


12.4 Schützenfest und Junggesellschaft

 

09.10.1729 Pastor Kühne (1712-1749 in Berel) bezieht sich auf Artikel 6 und 20

"Als Pastor Kühne den zwei Knechten, die zu ihm gesandt waren, bedeutet, das der Festtag ein solches nicht verstattete und sie ihr Gelage auf einen Werktag verlegen sollten, antworteten sie, wenn ich nicht wollte, müsste ich wohl, denn es wäre ihnen das Johannisbier in einem Kap. X des Mandats vom 09.10.1729 welches sie ganz trotziglicht hervorholten und vorlegten, wieder vergönnt und freigelassen." (Durch diese schriftlich verfassten Beschwerden können wir die Junggesellschaft Berel und das Schützenfest Berel nachweisen).

1734 ein schweres Gewitter beschädigt die Groß Himstedter Windmühlenchronik Söhlde, Pastor Ernst Bartheau, 1930 Seite 72.

1736 war das Frühjahr regnerisch, erst Ende Mai lief die Bestellung des Feldes an.

1737 - 1757 Wetterangaben aus Tagebüchern von Heinrich Vasterling aus Berel

Chronik Berel 1976, Ewald Bock, Seite 7-9

25.03.1737 Tagebuchschreiber Heinrich Vasterling kauft für 23 Reichstaler die Hofstelle von Hans Heinrich Witkop

1737 heiratet der Tagebuchschreiber Heinrich Vasterling Ilse Lucie Ulrich aus Berel.

1737 das ganze Osterfeld und der Söhlder Berg hagelte ab. Die Gerste war schon gemäht und der Hafer stand noch, bei ihm war das Korn ausgeschlagen, es war also ein kümmerliches Jahr, an Flachs war allerdings kein Mangel. Der Kauflop kostete 1 Marien-Groschen 6 Pfennige, der Himpten Roggen 1 Reichstaler, die Gerste 27 Mariengroschen.

1738 hagelte im Osterfelde der Flachs wieder ab, so dass kein Halm darin geblieben ist. Im Lahfelde war der Flachs vom Hagel verschont geblieben, dafür aber vom Regen verdorben.

1738 baut Andreas Bühri Ass Nr. 40. Der Platz gehört ins Burgdorfsche Lehen.

1739 waren Winter und Frühling nass, die Gerste wurde in Schlamm und Nässe gesät; nach Pfingsten fing es an zu trocknen und zwar so stark, dass das Leinland nicht rechtzeitig bestellt werden konnte. Der Leinsamen lief z. T. erst nach 8 Wochen, als der Roggen schon gemäht war, auf. Von den darauf folgenden warmen Regen hatte der Flachs wenig Nutzen; Der Flachs musste nach Michaelis aufgezogen werden, da es bereits stark gefroren hatte. Dadurch war auch eine rechtzeitige Wintergetreideeinsaat nicht möglich, erst 14 Tage vor Weihnachten taute es auf, und gleich nach Weihnachten fror es wieder.

1739 Am 24. Oktober begann in Deutschland der längste Winter und endete am 13. Juni. Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365. Dies Kleingedruckte stammt von Johann Peter Hebel:

1740 seit Menschengedenken war im Januar und Februar nicht eine solche Kälte gewesen. Wer nach dem nächsten Dorf gehen musste, dem froren Ohren und Nase. Das Vieh war in den Ställen verreckt, z.T. erfroren, sogar Bäume sind vom Frost vernichtet, das Wasser wurde in den Stuben zu Eis, auch der März war noch sehr kalt. Als die Sonne dann wärmer schien, schmolz der Schnee, und die Wintersaat stand am Tage im Wasser und nachts im Frost. Auch im April war der Weihnachtsfrost noch in der Erde, und kein Grashalm grünte, demzufolge kostete das Schock Stroh 5-6 Reichstaler. Die Leute mussten die Dächer von ihren Häusern und Scheunen nehmen und das Vieh damit füttern, dabei ist viel Vieh umgekommen. Im Mai kam der Weihnachtsfrost erst aus der Erde, und das Eis verschwand von Bächen und Teichen. Als in den Gärten Erbsen gelegt wurden, war es unter dem Misthaufen noch hart gefroren. Wenn die Saat nicht gefehlt hätte, wäre das Wintergetreide umgepflügt worden, so schlecht stand es. Der Himpten Roggen kostete 1 Reichstaler 6 Groschen, die Gerste 30 Groschen, der Hafer 24 Groschen, die Erbsen 1 Reichstaler 4 Groschen und Flachssaat war nicht zu bekommen, es kostete der Kauflop aber 2 Groschen 2 Pfennig. Viele Leute mussten Hunger leiden. Im Mai war kaum eine Blume zu sehen, und die Bäume blühten im Juni. Eine spätere Ernte wurde in Aussicht gestellt.

1741 der Roggen war sehr schlecht und Michaelis stand noch welcher im Felde. Weizen ist im ganzen Amt  Lichtenberg kein Himpten gewachsen, es wäre besser gewesen, man hätte im Frühjahr die Wintersaat umgepflügt und Gerste eingesät, dann wären evtl. noch 24 Stiegen dabei heraus gekommen. Im September war das Wetter gut, im Oktober wieder schlecht, es setzte starker Frost ein, die Leute bekamen große Sorgen, keiner konnte die Feldarbeit fortsetzen, Gerste und Hafer wurden nass zusammengebracht, es gab Auswuchs und ausgefallenes Korn.

1741 Nachfolgebau mit Hausinschrift Ass Nr. 59 Johann Bock & Elisabeth Vasterling        2008 Dieter Bock

1741 Hans Heinrich Vasterling baut Ass Nr. 13. Er hat die Stelle von Erich Vasterlings Hof. Er bewirtschaftet 4 Morgen Land, die zu Erich Vasterlings Erben gehören und da auch auf­ge­führt sind. (Das Kifhaus).

1742 Nachfolgebau mit Hausinschrift Ass Nr. 65 2008 Bernd Hoffmeister.

Ab den 08.10.1744 durfte kein Neubau nach einer Landesherrlichen Verordnung, ohne Schorn­stein errichtet werden. Im Jahre 1780 wurde vorgeschrieben, dass er aus Mauersteinen auf­gebührt (aufgebaut) werden musste, "lehmerne Schornsteine" zu bauen wurde untersagt. Die Ansicht vieler, erlaubt seinen solche aus getrockneten Lehmsteinen, sei falsch, genehmigt würden nur noch aus Barnsteinen gemauerte. Außer den Strohdächern - über das Gebot, Ziegel zur Dach­deckung in den Ortschaften zu nehmen, die in der Nähe von Ziegeleien lagen, ist bereits ge­sprochen worden - waren die in den Gärten der meisten Bauernhöfe stehenden Backöfen eine Gefahren­quelle. Man suchte diese möglichst dadurch auszuschalten, dass der Bau von Gemeinde-Backhäusern gefordert wurde. Nur dort durfte dann noch gebacken werden. Sofern die Backöfen der einzelnen Höfe "feuerfeste" waren, durften sie wohl zum Obsttrocknen, aber nicht mehr zum Backen benutzt werden. Feuergefährliche waren abzureißen.

20.05.1746 Corporis bonorum Verzeichnis der Einnahmen durch Pastor JH Kühne.

1747 In der Nacht zum 12. Dezember war ein heftiger Sturm ausgebrochen, wie ihn vorher noch keiner erlebt hatte. Die meisten Dächer der Häuser waren stark beschädigt und viele Bäume im Dorf, Feld und Wald entwurzelt.

13.01.1747 eines Sonntagabends um 8 Uhr, ist in Heinrich Funken Hause Feuer entstanden, das sich so schnell ausbreitete, dass bald darauf auch Helmholdts Haus und Scheune brannten. Im Handumdrehen erhellte ein Flammenmeer die Nacht, dass man in Braunschweig auf dem Walle das Geld zählen konnte. Von dem alten Helmholdt ist viel geredet worden, aber kein Bereler hat weder vor noch nach dem Brande gesehen oder gehört, dass er in Berel gestorben und dort auf dem Friedhof begraben ist. Quelle: Von Heinrich Vasterling übergeben an Schäfer Johann Christian Schaper aus Berel und dann übergeben an Familie H. Löhr in Berel.

20. 6.1747 Herzog Carl I. erneuerte und verschärfte die Brandverordnung. (Der Pfeifenkopf musste aus Blech oder anderem Metall sein). Am 20. 6.1747 verfügt er schwere Strafen, wenn "in Orten, wo Stroh, Flachs, Heede usw. "lagert, überhaupt, auch mit einer Deckelpfeife, geraucht wird. Nur in Zimmern, in denen keine Gefahr bestand, durfte eine offene Pfeife benutzt werden. Dem Übeltäter drohte im Wiederholungsfalle eine Strafe von 4 Th. ggf. auch Gefängnis "bei Wasser und Brod". Das Bußgeld wurde zu je einem Drittel unter die Obrigkeit, den Denunzianten und die "Armen Anstalten" aufgeteilt.

1748 um Neujahr fing es an zu frieren und fror bis Ostern ununterbrochen, im Mai war noch Frost unter dem Misthaufen. Dann kam eine lange Regenzeit, sodass nicht geackert werden konnte. In der zweiten Maihälfte legte man endlich Erbsen. Aber auf dem Anger hatten die Schafe nichts zu fressen. Mit scharfen Ostwinden fing es dann an zu trocknen und zwar so, dass nur wenig Gerste zum Keimen kam. Der Leinsamen lief erst 3 Tage nach Jacobi auf, weil es zwischendurch mal einen Schauer geregnet hatte. Egidi regnete es wieder, und er Flachs fing an zu wachsen und konnte nach Gallentag aufgezogen werden. Leider folgte wieder eine Regenperiode, das Wasser lief dem Flachs in die Knoten, und er verdarb. Eine Woche vor Weihnachen wurde er zusammengebunden und in den Mist geworfen. Weil in einigen Orten noch alter Vorrat war, sah man auf den Landstrassen oft Flachsverkäufer. Das Wetter war jetzt beständig warm mit etwas Regen, und die Schafe brauchten vor Weihnachten nicht mehr im Stall gefüttert werden. Die Holzgerechtigkeit wurde in diesem Jahr weggenommen.

1749 war ein gewünschtes segensreiches Jahr, Korn und Flachs waren in Überfluss gewachsen.

1749 baut Christian Ulrich die Stelle Ass Nr. 38, sie war vorher wüst.

1750 wird das Witwenhaus (2008 Familie Klaus Brosinski) an der Pfarrwiese gelegen.

1750 Andreas Vasterling kauft den Platz von Bernd Vasterling für 17 rt und baut Ass Nr. 57.

1752 Heinrich Vornekahl baut Ass Nr. 56, es war vorher ein Weidebleek zu Henning Vornekahl (Ass Nr. 36)

 

12.5 Einführung von fortlaufenden Hausnummern (Assekuranz)

Am 18.07.1753 wurde die Landesbrandcasse gegründet, bei der alle Gebäude gegen Feuerschäden versichert werden mussten. Durch diese sowohl dem Gemeinwohl als auch dem Interesse jeden Hausbesitzers dienende Einrichtung sollte die Verarmung durch Brandschäden verhütet werden. Doch scheint die Gewissheit, dass man nun im Schadensfall gegen allzu große Einbusse an Hab und Gut versichert war, eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit dem Feuer Platz gegriffen zu haben. Jedenfalls stellt ein herzogliches Reskript vom 07.01.1829 fest, das seit Einrichtung der "Brand- und Feuerversicherung die Angst vor dem Feuer und die Vorsicht vermindert" sei. Seit einiger Zeit hat es im Lande "sehr ungewöhnlich viele Feuersbrünste" gegeben, die z. T. aus Rache oder Gewinnsucht verursacht seien. Demjenigen, der einen Brandstifter anzeigte, wurden 100 Th. Belohnung zugesichert, sein Name würde nicht genannt werden. Im Gottesdienst soll über das Verwerfliche einer vorsätzlichen Brandstiftung z.B. Über den Bibeltext. „Des Gottlosen Lust ist Schaden zu Thun" (Sprüche Salomonis XII V. 1-2) gepredigt werden.

 

Diese als gesichert geltende Karte von 1753 zeichnet die damalige Karte farbig nach und liefert zusätzlich die Information der Ass Nr. und des Besitzernamens.

 

1753 „In den Vahl Höfen“. DFW Beschreibung des Dorfes Berel
1753
Feld und Zehnt-Beschreibung des Dorfes Berel.

1753 die Schule bekam die Assekuranz Nr. 27 und hatte folgenden Besitz (Dotation) Flurstück Nr. 38. Im Dorfe 104 Quadratruten Nr. 169. Über dem Dorfe 7 Morgen 117 Quadratruten, Nr. 316 In der Pfahlwiese 1 Morgen.

 

 

In dieser Karte von 1753 sind auch die Flurstücknamen enthalten.

Einmalig im Mittelalter: Aus drei Dörfern und den Flurstücken wurde ein Dorf.

 

1753 Ass Nr. 58 ist vorhin ein Gemeindebackhaus gewesen. Moritz Böggel wird hier angegeben.
1753 ist der Lindenhof Ass Nr. 32 wüst er gehört Curd Kämpe.

1753 ist der Hof Ass Nr. 34 wüst, er gehört zu Bernd Meier. Die Stelle gehört in das Meiergut Ass Nr. 16 der Kotsassen, die Hälfte davon hat Henning Ulrich und gibt den Vornekahlen 1 mfl.
1753 ist der Hof Ass Nr. 73 wüst. Er gehört Curd Eschemann und gibt von dieser Stelle 1 Pfd. Wachs an die Kirche.

1753 ist der Hof Ass Nr. 72 wüst. Er gehört Hans Heinrich Wittkop.

1753 gehört Ass Nr. 67 und Ass Nr. 68 Bernd Vasterling und Cons. Nr. 67 Masebarch (Maßberg) die Stelle gehört den Vasterlings und in das Crammsche Lehen zu Oelber. Hans Böggel hat davon ¼, worauf dessen oben angeführtes Brinksitzerhaus befindlich. Da übrige haben verschiedene und brauchen solches zu Gärten, woselbst solche specificieret sind.

1754 kostete der Himpten Roggen 30 Groschen.

1755 betrug der Roggenpreis einen Reichstaler und die Gerste kostete 30 Groschen.

1755 das Stallgebäude nördlich des Hofes der Pfarre wurde gebaut.

1756 zahlte man für den Roggen einen Reichstaler 6 Groschen, für die Gerste einen Reichstaler, für Hafer 30 Groschen.

1756 der Winter war sehr regnerisch. Alle tiefer gelegenen Äcker waren so vom Wasser überschwemmt, dass es schien, als werde kein Weizen aus der Erde kommen. Am 3. Pfingsttage (8.Juni) vernichtete ein Hagelschlag innerhalb einer halben Stunde alle Erntehoffnungen. Zu dem Übel kamen noch die Mäuse, die innerhalb von sieben Tagen den Rest auffraßen. In diesem Winter herrschte eine große Teuerung der Lebenshaltungskosten. Erst Weihnachten habe Regen, Schlackerwetter, Schnee und Frost eingesetzt, so dass die Mäuseplage nachließ. Der Kornpreis stieg damals um das Doppelte. Quelle Johann Peter Hebel

 

26.7.1757 die Franzosen haben die Braunschweigisch-Hannoverschen Truppen im 7-jährigen Krieg in der Schlacht bei Hastenbeck in der Nähe von Hameln besiegt und kommen auf unser Gebiet. "Furchtbar hauste nun das feindliche Heer im Lande, Städte und Dörfer wurden gebrandschatzt, die Staatskassen geplündert und schwere Kontributionen ausgeschrieben. Die Holzbestände im Bereler Ries sollen laut Richard Uthe Berel darunter gelitten haben.

1757 wartete mit einer Teuerung und einer Hungersnot auf, außerdem war für Geld kaum noch Korn zu kaufen. Darauf setzte der Herzog Carl die Preise fest, und zwar sollte der Roggen einen Reichstaler 3 Groschen, die Gerste 30 Groschen kosten. In einem anderen Land Korn zu verkaufen, war streng verboten. Nun tat man so, als wäre kein Korn mehr vorhanden und verkaufte heimlich ins Hannoversche, denn dort war es noch teurer. Der festgesetzte Preis sollte bis zum nächsten Frühjahr Gültigkeit haben, als aber dann Gerste gesät werden musste, nahm jeder, was er kriegen konnte, der Himpten Gerste kostete nun 1 Reichstaler 15 Groschen.

 (1757 enden die Wetterangaben aus Tagebüchern von Heinrich Vasterling aus Berel)

1758 Hausinschrift Johann Heinrich Masebarch (Maßberg) & Anna Elisabeth Boggels.

         1974 Brunke bis 2008 Mieter Familie Stülp.

11.06.1758 mittags 11 Uhr verheerte ein starker Hagelschauer die Fluren der Ortschaften Sehlde, Söderhof, Groß Heere und Klein Heere.

1758 kam der Regen erst am 13. Juni, der zum Auflaufen des Getreides nötig war. Die Ernte stellte die Menschen aber zufrieden. Quelle Johann Peter Hebbel Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365

11.06.1759 mittags 12 Uhr als vom Wohldenberge her ein schwarzes Wetter über die vorgenannten Ortschaften heraufstieg. Es war, als ob plötzlich die Nacht hereinbrächte. Dabei herrschte ein solches Donnern, Krachen und Wettern, das die Leute glaubten, der Jüngste Tag bräche herein. In Sehlde wurden in wenigen Augenblicken die Fenster und Ziegel auf den Dächern zerschlagen. In den Gärten herrschte größte Verwüstung, auf den Feldern war alles verhagelt. Der grüne Roggen wurde fuderweise hereingefahren. Die Felder wurden wieder mit Hafer bestellt, gaben aber, da die Bestellung so spät geschah, fast keinen Ertrag mehr. Großen Schaden richtete das Hagelwetter auch im nahen Hainberg an. Infolge des Hagelschlags in den beiden Jahren begann für die Gemeinden eine schwere Zeit.

11.06.1760 nun im dritten Jahr, wieder am 11. Juni um 11 Uhr, der Himmel sich abermals dunkel bezog und aufs neue ein Gewitter drohte, da entschloss sich die Gemeinde Groß Heere für sich und ihre Kinder, dem 11. Juni als Hagelfeiertag und Bußtag zu begehen. Einwohner aus Nachbarorten fuhren um die Ortschaft herum, sodass die Peitschen knallen die Feier nicht störten. Als nun auch diese Ortschaften durch Hagelschlag heimgesucht wurden, entschlossen sich diese ebenfalls den 11. Juni als Hagelfeiertag einzuführen.

NAPF 3 / 1985 von Paul Theile

1760 Hausinschrift Ass Nr. 18 (Pommerehne) wer Jesum liebet und vertraut …

1761 Hausinschrift Ass Nr. 69 Joh. Chr. Bock & Maria Gottschalk bis 2003 Adele Wolters.

         2007 wurde das Haus von Henning Burgdorf abgerissen.

1764 das Taufbecken aus Zinn bekam die Kirche von Frau Pastor Meyer geschenkt.

25.05.1765 Erbbestattungen in der Kirche durften durch Verfügung des Consistoriums nicht mehr erweitert werden. Quelle: Geschichte des Dorfes Nordassel sowie der Kirche und des Schlosses Burgdorf Nordassel 1984, Kurt Hasselbring, Seite 107

1768 Hausinschrift Ass Nr. 43 Christian Eschemann & Gertrud Meyer

        1974 Witwe Bocks Haus

 

12.6 Der Sühnestein

Von Pastor Meyer

 

Hinter dem Opfereigarten (Dorfgemeinschaftshaus/Schütz) führt der Knick her, früher ein Dorfgraben mit Hecke, der zur Befestigung des Ortes diente. Auf diesem Knick befanden sich drei Kreuzsteine in gleicher Form. Pastor Meyer hat sie 1770 beschrieben.Gleich am Dorfe auf dem Knicke oder Dorfgraben sind zwar 3 Steine vorhanden und stehen ziemlich tief eingegraben, die äußerlich keine Form des Creuzes haben, sondern beinahe rund sind, an welchen aber auf einem Jeden 4 Kreuze gegen einander eingehauen sind. Ich habe letzteres erst vor ein paar Jaaren, da ich das viele Moos von selbigen abkratzte, entdeckt. Ein alter Mann in der Gemeinde hat mir einmal erzählet, von seinen Vorfahren gehöret zu haben, dass da nicht weit davon in uralten Zeiten der Dorfkrug gewesen und in demselben durch eine Schlägerey ein paar Leute todtgeschlagen wären, selbige deswegen wären errichtet worden.“
Alte Nachrichten über Steinkreuze im Lande Braunschweig. Amt Salder. Berel


Im Jahre 1895 fand der Museumsdirektor Meier nur noch einen Kreuzstein vor, der als Brücke über den Kirchhofsgraben lag. Er wurde an der Kirche aufgestellt und steht 2008 auch noch da. 

Sühnekreuze sind Denkmale mittelalterlichen Rechts des 13. -16. Jahrhunderts. Sie waren ein Erfüllungsteil von Sühneverträgen, welche zwischen zwei verfeindeten Parteien geschlossen wurden, um eine Blutfehde wegen eines begangenen Mordes oder Totschlages zu beenden. Mit der Einführung der Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V. im Jahre 1533 wurden private Abmachungen nicht mehr geduldet, an ihre Stelle trat das ordentliche Gericht, das den Täter nach dem neuen Recht verurteilte. Mit der Einführung dieses neuen Rechtes wurden die Sühneverträge zwar offiziell abgeschafft, lebten jedoch je nach Landessitte noch durch das ganze 16. Jahrhundert fort; erst das 17. Jahrhundert räumte mit ihnen endgültig auf. http://www.suehnekreuz.de/

„Ein seltsamer Zug der Steinkreuzsetzungen ist das gegenseitige Umbringen …“ in Westfalen 14 x das Motiv der „Feindlichen Brüder“ fest, die sich gegenseitig töten. In Niedersachsen 23 x Brudermord. 32 x Doppelmord von Menschen gleichen Standes.
Quelle: Stadtarchiv Hildesheim: 3 Z 1984 JG 52 die  Diözese Hildesheim Seite 57

 

1772 war die Ernte so spärlich, dass die Geschädigten jahrelang ihre Pacht schuldig bleiben mussten. Aus Chronik Nettlingen Seite 30 von Andreas Armgardt ab 1739/40 aufgezeichnet.

19.07.1772 ein furchtbares Hagelwetter ging über Söhlde nieder. Seit der Reformation wird deshalb am Tage nach Himmelfahrt in allen Landgemeinden Gottesdienste abgehalten, in denen um Behütung der Felder vor allem Schaden gebetet wird. Der Hagelschaden war so verheerend dass die Meisten auf Brot gehen mussten (d.h. sie mussten betteln). Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bartheau, 1930 Seite 72.

1773 SZ Bericht von 1995 „Sinnliche Lust, Müßiggang und Üppigkeit“. Der Herzog Carl zu Braunschweig-Lüneburg strich die dritten Festtage wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten.

 

12.7    1773 bisher ältester Zeitungsabschnitt

15.02.1773 aus Braunschweiger Anzeigen Gelehrte Beyträge

Gelehrte Beyträge
zu den
Br(aunschweiger) Anz(eigen)
15.02.1773

Die alten Wenden und Sorben hatten bey dem hohen Baum eine Stelle die sie den Kessel nannten. Nahe bey dem Dorfe Berel gegen Mitternacht, im Fürstlichen Amte Lichtenberg, hat ehemals eine Eiche gestanden, die selbst, oder neben derselben eine Stelle lange Zeit, und bis noch jetzo den Namen
Glockenkorb führt. Vermöge der mündlichen Überlieferung soll in diesem Baum in alten Zeiten ein Korb gehangen haben, der wie eine Glocke gestaltet gewesen. Es kann seyn, so wie dort ein Kessel gewesen, oder ein Behältniß dem Kessel ähnlich, hat man hie ein Korb gehabt. Die Absicht des Kessels und Korbes überlassen wir den Rechtsgelehrten zu beurtheilen. – Meiner ohnmaßgeblichen Meynung nach sind darin die Strafgelder, oder die Gerichtsgebühren gesammlet worden.
Der Richter bekam sein Gebühr nach dem Lege Baj. c. z. T. II Judex partem suam accipiat de causa quam judicat, de Septem solidis tremisstem, de novem solidis unum. De omni compositione semper nonam partem accipiat, dum rectum judicat.
Dergleichen Bäume, Städte und Gegenden sind noch hin und wieder anzutreffen, die ein Alterthum verrathen, man kann es an ihrer Benennung bald merken. Ohn Zweifel hat ein jeder gewisser Distrikt sein besonderes Banngericht gehabt.

Den Original Zeitungsabschnitt von der Tochter des Lehrers Klein am 08.09.2002 in Groß Flöthe erhalten.

 

12.8   1774 Pastor Meyer berichtet:

1774 Verhältnis der Bereler zu Badern und Ärzten

Pastor Meyer schreibt in seinem Bericht 1774: „Wenn ein Doktor aus Braunschweig oder Wolfenbüttel gebraucht wird, so wird alsdann eben daselbst der Medici von der Apotheke ge­nommen. Allein, leyder, geschieht das außer ordentlich selten, und der Bauersmann trauet un­geachtet aller Vorstellung Unstudierten, Pfuschern, alten Frauen, die sich mit Quack­salberung abgeben, mer als Gelehrten und würklichen Ärzten. Von hier  aus wird insonderheit eine alte Frau aus Gustedt, jeweilig ein Kuhhirte hinter Braunschweig, ein Lieutenant in Braunschweig und hauptsächlich der Bader Bötcher aus Söhlde gebraucht, welche denn sämtliche ihre Arzenei selbst bereiten“. (Quelle: St. Arch. WF Ldsch. Bibl. 1225 Bd. IV) Dabei war es den Badern schon durch eine Verfügung vom 28.11.1742 verboten worden, „innerliche Arzneimittel zu verschreiben und überhaupt innere Krankheiten auszukurieren. Bei Zuwider handeln drohte ihnen eine Bestrafung“. (Quelle: St. Arch. WF8 Alt Lich. 6);  Geschichte der Asselburg und des Dorfes Burgdorf, Kurt Hasselbring 1984, Seite 51+52

 

1774 „Kleine Leute“ spinnen um zu überleben

Früher spielte auf dem flachen Lande das Spinnen und Weben eine große Rolle. Es wurde viel Flachs angebaut. Dessen Verarbeitung erforderte von der Ernte an über die Rotten in den Rottekuhlen – zu jedem Haus gehörte eine der Flachsrotten, die Osten des Dorfes in der Senke des Angerbaches lagen – über das Brechen der getrockneten Stängel mit der Brake, das Schwingen und Hecheln bis hin zum Spinnrad und Webstuhl viele Arbeitsgänge, die vor allem in den Herbst- und Wintermonaten ausgeführt wurden. Das Spinnen war das „Brot“ der armen Leute. Die „Kleinen Leute oder Häuslinge müssen sich, wenn sie nicht im Tagelone bey andern sind, ganz vom Spinnrokken ernären“ schreibt der Bereler Pastor Meier in seinem Bericht aus dem Jahre 1774. An den Spinnrokken saßen nicht nur Frauen und Mädchen, sondern auch Männer. Sogar die Jugend wurde neben der Arbeit auf dem Felde zum Spinnen angehalten. Darunter litt die Erziehung der Kinder. Daher richtete der Amtmann eine Eingabe an die Obrigkeit, es seien „nunmehr die höchst heilsahmen Anstalten zur Versorgung der Armen gottlob auch in diesem Amte zustande gebracht“. Bericht von: Meyer, Johann Ludwig Severus * 16.02.1735 Reppner  + 27.06.1793 Berel  29 1/2 Jahr Pastor in Berel; Quelle: Geschichte der Asselburg und des Dorfes Burgdorf, Kurt Hasselbring 1984, Seite 51

 

1774 Eßgewohnheiten

Pastor Meyer berichtet auch über Eßgewohnheiten. „Die Hauptkost zur Vorspeise, ja zur Vor- und Zuspeise bey dem größten Haufen, besteht aus Kartoffeln, die das ganze Jar gegessen werden, und den Winter über in Rüben und Braunkohl, der des Sonntags gekocht, und die ganze Woche zum Morgenbrote aufgewärmt wird“. Quelle: Bericht von: Meyer, Johann Ludwig Severus * 16.02.1735 Reppner  + 27.06.1793 Berel  29 1/2 Jahr Pastor in Berel;  Geschichte der Asselburg und des Dorfes Burgdorf, Kurt Hasselbring 1984, Seite 51

 

1774 Die Kleidung


"Tante Himstedt" in alter Tracht. 
Foto um 1920 Original Rita Vasterling

Pastor Meier berichtet auch über die Kleidung: „Die Mannspersonen tragen des Sonntags blaue Kleider und Kamisöler, davon letzteres ein Futterhemd genant wird, des Alltags linnene Rökke oder Kittel, die sie Kumjakken nennen, auch kurze Kamsöler, wie unser Nachtkamsöler, die bei ihnen Karizdinger heißen.

 „Die Frauenspersonen trage kurzschößige Wämser und rote futtertuchene Rökke des Werktags, des Sonntags insgemein schwarze Wämser und Rökke, weil schwarz die Berelsche Leibfarbe ist und sie in der schwarzen Tracht einen großen Teil der Ehrbarkeit setzen“. W. Flechsig nimmt an, dass hier im Bezug auf die Männerkleider ein Schreibfehler vorliegt, dass sich das „Futterhemd auf die blauen Kleider und nicht auf die Kamisöler bezieht“ Quelle: Flechsig VII S.61 Mit dem aus dem Französischen stammenden Kamisol (Camisol) bezeichnete man im 18. Jahrhundert das Selbe wie mit dem älteren deutschen Wort Wams,

eine kurze Jacke mit oder ohne Ärmel, eine Art Ärmel-Weste. Ein Futterhemd war „eine Männeroberbeklei-dung aus gefüttertem Stoff, meist wohl Leinen in kittelartigem Schnitt“  Bericht von: Meyer, Johann Ludwig Severus * 16.02.1735 Reppner  + 27.06.1793 Berel  29 1/2 Jahr Pastor in Berel

Quelle: Flechsig VI S. 10. Quelle; Geschichte der Asselburg und des Dorfes Burgdorf, Kurt Hasselbring 1984, Seite 51

 

Ab 1781 Feuerwehrausstattungen im Amt Lichtenberg Erstaunlich ist, mit welch geringem, ja primitiven Gerät im Vergleich zur heutigen Ausstattung unserer Dorffeuerwehren früher ein Feuer zu bekämpfen versucht wurde. Feuerhaken, Feuerleitern, lederne und hanfene Feuer­eimer, die in langer Kette von Hand zu Hand von der Wasserentnahmestelle zur Brand­stätte weitergereicht wurden, waren im letzen Viertel des 18. Jahrhunderts das Einzige, das in den einzelnen Ortschaften zur Brandbekämpfung zur Verfügung stand. Im ganzen Amt Lichtenberg gab es nach dem Amtgeldregister von 1781/82 nur eine einzige "Sprütze", die ihren Standort im Amt hatte. Zur Beschaffung neuer Geräte hatte man eine "Feuerkasse" eingerichtet, in die jeder Hochzeiter eine Gebühr einzuzahlen hatte: "Sprützen Geld: ein Ackermann 18 mgr, ein Halb­spänner 12 mgr, ein Köter 9 mgr, ein Häusling 3 mgr, für "Feuer Eymer": ein Ackermann 1 Th 6 mgr, ein Halbspänner 28 mgr, ein Köter 14 mgr, ein Brinksitzer 10 mgr 4 pf, jeder Häus­ling ebenfalls 10 mgr 4 pf." 1801/02 war schon ein Fortschritt zu verzeichnen: die Zahl der Spritzen ist auf 6 Stück angestiegen. Außer dem Amt hatten nun Lesse und Barbecke je eine, Broistedt und Engelnstedt sowie Cramme und Barum je eine Spritze gemeinsam. Die 6. Spritze stand in Hohenassel. Sie war aber nicht für Hohenassel allein bestimmt, sondern gemeinsamer Besitz der Dörfer Westerlinde, Hohenassel und Nordassel.

1783 Fast den ganzen Sommer gab es solche Dürre, dass im Winter großer Mangel an Futter entstand, Not und Kummer breiten sich aus unter Menschen und Vieh. Quelle:  Johann Peter Hebel

1788 Hausinschrift Ass Nr. 74 (Tagelöhnerhaus) C. Ch. Bergmann & Ilse Dorothee Klages

1790 fiel das Pfarrhaus wieder zum Teil ein.

1790 Bisher frühester Nachweis eines Berelers auf eine höhere Schulausbildung: Ludwig Ernst Meyer geboren am 14.05.1773 besuchte bis mindestens 1790 die Große Schule in Wolfenbüttel. Quelle: Schülerverzeichnis der Großen Schule in Wolfenbüttel 1768 -1837, erhalten von Hans Schaper Kirchweg 2, Apelnstedt.

1793 Am 21.und 22 September fiel auf die in vollem Laube stehenden Bäume ein starker Schnee, sodass die Äste brachen und in den Forsten großer Schaden geschah. Quelle Johann Peter Hebbel Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365

1796 Im Januar sah man bereits Blütenknospen an den Obstbäumen, Rosenbüsche die ihr vorjähriges Laub noch nicht verloren hatten, fingen an Neues zu bekommen. Quelle Johann Peter Hebbel Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365

1797 Karl Wilhelm Heinrich Feustel verlegt seinen Wohnsitz nach dem Hofe Nr. 75. Der Pächter Löhr übernimmt Ass Nr. 50 Ass Nr. 50 wird jetzt zur Brinksitzerstelle.

25.12.1798 in Oelber a. w. Wege war die kälteste Nacht des Jahrhunderts. Der ganze Winter 1798 – 1799 war so heftig: Es war eine groß Noth um das Futter für das Vieh. Man konnte im April für Geld kein Futter mehr bekommen. Viele Schafe starben vor Hunger, viele Menschen verkauften (weil sie kein Futter hatten) ihr Vieh und der Kuhhirte musste ungewöhnlich früh austreiben. Das Schock Stroh galt im März 14 rtl. Eine schlechte Kuh, die aber durchgefüttert war, kostete 24 rtl. Bis zum May fast anhaltender Schnee und Regen, so daß im Anfang May noch kein Baum Blüthe hatte. Die Erndte war 1799 fast einen ganzen Monat später.“ SZ 1983 von Wilfried Bartels

1799 wurde das Pfarrhaus wiederum neu gebaut in der Bauart der Bauernhäuser.

1800 Die Nutzung der Stubben in den Forsten. Der Herzog Carl Wilhelm Ferdinand fordert Gutachten darüber, ob in allen Forsten die Stucken wohl nicht ausgerodet sein, was den Forsten selbst nachteilig und auch bei dem Holzmangel unverantwortlich sei. Die meisten Forstämter beklagen die hohen Rodekosten wenn ein steiniger Boden vorliegt. … Quelle: Aus der Geschichte der Waldungen im Salzgittergebiet. Salzgitter 1996, Nora Neese Seite 25

07.-08. März 1800 in Oelber a. w. Wege war es so kalt das nachts der Hahn erfohr. SZ 1983

 

1804 beginnt die Tagebuchaufzeichnung von Johann Christian Schaper aus Berel

Chronik Berel 1976, Ewald Bock, Seite 10-14

1804 gab es eine schlechte Ernte, ein Morgen brachte den spärlichen Ertrag von 3 Himpten Roggen, das sind ca. 1,5 Zentner.

1805 kostete derselbe 3 Reichstaler 18 Groschen, die Gerste 2 Reichstaler 9 Groschen, der Kauflop Flachs 6 Groschen.

1806 wird das Braunschweiger Territorium bis 1813 von Franzosen besetzt. Der Forstbestand im Bereler Ries leidet wieder darunter. Quelle: Richard Uthe Berel.

1806 und 1807 waren warme Winter. Dies hat den armen Leuten wohlgetan und der und jener, der jetzt noch fröhlich in den Knabenschuhen herumspringt, wird in sechzig Jahren einmal als alter Mann auf der Ofenbank sitzen und seinen Enkeln erzählen, dass er auch einmal gewesen sei wie sie, und das man Anno 6 als der Franzos in Polen war, zwischen Weihnachten und Neu­jahr Erdbeeren gegessen und Veilein (Veilchen) gebrochen habe. Solche Zeiten sind selten. Quelle Johann Peter Hebbel Chronik Klein Ilsede 1995, Horst Ahrens, Seite 361-365

01.09.1807 wird das Königreich Westfalen von den Franzosen gegründet. Napoleons jüngster Bruder Jerome Bonaparte (1784-1860) wird König. „König Lustik“

1807 Nachfolgebau mit Hausinschrift Johann Friedrich Schaper & Anna Marie Elisabeth 

         1974 Oelker 2008 Sauskat

 

12.9     1810 Das erste Gemeinde Spritzenhaus am Thieplatz

1810 ist im Brandversicherungsregister in Berel ein Gemeinde Spritzenhaus eingetragen. (1770 war es noch nicht vorhanden.)

1811 Nachfolgebau mit Hausinschrift Johann Anton Iser & Johanne Elisabeth Ulrich 1974

         Iser, 2008 Royer

1811 – 1813 10 Bereler sind mindestens in dieser Zeit gefallen. Siehe Geschichten aus Berel Seite 44 - 45

1813 510 Einwohner wohnten in Berel. Quelle: Gemeindeakten von 1998

1815-1816 hatte Berel nach den Akten der Ablösung für den ½ großen Zehnten 7.000 Francs entrichtet. Als dann die herzogliche Regierung wieder begann, rechnete man auf das Neue. Was gezahlt war, wurde für nichtig angesehen.

1816 waren in der Burgdorfer Feldmark die Kartoffeln auf dem Felde verfault, was Hungersnot und Teuerung zur Folge hatte. Dorfgeschichte Burgdorf, Helmut Meyer, 1946 Seite 13,14

 

13      Chronik von 1816 – 1918

31.10.1817 Eine herrliche Linde steht auf diesem Friedhof, sie wurde zum 300 jährigen Gedächtnis der Reformation gepflanzt.

1825 begann der zweite Akt der Ablösung. Der große Bereler Zehnte mit 683 Morgen an das Domkapitel zu Hildesheim wurde mit 2033 rt (Reichstalern) berechnet. Nach dem Prozess wurde die Summe auf 1024 rot 12 ggl ermäßigt. Die Pfarre bezahlte selbst für den großen Bereler Zehnten 123 rt, das Pfarrwitwentum für 5 Morgen 19 rt die Opferei und Schule für 3,5 Morgen 13 rt.  

Die finanzielle Ablösung war ein Zugeständnis an den Adel, als die alten Rechte an Leibeigene und Besitz aufgehoben wurden. Man kaufte sich frei. Eine Folge der Französischen Revolution, in Preußen umgesetzt durch Freiherr von Stein.

1825 kostete ein Himpten Roggen 11-13 Groschen, der Zentner Wolle 25-26 Reichstaler, Schafe 1 Reichstaler 6-9 Groschen, Lämmer 15-18 Groschen.

1827 Wolle kostete 30 Reichstaler, Schafe 1 Reichstaler 15-19 Groschen, Lämmer 24-30 Groschen.

1828 starben viele Schafe in den umliegenden Dörfern an Schafpocken. In Berel eins an natürlichen Pocken, danach impfte mal zweimal, für kurze Zeit blieben sie aus.

1829 gingen viele Schafe an anderen Krankheiten ein.

1829 Martini fing es 18 Wochen lang an zu frieren und schneien und hielt ohne einmal aufzuhören.
1830 war ein strenger Winter. Es folgte ein guter Frühling Am 30. Juni hatte vor Berel gehagelt, vom Dorfe bis an das Nettlinger Feld ist nichts gut geblieben. In diesem Sommer regnete es mal wieder ununterbrochen und es gab viel Auswuchs.

31.07.1830 In der Nettlinger Chronik ist der Hagelschlag so angegeben. Seite 30.

31.07.1830 Pastor Wolf beschreibt: „ In der im Herzoglichen Kreisamte Salder gelegene Gemeinde Nordassel das Unglück; Daß durch ein mit einem starken Gewitter verbundenen Hagel­schlag übersät wurde. In dessen Folge das Dorf und dessen ganze Feldmark mit Eisstücken, zum Theil von der Größe der Hühnereier, übersät wurde, deren Hoffnung auf die diesjährige Erndte nicht etwa theilweise, sondern gänzlich und durchaus zu Grunde gerichtet wurde“. Chronik Nordassel, Kurt Hasselbrink, Seite 108

15.10.1832 Ergänzende Brandverhütungsvorschriften: Die bisher ergangenen Erlasse und Verfügungen über die Feuerverhütung und -bekämpfung mussten lt. Verordnung vom 9.11.1778 "alle Jahr wenigstens vier Mal bei und nach der Ernte, aber auch bei angehender Flachs­arbeit alle 14 Tage" von der Kanzel verlesen werden. Sie wurden 1838 in der "Allgemeinen Feuerordnung für die Landgemeinden des Herzogthums Braunschweig" vom 15.10.1832 zusammengefasst. Jeder Hauswirt war verpflichtet, sich ein Exemplar der neuen Ordnung zu beschaffen und "mit dem Inhalte sich bekannt zu machen". Sie enthielt in den Bau­vor­schriften z.B. Bestimmungen über den Mindestabstand von 6 - 10 Fuß zwischen benachbarten Gebäuden, über die Anlegung von zwei breiten Zufahrtswegen auf jeden Hof, die Errichtung einer Brandmauer am Herd, eine 2 Fuß betragende Mindesthöhe des Schornsteins über dem Dach­first, das Verbot einer Dachdeckung aus "Strohdocken" und der Verwendung von "Flechtwerk" aus Zweigen in den Fächern der Fachwerkhäuser. Die Räucherkammern in den Bauernhäusern mussten eine Gipsfußboden haben, die Wände der Kammern waren mit einer wenigstens 2 Zoll starken Lehmschicht zu übersetzen. Mit offenem Licht oder glühenden Kohlen über den Hof zu gehen oder Räume zu betreten, war ebenso verboten wie die Flachsarbeit bei offenem Licht, Spinnen ausgenommen, und das Trocknen von Holz oder Flachs auf dem Ofen. Kinder sollten nicht bei "Feuer und Licht" alleingelassen werden. Neben den bereits angeführten Vorschriften über das Rauchen und über das zweimalige Fegen der Schornsteine in jedem Jahr wurden Bestimmungen über das Bereitstellen von Feuerlöschgeräten und Löschwasser in den Häusern erlassen. Feuer im Freien, im Dorf oder in der Feldmark neben reifen Kornfeldern anzuzünden, war untersagt. Für die Beachtung der Vorschriften durch jeden einzelnen Hausbesitzer und für die Brauchbarkeit der Löschgeräte war der Ortsvorsteher verantwortlich. Ihm zur Seite standen zwei Feuergeschworene, die zu unbestimmten Zeiten zweimal im Jahr in den Häusern zu prüfen hatten, ob die für jeden Hof vorgeschriebenen Geräte, nämlich ein Feuereimer, ein an einer langen Stange befestigter Löschwisch und ein Wassertubben vor dem Haus vorhanden waren. Gab es im Dorf eine Spritze, mussten ein Spritzenmeister und Rohrführer gewählt werden. Die Spritze musste im März und im September eines jeden Jahres überprüft werden. Zur Brandbekämpfung waren alle 16-60 jährigen Einwohner des Dorfes verpflichtet, die weiblichen Geschlechts zum Weiterreichen der Wassereimer. Konnte das Feuer nicht eingedämmt werden, so war durch einen reitenden Boten der vom Amte bestimmte Feuer-Kommissar zu benachrichtigen. Bei einem Brand im Nachbarort erhielt die zuerst an der Brandstätte eintreffende Spritze 5-10 Th., der erste Wasserwagen 3-5 Th. Belohnung.

Erste Julihälfte 1833, an einem Sonntagnachmittag brach vom Asselholze her, in Lesse, Walnuss große Hagelgeschosse auf die Erde. Diese Geschossen sprangen 15-20 Fuß hoch und 25 bis 30 Schritt weit. Die Pferde, die diese Geschosse auf den Rücken bekamen rissen aus und rannten dem Dorf zu. Chronist Johann Heinrich Ballüer war damals 16 Jahre alt, ihm wurde die Mütze vom Kopf gerissen und als er die Bescherung im Dorf sah verschlug es ihm die Sprache. Alle Fenster an der Westseite waren zerstört, der Ernteschaden wurde auf 50 % geschätzt. In Luttrum, Hohenassel und Nordassel soll die ganze Ernte vernichtet worden sein.

Viele Vögel waren tot oder hatten gebrochene Fittiche. NAPF 3 / 1985 von Paul Theile

30.08.1833 In der Nettlinger Chronik Heftfolge Not- und Kriegszeiten. Von Dr. Fr. Spanuth, 1967, wiederholte sich das Unwetter bei dem 2/3 der Feldfrüchte, Roggen und Bohnen vernichtet wurden. 2000 Fensterscheiben gingen zu Bruch. Nur 3 Bauern waren versichert. Seite 30.

30.06.1833 nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr, wurde Nordassel mit den Nachbargemeinden von einem noch stärkeren Unwetter mit schwersten Schäden an den Feld- und Gartenfrüchten und den Gebäuden heimgesucht. Neben Nordassel hatte besonders Berel zu leiden. Die Bauern schlossen jetzt eine Hagelversicherung ab. Braunschweigische Anzeigen 1838   281 Stück. Chronik Nordassel, Kurt Hasselbrink, Seite 93

1833 Am 30. Juli hat es wieder gehagelt – noch stärker als 1830

1834 Der letzte Tote wurde auf dem Kirchhof bestattet. Die Grasnutzung bekam der Ortsgeistliche.
12.10. 1834 – 1900
Bei der Separation im April 1859 ist noch ein Stück nach Norden hinzu- gekommen. Um 1970 wurden die letzten Grabsteine entfernt und anschließend als Bauland für 10 DM pro m2 verkauft. 2008 liegt dieser 2. Friedhof unter den Grundstücken von Müller, Cleve, Schubert, Trotzke.

1834 wurde der Nordasseler Lehrer Johann Wohlrath Ludwig Klages wegen seines schlechten Betragens in dem „Bereler Krug“ zur Verantwortung durch den Burgdorfer Pastor gezogen. Es lagen auch weitere Beschwerden gegen ihn vor wie: .. Er achtet schlecht auf Kinder, brächte ihnen nichts bei und hielte keine Aufsicht. Er sei froh, wen die Kinder nicht zum Unterricht erschienen und wenn sie kämen, behielte er sie nur eine halbe Stunde da. …

Quelle: LK Arch. BS. Nordassel 22 u. 25;  Geschichte des Dorfes Nordassel sowie der Kirche und des Schlosses Burgdorf Nordassel 1984, Kurt Hasselbring, Seite 116

1836 wurde der andere ½ große Zehnte, den die Meyers und Schapers zogen, mit 300 rt. abgelöst.
28.11.1836 Orkan über Söhlde. Der Kirchturm erhielt so große Schäden, dass der Baurevisor Hellner vom Konsistorium den sofortigen Abbruch des Turms empfahl. 1837 + 1838 wurde der Turm niedergelegt. Chronik Söhlde, Pastor Ernst Bartheau, 1930, Seite 113

1837 die alte Pfarrscheune fällt um und wird durch eine neue ersetzt.

1837 Karl Wilhelm Heinrich Feustel Tochter heiratet Karl Heinrich Meyer, der baut seinen neuen Ackerhof auf der Stelle des alten wüsten Halbspänner Meyers Hof. Ass Nr. 32
1837 da fiel so viel Schnee, dass an den niedrigsten Stellen 2-3 Fuß lag, auch wo die Schanzen liegen von 6 Fuß bis 10, 12,14 Fuß liegen.        
Aus Chronik Nettlingen aufgezeichnet von Johann Just Greve Haus Nr. 94. von Dr. Fr. Spanuth Seite 31.

05.06.1841 starb Johann Christian Schapers Tochter Dorothea Henriette im Alter von 5 Jahren. Das kam so:

Am 4.6.1841 ging Schaper mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern nach der Sange, um Schafe zu baden. Die Kinder – außer seinen Eigenen waren viele Andere auch noch da - freuten sich über das nicht alltägliche Ereignis und dass sie dabei sein durften. Die Alten machten Feuer an, um das Bier zu erhitzen für das Baden, außerdem wehte ein kühler, starker Wind. Schapers Frau ging nach dem Dorfe, sie wollte noch etwas holen. Die kleine Dorothea nahm ihre kleine 2 Jahre alte Schwester bei der Hand und setzte sich mit ihr und anderen Kindern ans Feuer. Schaper hatte bei seiner Arbeit immer seine Kinder im Auge, er ermahnte sie, nicht zu dicht an das Feuer zu gehen, denn es war ja sehr kühl, und sie versuchten immer näher heran­zurücken. Dorothea stand plötzlich auf, nahm ihre kleine Schwester bei der Hand und wollte sehen, ob ihre Mutter noch nicht zurückkäme; dabei kam sie in den Windzug und Funkenflug vom Feuer und - o weh! - Die Funken waren in ihren Rock geflogen, er fing unten an zu brennen. Sie schrie, ließ die Kleine los und rannte davon. Durch den Luftzug stand ihre ganze Kleidung in hellen Flammen. Im nächsten Augenblick hatte der Vater sie eingeholt, und es gelang ihm, das Feuer zu löschen. Aber die ganze Kleidung, einschließlich Schuhe und Strümpfe, Haut und Haare war verbrannt. Für die Eltern war es so grausig, dass die Mutter schrie, ihr fast verbranntes Kind auf den Arm nahm und nach dem Dorfe rannte, um einen Arzt zu holen. Der kam auch und bemühte sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, die kleine Dorothea zu retten. Aber alle angewandten Mittel versagten. Die kleine Dorothea war anfangs ohne Besinnung, wachte bald auf, sprach wieder und freute sich auf das Schafebaden, leider nur kurze Zeit, dann merkte sie, dass es mit ihr zu Ende ging und sagte: "Vater, ich muss sterben!" Sie sah die Anwesenden mit traurigen Blicken an und schlief sanft ein. Quelle: Schäfer Johann Christian Schaper

1842 war ein heißer, dürrer Sommer, die Ernte fiel schlecht aus; es gab kein Futter, die Wolle kostete 44 Reichstaler, die Schafe 2 und Lämmer 1 Taler, ein Schock Stroh kostete 5 Taler.

1842 Der kleine Bereler Zehnte, welcher an das Michaeliskloster in Hildesheim entrichtet wurde und in dem ganzen Fruchtzehnten bestand, wurde  mit einem Kostenaufwande von 10.322 rt zahlbar an die Hauptklosterkasse in Hannover abgelöst.

1843 war wieder ein nasses Jahr, es regnete alle Tage. Das Leinland im Osterfelde und im Lahfelde musste liegen bleiben, da es nicht besät werden konnte. Ein Hungerjahr.

1844 gedieh alles. Der Winter war wechselhaft, mal strenge Kälte, mal gelinde. Es schneite bereits im November und die Schafe mussten früh auf das Futter.

1845 Am 12. April konnten die Schafe schon wieder nach draußen. Die Ernte in diesem Jahr war gut. Der Roggen kostete zwischen Michaelis und Martini 1 Reichstaler 4 Groschen, der Weizen 1 Reichstaler 12 Groschen, die Gerste 1 Reichstaler, der Hafer 14 Groschen und die Erbsen 1 Reichstaler 4-6 Groschen. Im Herbst erkrankten die Kartoffeln, zuerst wurden sie vor der Zeit trocken, in der Erde sahen sie schwarzfleckig und bunt aus. Im Keller stanken sie nach kurzer Zeit und konnten nicht verfüttert werden, die Schweine wurden danach krank. Der gute und trockene Herbst begünstigte die Mäuseplage.

Aus Nettlingen wird von der ersten Kartoffelkrankheit berichtet. Das Kraut an Stängel und Blättern wird von braunen Rostflecken befallen, die Frucht hat ebensolche Flecken und verbreitet wenn sie gekocht wird einen hässlichen Geruch. 1846 tritt die Krankheit wieder auf und ist in Europa sehr verbreitet. Chronik Nettlingen berichtet Superintendent Rittmeier, Dr. Fr. Spanuth, Seite 31

 

13.1            1840 – 1870 Die Auswanderung

1840 – 1870 Auf Grund der hohen Geburtenrate verschlechtern sich die Lebensbedingungen, jeder fünfte Bereler wandert aus. Zum Teil verlassen auch Hofbesitzer ihren Hof und verkaufen an die Nachbarn. So finden zahlreiche Grundstücksänderungen in diesen Jahren statt. Siehe Karte 1860. Siehe Chronik Auswanderer. Sehr viele von den Auswanderern treffen sich in Cape Girardeau im Staat Missouri wieder. Vasterling, Bock, Himstedt, Voges, ...

13.05.1846 musste Schaper seine Schafe in die Hürde bringen, im Stalle hatte er kein Futter mehr; auch draußen gab es sehr wenig, es war trocken und kalt, und die Vegetation setzte nur zögernd ein. Überhaupt schien das ganze Jahr trocken und kalt zu bleiben. Auf Jakobi mähte man schon Roggen.

1847 Hungersnot Stehlen und Plündern war an der Tagesordnung. Lebensmittel wurden an die Armen verteilt. Die Sammlungen dazu fanden in den Dörfern statt. Das Branntweinbrennen musste eingestellt werden. Die Preise für Lebensmittel stiegen tagtäglich. Auch das Vieh litt großen Hunger und ein Stück nach den anderen verendete. Die Hungernden aßen sogar alte Pferde, die den Abdeckern zustanden. Die nächste Ernte wurde wieder gut. Es kam eine große Dürre der Trinkwasservorrat schrumpfte zusammen. Mensch und Tier dursteten. Februar und März des nächsten Jahres waren so warm, wie es noch keiner erlebt hatte, im April schlug das Wetter um, Kälte und Sturm folgten. Das Korn musste man sich, wie man sagt, „herein stehlen“. >> Die Auswanderungsbereitschaft wurde stark erhöht.

1847 – 1854 Es fehlten der Kirche inzwischen 3,5 Morgen Land, und die fehlen auch noch heute. Die Suche nach dem Land schlug fehl.

1848 waren überall große Unruhen, die Menschen trauten sich nicht mehr gegenseitig, so sie sich begegneten, schlugen sie aufeinander ein. An vielen Orten gab es Spektakel, Krieg und Brand. Das Korn war im Herbst sehr billig, der Roggen kostete 20-21 Groschen, die Gerste 18 Groschen, der Hafer 8-9 Groschen.

1849 Der Januar war kalt, der Februar mild, die Unruhen im Lande hielten an, ja, sie wurden noch stärker, der Rest des Frühjahres war nass, der Sommer dagegen trocken, es gab eine gute Ernte. Den ganzen Sommer durch herrschten Krieg und Unruhen, im Herbst wurde dann endlich der Waffenstillstand geschlossen. Der Winter stellte sich früh ein und war auch sehr streng.

1850 Am 26. Februar hat Schaper seine Schafe wieder vor Söhlde gehütet, in diesem relativ schlechten Frühling. Nach Siebenschläfer fing es an zu regnen und zwar sehr viel und fast alle Tage. In diesem Sommer starben viele Menschen an der Cholera, und Unruhen und Kriege wollten kein Ende nehmen.

Hier enden die Tagebuchaufzeichnungen von Johann Christian Schaper aus Berel.
*18.09.1810 Berel –  ...1850 Berel     Vater: Heinrich Schaper Mutter: * 62 Jahre +13.07.1831        oo 16.11.1832 Sophie geb. Kaune aus Klein Himstedt  
                Original ist im Besitz von Familie Heinrich Löhr Berel.
20.11.1850 Die (Feuerwehr)- Spritze muss sofort gereinigt und geschmiert werden. Quelle ... in einer (nicht näher genannten) Niederschrift .
12.07.1855 Die Renovierung der Kirche zerstörte innen fast alle Einrichtungen, die Jahrhunderte alt waren; Malereien, Innenbankreihen, Beichtstuhl beim Südeingang und Herrensitz.
1855 Die beiden Messingleuchter wurden von Pastor Giltner bei Renovierung angeschafft.
1855 Cholera in Wolfenbüttel. Es sterben ca.500 Personen daran. Quelle: Hans Schaper, Apelnstedt.
1857 wurde die gesprungene Glocke von 1638 von Zach und C. Wicke in Braunschweig wieder umgegossen.
1858 wird das Pfarrwitwenhaus mit Genehmigung des herzoglichen Konsistori verkauft. Neben dem Pfarrwitwenhaus lag ein so genannter Hullerteich, den Pastor Polyng angelegt hatte.
1858 Der Wagen – und Gerätebau Hagemann wird gegründet. Das Firmenschild von Ferdinand Hagemann hängt 2008 noch bei Dieter Alpers im Schauer.

13.2    1860 Die neue Landesvermessung

Diese Karte von 1860 wurde aus mehreren Kartenteilen des Rezesses von 1860 zu einer Karte zusammen gefügt und mit Ass Nr. und Besitzernamen versehen.
 

1860 findet in Berel die neue Landvermessung ihren Abschluss. Rezess. Das Land wird gegenüber 1753 völlig neu aufgeteilt. Die „Drei Felderwirtschaft“ endete. Alte Flur-Namen werden auf die Karten übertragen, auch das Dorf wird nach allen Seiten erweitert.

 

1860 Außer der West-Ost Verbindung der Mindener Poststraße führte durch unser Gebiet eine Straßenzug von Süden nach Norden, der in früheren Zeiten von einiger Bedeutung gewesen ist. Nach A. Herbst verlief diese „Nürnberger Straße“ von Seesen- Bockenem her im Tal der Nette über Luttrum überquerte den Ohrberg im Kleinen Vorholze, führte dann laut Erbregister von 1566 als „Steinwech“ durch den westlichen Teil der Nordasseler Feldmark und setzte sich nach der Kreuzung mit der Mindener Poststraße als Grenzweg in dem Himstedter Holzweg, dem heutigen großen Holzweg, nach Norden fort. Da die Wege sich kreuzten, als „Creutzweg“ bezeichnet, „Pfahlweg“ mit Bezug auf den früher an der Kreuzung stehenden „Handweiser“. Auf zwei Grenzkarten des 2. Jahrzehnts im 19. Jahrhundert trägt dieser Verbindungsweg den Namen „Wette Weg“. Quelle: Nds. St. Arch. Han. 21 i/12 pg u. 2 1i/15 pm.  Als Wedde Weg erscheint er schon 1646 in einer Zeugenaussage in einer Grenzbeschreibung des Amtes Wohldenberg und als „Wedde weg beym Lause Busche“ in einer Akte über Grenzstreitigkeiten zwischen dem Amt Lichtenberg den hildesheimischen Ämtern. Quelle: Bev. Hs 158. S. 688, 693; St. Arch. WF 26 Alt 1762/63    Nach H. Maßberg gab es auch in der Feldmark der Wüstung Nienstedt bei Lesse einen „Weddeweg“, der nach Westen bis an die Söhlder Grenze führte. Bei Wedde hält Maßberg für Verbindungswege zur alten Dingstätte im Bereler Ries. (Quelle: Maßberg VII S. 63 357) diese Ansicht dürfte zutreffend sein; denn nach Johann Heinrich Zedler´s Lexicon von 1747 war ein „Weddeding“ soviel wie ein Strafgericht und „Weddeherren“ soviel wie Richter. B. Engelke erwähnt ein Gogericht in Bissendorf – Mellendorf, das als „up dem wede“ bezeichnet wurde. Quelle: Engelke I S. 18 Siehe auch Karte von Maßberg auf Seite 38.

 

1861 hatte man bei einer gründlichen Reparatur des Turmdaches die Gelegenheit nach zu schauen welche Dokumente sich im Kugelkopf befanden, aber man hatte kein Interesse daran.

1866 wurde der vordere Teil des jetzigen Dorfgemeinschaftshauses gebaut. Dies Geld musste sich die Gemeinde leihen.

1872 wurde die Kirchenorgel angeschafft, sie ist Eigentum der Gemeinde und wird auch von dieser instand gehalten. Sie ist aus der Summe mehrerer Jagdgeldjahre angespart worden.

...... Die Turmuhr ist ebenfalls Eigentum der Gemeinde.

01.12.1872 Gründung des Kreisverbandes der Landwehr „Amt Salder“ darunter waren auch Mit­glieder aus Berel, Alfred Niehoff fand ein Mitgliedsbuch, dessen Mitgliedschaft 1874 begann. Dieses Mitgliedsbuch ging dann bei Wilhelm Peters verloren. Wilhelm Peters gab dies als neues Gründungsjahr aus. Der damalige Schriftführer im Kreisverband Norbert Paschwitz machte mich auf diesen Fehler 1999 aufmerksam. Das Stammbuch des Kyffhäuser Landesverbandes Südhannover Braunschweig belegt auch klar, dass 1909 das Gründungsjahr der Landwehr Kameradschaft Berel ist.

02.04.1874 Die Feuerordnung von 1832 wurde durch das "Gesetz das Feuerhülfswesen btr. vom 2.4.1874 abgelöst. Dabei hatte der Gesetzgeber sich vor allem das Ziel gesetzt, durch eine straffe Organisation der zur Brandbekämpfung zur Verfügung stehenden Kräfte eine wirksame Bekämpfung des Feuers zu ermöglichen. In allen Gemeinden mussten Pflichtfeuerwehren gebildet werden, wenn sich nicht genügend Männer zur Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr fanden. Die Wehren bestanden aus der "einhergeritten Mannschaft", der die Bedien­ung der Spritze, das Löschen und Retten oblag, und den "Ordnungsmannschaften", die für das Fernhalten Unbefugter von der Brandstelle, für die Wasserzuführung und für die Unterstützung der Bedienungsmannschaft der Spritze zu sorgen hatten. Zur Feuerbekämpfung hatten sich alle männlichen Einwohner im Alter von 15-55 Jahren zu stellen, zur "einhergeritten Wehr" 6-8 % der männlichen Bevölkerung des Dorfes. Überall dort, wo sich die angeordnete Mindestzahl zum Dienst in der letzten Jahren bereit erklärten, wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Diese konnte sich eigene Statuten und ein Dienstreglement geben und den Hauptmann, den Spritzen­meister, den Rohr- und den Zugführer selbst wählen. Vorschrift war, dass jährlich 6 Übungen abzuhalten waren. Als Uniform trugen die Mannschaften dunkelgraue Röcke mit rotem Stehkragen und einem 13 cm breiten Gürtel. Der heutige blaue Uniformrock, der nach dem Preußischen Feuerhilfsgesetz v. 15.12.1933 bereits damals schon zur Uniformierung der preußischen Feuerwehrleute gehörte, ist nach den Gemeindeprotokollen erst im Jahre (1938? in Burgdorf) .... eingeführt worden. Auf Anordnung der damaligen Reichsregierung musste auch im Braunschweigschen Lande die alte graue Uniform nach 1936 mit der blauen mit polizeilichen Dienstgradabzeichen vertauscht werden. Als Kopfbedeckung trugen die Feuerwehrleute 1874 einen lackierten Helm von Blech oder Leder, die Steiger einen Messinghelm. Außerdem waren die Mannschaftsführer durch besondere Abzeichen an der Uniform kenntlich gemacht. Zu ihrer Ausrüstung gehörten eine Axt, eine Leine und eine kleine Laterne. Die Ordnungsmannschaften waren nicht uniformiert, sie trugen nur eine Armbinde. Als Ausrüstung, welche die Gemeinde, wie auch die Uniformen, zu beschaffen hatte, war eine vierrädrige Kastenspritze (Handdruckspritze) für 20 Mann Bedienung, mit 400 L/min. Leist­ung. 90 m Druckschlauch, zwei Hakenleitern, 4 Hanfeimer und 2 große Äxte vorgeschrieben. Die Spritze sollte 220 l in einer Minute 32 m weit spritzen können.

 

13.3. Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Berel

29.08.1874 Der damalige Ortsvorsteher Schaper rief die Gemeinde zur Gründungs­versammlung der Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Nach dem Protokoll waren 28 Mitglieder erschienen, sie alle leisteten ihre Unterschrift zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Fritz Ruthmann trat nach der ca. 1899 aufgeschriebenen Stammrolle als Erster am 01.09.1874 ein. 

Bei den 25 Jahrfeiern waren von den 28 Gründern schon 16 verstorben, weitere 12 hatten ihren Dienst quittiert. Die Namen sind verloren gegangen. Lediglich 4 Jubilare nahmen an dem Jubiläum teil. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern des Korps ernannt: „Der ehemalige Zugführer Sonnemann und der Obersteiger Bosse, sowie die Jubilare der Spritzenmeister Christian Bührich und der Steiger Fritz Ruthmann, der im Jahre 1936 verstorben ist.

Foto rechts:   Fritz Ruthmann, Mitbegründer

der Freiwilligen Feuerwehr Berel.
(Vor der FFW Berel gab es in Berel ab 1810 ein Spritzenhaus, das Löschwesen war nur noch nicht so straff organisiert).
Siehe Chronik der 120 Jahre FFW Berel, 1994, Eike Bock

Siehe Chronik der 130 Jahre FFW Berel, 2004, Eike Bock

 

17.02.1875 Statuten der Feuerwehr

1881 war die Eisenstange vom Sturm gebrochen. Es war wieder eine gründliche Reparatur des nötig. Auch zu diesem Zeitpunkt hatte man die Gelegenheit zu sichten, welche Dokumente sich im Kugelkopf befanden; aber man hatte kein Interesse daran.

1882 wurde ein Pfarrhausneubau südlich davon erbaut. Die Balken des alten Pfarrhauses kaufte Ahrenhold und baute davon sein Haus am Ostrand des Dorfes auf.

 

1883 Das älteste Schulbild aus Berel. Der Lehrer Christian Froböse (* ca. 1859) begann 1883 seine Dienstzeit in Berel lehrte bis 1924 und starb 1929, viele Geschichten über ihn wurden von alten Leuten erzählt und einige davon aufgeschrieben

 

Namen von hinten links nach rechts:
1…. 2. Heinrich Haars? *17.01.1871 3. Lehrer Christian Froböse, 4. William Hagemann, 5. …
1… 2…3….4….5….6…
1… 2…3….4….5….6…7….8….
1… 2…3….4….5….6…7….8…Hermann Bock sen. * 1876, 9…...
1…Robert Kleve * 16.02.1877,  2…Hermann Schmidt * 11.5.1877, 3….4….5…Christian ? Kempe?.6…7….8…. Auf dem Bild sind die Jahrgänge 1871 – 1877 fotografiert.

13.4   1884 Gründung des Männergesangverein Berel

1884 wird der Männergesangverein "Berel" gegründet. Der Verein bestand bis nach dem 2. Weltkrieg. Einige Bereler wollten mit Flüchtlingen nicht zusammen singen.

 

13.5 1884 Gründung der Zuckerfabrik Burgdorf

1884 wurde die Zuckerfabrik Burgdorf gegründet. 300 Aktien zu je 250 Thalern ergaben das Grund­kapital, das 71 Aktionären gehörte. Die widrigen Wetterverhältnisse führten dazu, dass die erste Kampagne bis April dauerte.

 

13.6 1886 Gründung der Schweinekasse

1886 wird die Schweinekasse in Berel gegründet. Im Jahre 2004 kommt durch den Zeitungsartikel von Josef Jassan auch der NDR III nach Berel. Der Sender dreht und zeigt einen Beitrag davon.
 

1886 Aufstellung der ungetheilten 11 Genossenschaftsforste im Forstamt Lichtenberg und ihre Größe. Hier wird Berel mit 91 ha angegeben. Quelle: Aus der Geschichte der Waldungen im Salzgittergebiet. Salzgitter 1996, Nora Neese Seite 12

 

13.7 1886 Bau des vorderen Schulhauses

1886 wurde das vordere Schulhaus gebaut. Das Geld dazu wurde von der Gemeinde auf Abtrag und Zinsen angeliehen. Quelle: Heimatbuch WF Seite 138 von Ewald Bock.

 

1886-1893 Der kleine Kronleuchter wurde von Pastor Dr. Arnold Köster angeschafft. Pastor Hansmann lies ihn wieder (1965 – 1968) entfernen. Der Kronleuchter sah nicht mehr so schön aus. So hoch oben konnte er nicht so leicht geputzt werden.

1887 Die angebaute Sakristei wird nochmals erneuert. 

18?? Die Witwe Bührig spendete die Altarkleidung aus schwarzem Tuch mit Silberborten, weil sie siebenmal Mutter gewesen ist.

 

Vor 1888 wurde mit Vorderladern geschossen. Mal schossen sie zu weit, oder zu kurz wenn zu wenig Pulver genommen wurde. Mit den 88 er Gewehren schoss die Landwehr. Zum Gewehr (18)88 zum (18)98er und zum (19)08 er wurde der Lauf immer kürzer. Das 98 er Gewehr wurde in beiden Weltkriegen eingesetzt.

1888 Deutschsprachige geisteswissenschaftliche Dissertation  { VIII, 46 S. – 8°} Heinrich B ÜRIG [ Berel ], Die Sage vom König Rother , phil .Diss. Göttingen 1888-89 , Nr. 65 — Einbeck ... Quelle: http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/zfhm/diss/1888_89.html

 

1888 Das drei Kaiserjahr und drei Weltanschauungen. Wilhelm der Erste starb. (Das Lied: „Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben“ meinte ihn). Friedrich III galt als Intellektueller, als er starb waren bürgerliche Freiheiten ebenfalls mit begraben worden. Wilhelm der Zweite liebte martialische Pose mit ihm endete 1918 die Monarchie. Ihm fehlte der Weitblick.

 

1889 wird von den Jungfrauen ein Fahnenanhänger dem Männergesangverein Berel übergeben. - ohne Datum     - 5 Jährige Jubiläum. -

......1889 Feuerspritze 1400 Mark. (Handschriftliche Notiz).

1890 Deutschsprachige Dissertation von Wilhelm Christian Hermann S CHAPER [ Berel , Braunschweig ], Zur Laut- und Flexionslehre des Speculum ecclesiae , phil .Diss. Halle a.S. 1890 ... http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/zfhm/diss/1890_91.html

 

13.8   1890 Gründung der Genossenschaftsmolkerei

1890 wurde die Genossenschaftsmolkerei gegründet. (2008 Hermann Hoffmeister).

Älteste Postkarte von Berel 1898

 

13.9         1894  Gründung des Jungfrauenvereines (Gustav Adolf Verein)

1894 wurde vom Jungfrauenverein eine leinene Altardecke gespendet.

1894 wurde vom Gustav-Adolf-Frauenverein eine weitere Altardecke gespendet.

Evangelische junge Frauen wurden von der Frau des Pastoren Hoffmeister an der Nähmaschine ausgebildet.

 

Die Preussische Landesaufnahme 1896

 

13.10          1896 Gründung des Posaunenchors

1896 – 1914 Zur Beseitigung der früheren Einsamkeit auf dem Lande hat der hiesige Pastor Hoffmeister beschlossen einen Posaunenchor, der zuerst nur Gesänge und Kirchenlieder blasen sollte, zu gründen. Die Mittel zu den fünf Instrumenten, ein Flügelhorn, zwei Althörner, ein Tenorhorn und eine Tuba, wurden teils durch Sammlungen in der Gemeinde – (einen größeren Betrag schenkte Landwirt Bolm) - teils durch Zuschüsse des evangelischen Vereins für innere Mission in Braunschweig herbeigeschafft. Die Leitung hatten abwechselnd der Pastor und Kantor Froböse. Die ersten Bläser waren neben Pastor Hoffmeister, Robert Cleve, Heinrich Vasterling Unter dem Dorfe Nr. 1., Fritz Ölker und Heinrich Kreipke. 1914 begann der erste Weltkrieg und das Blasen hörte auf. Die Instrumente verwahrte man auf dem Kirchenboden

188? Schützenkönig Wilhelm Hagemann 52 auf Foto 1906 verwittert zu sehen

188? Schützenkönig Ferdinand Hagemann – alte verwitterte Scheibe -

1898 Albert Bührig gehörte dem Schützenbund in Lesse an und hatte vier Scheiben aus dieser Zeit. 1990 hingen die Scheiben noch.

189? Bei Herbert Burgdorf 1939 nur noch Holz zu sehen. Damals Familie Meyer.

1899 feiert die Feuerwehr ihr 25 jähriges Jubiläum.

 

Auf der Postkarte von ca. 1900 ist auf dem rechten Foto Dorfstraße links noch der Pferdeteich zu sehen, rechts stand bis ca. 1960 Sievers Scheune.

 

1900 Der dritte Friedhof wurde nördlich der Himstedter Straße angelegt. Damals bis vor die heutige Friedhofskapelle. Das Land stellte die Gemeinde Berel zur Verfügung. Bis heute ist die Gemeinde als Besitzer eingetragen.

1900 von den 28 Gründungsmitgliedern der Feuerwehr sind 16 bereits verstorben, 14 haben ihren Dienst quittiert. 4 Jubilare nahmen teil, sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: ehemalige Zugführer Sonnemann, der Obersteiger Bosse, Spritzenmeister Christian Bührig und der Steiger Fritz Ruthmann, der 1936 verstarb.

190? Schützenkönig bei Kurt Bührig           1933 nur noch schwache Farbreste

190? Schützenkönig bei Herbert Burgdorf 1939 nur noch geringe Farbreste (Familie Meyer)

17.07.1904 wird vom Braunschweiger Gesangverein "Einstand" ein Fahnenanhänger zum "20 jährigen Stiftungsfest" übergeben. Quelle: Fahnenanhänger mit Aufschrift

1906 hat es sehr viel geregnet: 807 Liter.

 

13.11     1906 Bau des zweiten Spritzenhauses.

 

1906 Der Pferdeteich wird zugeschüttet und daneben ein neues Spritzenhaus gebaut. Das alte Haus wurde abgerissen und stand auf dem Dreieck unter den Linden. Kreismaurermeister Möhle aus Lesse baute das neue Spritzenhaus für 6.851,65 RM. Die Gemeinde musste 2000 RM Darlehen dazu aufnehmen.

 

12.05.1906 Errichtung eines Elektrizitätswerkes in Söhlde. Quelle 850 Jahre Söhlde, 2001, Seite 159

Um 1965: Durch die immer größeren Anforderungen der Kreidewerke entstanden Strom­spitzen, die vom Kraftwerk Söhlde allein nicht zu erfüllen waren. Die Spannung im Ortsnetz ging oft auf unter 180 Volt zurück. Das Ortsnetz in Söhlde wurde am 08.04.1973 an die Hastra verkauft. Quelle: 850 Jahre Söhlde, 2001, Seite 190

1906 Schäfer Lotze heute Elisabeth Böttger Blitzeinschlag links von der Haustür, ein Zimmer wurde zerstört.

1906 ließ man auch die Schulwiese drainieren.

 

13.12      1907  Bau der Dorfkanalisation (Regenwasser)

15.05.1907 beschloss der Gemeinderat den Bau der Dorfkanalisation.

1907 zahlte die Forstgenossenschaft Berel 110 RM Eichengeld pro Anteil.

1907 Hier einige Punkte aus der Gemeindekassenabrechnung

 

 

Kassenart

Einnahmen
Betrag in RM

 

Ausgaben
Betrag in RM

Überschuss
in RM

I.

Gemeindekasse

20.504,45

 

20.777,15

272,72

II.

Wegebaukasse

  4.103,29

 

  3.262,30

840,99

III.

Schulkasse

  2.746,75

 

   2.746,75

0,00

IV.

Armenkasse

  1.075,48

 

   1.075,48

0,00

V.

Perochialkasse (Kirchenkasse)

   291,39

 

141,76

149,63

 

Vor 1908 gab es einen Blitzeinschlag bei Otto Uthe. Der entstandene Brand wurde mit Eimern selbst gelöscht. Einige verbrannte Sparren mussten ausgetauscht werden.

 

13.13    1908 Elektrischer Strom aus Söhlde

19.05.1908 Das Elektrizitätswerk nimmt die Stromleitung von Söhlde nach Berel in Betrieb. Quelle 850 Jahre Söhlde, 2001, Seite 159

05.10.1908 begann der Bau der Dorfkanalisation unter der Führung des Wegebauverwalters Klenke aus Lesse. Das Elektrizitätswerk Söhlde bot der Gemeinde eine Straßenbeleuchtung an, der Gemeinderat lehnte ab.

04.01.1909 JHV FFW Berel 27 von 30 Mitgliedern waren anwesend, es fehlten H. Vasterling, H. Bock und Werner Oelker. Wahl: vom 01.01.1909 bis zum 31.12.1910

      Zugführer                                      der Bisherige: Heinrich Löhr

      1. Spritzenmeister                          der Bisherige: H. Wilke

      2. Spritzenmeister                          der Bisherige: H. Schaper

      3. Spritzenmeister                          der Bisherige: Wilhelm Hagemann

      Schriftführer und Kassierer            der Bisherige: Wilhelm Bock

Ehrengericht die Bisherigen: Fr. Ruthmann, Fr. Oelker, C. Bartels,

 

13.14    1909 Gründung der Landwehrkameradschaft Berel

Fotoausschnitt aus dem Stammbuch des Kyffhäuserbund Landesverbandes Südhannover – Braunschweig Lfd Nr. 302 Berel. und die Mitglieds-Spange. Spange von Heinrich Worpus

 

14.01.1909 Gründung der Landwehr Verein Berel.

07.05.1909 wurde der Landwehr Verein Berel im Kyffhäuserbund gemeldet.
23 Mitglieder wurden gemeldet, die 4,60 Reichsmark Eintrittsgeld und 6,90 RM Jahresbeitrag zahlten. Die Landwehr durfte einen Delegierten stellen.

05.06.1909 wurde der Witwenteich auf Beschluss des Gemeinderates ausgeröhrt und zuge­schüttet. Das dabei freiwerdende Gelände kauften Herr Engler und William Hagemann für den Preis von 20 RM je Quadrat- Rute. Im Vergleich zu den heutigen Preisen sei hier festgehalten, dass man im Gemeinderat beschloss, der Hebamme Kempe, ab dem 01. Juli 1909 einen Zu­schuss von 20 RM im Jahr zu zahlen.

 

191? Schützenkönig bei Henning Burgdorf, damals Familie Meier.

1910 die Landwehrkameradschaft Berel hat 24 Mitglieder.

20.05.1910 beschloss der Gemeinderat den Bau der Kanalisation in der Schaperstraße und im Schlage. Mit der Arbeit wurde Christian Ahrenhold beauftragt.

Um 1910 der Hullerteich bekam auch den Namen Feuerteich, weil er an die Schmiede grenzte. Er wurde zugeworfen. Der Feuerteich ist den älteren Dorfbewohnern noch bekannt als Tummelplatz, der im Winter gern mit Schlitten und Schlittschuhen aufgesucht wurde.

1910 Bäckermeister Thiede geht. Bäckermeister Bruns kommt.

1910 beschloss der Gemeinderat folgende Verordnung:

Die Grenzfurchen sind nicht tiefer als 25 cm zu pflügen, die zuerst gezogene Furche darf nur 10 cm tief sein.

 

1910 entstand bei Niehoff die erste öffentliche Fernsprechstelle.

1910 wurden 10.000 RM für die Dorfkanalisation aufgenommen und der Weiterbau konnte fortgesetzt werden.

1911 Die Landwehrkameradschaft Berel hat 27 Mitglieder 160 RM Barvermögen, 50 RM Inventar. Vorsitzender Carl Burgdorf, Schriftführer Heinrich Iser, Kassenführer H. Brunke.

1911 beantragte die Gemeinde die Genehmigung zum Bau eines Schießstandes im Gemeindesteinbruch. Der Landwehrverein wurde Bauherr und Besitzer dieser Einrichtung.

1911 der Gemeinderat bemühte sich, die engen Dorfstraßen zu erweitern. Zu diesem Zweck verkauften für die Südstraße zum Preis von 50 RM pro Quadrat – Ruthe Hermann Bock (sen) 2,475 Quadrat- Ruthen, Gustav Johns 0,90 Quadrat- Ruthen, die Witwe Kempe 0,537 Quadrat- Ruthen und die Witwe Eschemann.

1911 war ein Glutjahr (warmes Jahr). Die Hitze im Juli, August und Anfang September stieg auf 40 Grad in der Sonne, ohne durch Regen oder Gewitter unterbrochen zu werden. Im ganzen Jahr regnete es nur wenige Mal und in ganz geringer Menge. Im gesamten Jahr regnete es nur 352,7 Liter. Der Erdboden war vollständig ausgetrocknet, Blumen und Sträucher verdorrten, die 2. Heuernte fiel ganz aus. Das Korn kam schnell zur Reife, aber fast alles auf einmal, so dass die Arbeit zur Qual wurde. Chronik Nettlingen notiert von Super­intendent Busse 1912 von Dr. Fr. Spanuth 1967 in Not- und Kriegszeiten, Seite 32.

1911 Die nach Untersuchungen von Experten vorwiegend aus dem Bereler Ries gespeiste Söhlder Quelle spendete zu allen Jahreszeiten reichlich Wasser. So entschloss sich die Ver­waltung der Zuckerfabrik Groß Lafferde, im Dürrejahr 1911 hatte es 352,7 Liter geregnet, einen Brunnen im Quellgebiet zu bauen. Im Notfall sollte das befürchtete Niedrigwasser der Fuhse durch die ergiebige Quelle des Westerbaches ausgeglichen werden. (Der heutige Bereich der Badeanstalt Söhlde) Quelle: 850 Jahre Söhlde Seite 127

1912 war dagegen ein Flutjahr. Zwar fing das Jahr günstig an, im Januar war viel Schnee, im Frühjahr viel Regen gefallen, sodass das Erdreich gut durchfeuchtet war. Am 12.05. gab es einen heftigen Gewittersturm mit Wolkenbruch. Der Roggen war aber noch nicht überall ein­ge­bracht, als eine Regenzeit hereinbrach, wie wir sie seit 1896 nicht erlebt haben.“ Chronik Nettlingen notiert von Superintendent Busse 1912 von Dr. Fr. Spanuth 1967 in Not- und Kriegszeiten, Seite 32.

12.02.1913 beschloss der Gemeinderat den Weiterbau der Kanalisation von Hartmanns Haus in Richtung Wald und von der Schaperstraße bis zur Straße "Specken".

01.04.1913 Die Kaiserin Auguste Viktoria hatte die Idee eine Frauenhilfe zu gründen.

12 08.1913, 12 Uhr mittags, wurde eine neue Wetterfahne auf dem Turm angebracht. Sie wurde von Schlossermeister Blumenberg in Burgdorf angefertigt und vom Maler Großkopf in Burgdorf vergoldet. Das Dach des Turmes hat die Form der achtseitigen Zeltspitze. Quelle: Lehrprobe Hans Behrens, 1947

1913 Der damalige Landesherr Herzog Ernst August zu Braunschweig stiftete die noch heute erhaltene Fahne. Sie ist 2008 die älteste noch erhaltene Fahne im Kyffhäuser Kreisverband Wolfenbüttel Salzgitter.

Ca. 1914 kommentiert Pastor Hoffmeister den (Pastor Kühne 1727) Pastor Kühne versuchte den zwei Knechten klar zumachen, dass da nur von Dienstfreiheit die Rede sei und diese sei keine Frei­heit von der Kirche. „Kurz sie gehen ganz verwegen fort, ließen sich gleich durch die Fiedlers nach dem Bereler Ries spielen, hauten sich Riesbäume ab, was verboten war, und zogen unter Vespergeläut und Betglockenschlag unter Musik nach Behrend Meyers Haus (Sonnemanns Garten in der Waldstraße). Am Heiligen Abend vor Johannis fingen sie an zu saufen und zu tanzen bin in die Nacht hinein. Am Festtag nach dem Nachmittagsgottesdienst wurde wieder bis in die Nacht damit fortgefahren, und so noch etliche Tage“.

Das Edikt des hochfürstlichen Konsistoriums, dass an den Sonn- und Festtagen solche unheilige Moral nicht sollte verübt werden, stand für sie nicht geschrieben. …“.

Zusatz von Ewald Bock: Bei dem Sommerfest, das zur Zeit des Chronikschreibers gefeiert wurde, herrschte noch die Sitte, dass am Morgen des Festes eine Deputation der Knechte den Pastor um Erlaubnis zum Feiern des Festes bat. Am Nachmittag zogen die erwachsenen Jugendlichen im Zuge, voran die Musik und der Peiaß (Narr) mit der Pritsche durch das Dorf. Auf die angesehenen Bauern brachte man auf ihren Höfen ein Hoch aus, ebenso auf dem Pfarrhof dem Pastor, worauf dieser das Hoch erwiderte und mit dem Geldgeschenk dankte. Das Fest nahm dann im Bereler Ries seinen Fortgang.

Auf den Bild (Teil 1) sind oben die Gefallenen des 1. Weltkriegs und unterhalb des Namens die zurückgekehrten Kriegsteilnehmer 1914-18 abgebildet.   Übergeben von Albert Sievers von einem Vorstandsmitglied des Schützenbundes aus SZ_Lesse.

 

28.06.1914 An diesem Sonntag fand das letzte Schützenfest vor dem 1. Weltkrieg statt. Der Landwirt Heinrich Bolm verlas auf dem Zelt im Bereler Ries beim Schützenfest die Nachricht von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Ferdinand in Sarajewo. Quelle: Heinrich Löhr*1923; Berel

1914 Die Landwehrkameradschaft Berel hat 30 Mitglieder. Vorsitzender Carl Burgdorf, Schriftführer Heinrich Iser, Kassenführer H. Brunke 350 DM Barvermögen.

1914 sammelte der Gustav Adolf Frauenverein das Geld für einen neuen Altar mit Antependium, weißleinener Altardecke und Altarteppich.

1914 spendet Frau Ackermann Bolm die Kanzelkleidung mit grünen Fransen.

1914 spendet Frau Pastor Hoffmeister die silbernen Abendkerzen.

10.01.1914 Der Turnverein „Gut Heil“ hat 67 Mitglieder.

01.09.1914 Der Turnverein hat jetzt nur noch 45 Mitglieder, die Zahl sinkt im Dezember auf 39. Mitglieder.

Juni 1915 laut einer Verordnung der Herzoglichen Kreisdirektion müssen Ordnungs­mann­schaften gestellt werden, die als Ersatz für die eingezogenen Kameraden dienen sollen.

1916 Die Landwehrkameradschaft Berel hat 29 Mitglieder. 1 Offizier, 24 zur Fahne ein­gezogene Mitglieder beitragsfrei und 5 zahlende Mitglieder. Vorsitzender Heinrich Bock sen. (Ass. Nr. 59), Schriftführer Ch. Berking, Kassenführer H. Hartmann 320 DM Bar­ver­mögen. 70 RM Inventar. Jahresbeitrag zur Vereinskasse 3 RM. Von seiner Hoheit verliehene Krieger­vereinsfahne 100 RM wurden im Laufe des Krieges an Familienangehörige ausgezahlt. Seit 1914 sind 2 Mitglieder gefallen. 4 Mitglieder leben noch, die 1870/71 am Krieg teil­ge­nommen haben, sowie Heinrich Bock 59, der an einem anderen Krieg teilgenommen hat. 3 Träger des Eisernen Kreuzes.
1916 im Herbst, gab es kaum noch Kartoffeln und der folgende Winter wurde der "Steckrübenwinter". Der Winter wurde auch Kohlrübenwinter genannt.
Im August 1917 gab es nach der Senkung der Brotrationen in Braunschweig Streiks.

1917 Die Landwehrkameradschaft Berel hat 26 Mitglieder. Vorsitzender Otto Uthe, Schriftführer Heinrich Bock 59, Kassenführer Chr. Bührig, 23 Mitglieder waren zum Militär eingezogen.

1917 Fritz Peters Dach brannte. (Sohn Wilhelm Peters)

 

Auf den Bild (Teil 2) sind die zurückgekehrten Kriegsteilnehmer 1914-18 abgebildet.   Übergeben von Albert Sievers.

 

1918 Die Landwehrkameradschaft Berel hat 29 Mitglieder. 1 Offizier und 23 zur Fahne eingezogene Mitglieder, 5 Beitragzahlende Mitglieder. 8 x Eisernes Kreuz. 2 Mitglieder seit Beginn des Krieges gefallen. 280 RM Barvermögen. 70 RM Inventar.

1918 Das Lehramt unterstand bis 1918 der Aufsicht der Kirche.

1918 Albert Bürig brachte von der Weltausstellung in Paris ein Auto mit nach Berel.

1914 – 1918 17 Bereler fanden den Tod. Einige starben noch Jahre danach an den Kriegs-Folgen. Die Bereler, die vor Kriegsbeginn weggezogen waren werden nicht mitgezählt. Siehe Geschichten aus Berel Seite 88 - 91.
08.11.1918 Arbeiter stürzen den Herzog Ernst August in Braunschweig. „Ich, Ernst August, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, erkläre: dass ich für mich und meine Nachkommen auf den Thron verzichte, und die Regierung in die Hände des Arbeiter und Soldatenrates lege“.

 

14     Die Zeit von 1918 – 1933

1919 hat Berel etwa 410 Einwohner.

01.02.1919 21 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr waren anwesend.

Wahl: Als Zugführer wurde Carl Blume II mit 12 Stimmen gewählt.

      1. Spritzenmeister Wilhelm Hagemann 15 Stimmen

      2. Spritzenmeister Werner Oelker mit 10 Stimmen.

      3. Spritzenmeister Heinrich Bosse mit 10 Stimmen durch Los

      Schriftführer und Kassierer der Bisherige: Wilhelm Bock

Ehrengericht die Bisherigen: Fr. Ruthmann, Fr. Oelker, C. Bartels. Als Bote hat Hermann Geldmacher zum Preise von 1 Mark die Bestellung angenommen. H. Wilke wurde Ehrenmitglied.

Im Mai 1919 dem ersten Schützenfest nach dem Ersten Weltkrieg wurde Walter Bührichs Vater Willi als letzter Schützenkönig vor dem 1. Weltkrieg abgeholt. Wilhelm Bock, Lieselotte Dobbratz Vater, war Adjutant. Die Zelte lagen im Winkel zueinander. Das Tanzzelt war quer zum Wege, das Speisezelt längs zum Breiten Weg. Das Speisezelt hatte im ersten Jahr nach dem Ersten Weltkrieg keinen Dielenboden, es bestand aus eingerodeten Bäumen, die mit einer Plane überdeckt waren. Das Wetter war schlecht, und das Wasser lief in den Fahrspuren des breiten Weges unter dem Zelt durch, die Gäste standen vor der Theke im Matsch. Die Scheffer holten aus Braunschweig vom Kostümverleih Schachel die Uniformen für den Schützenoberst und den Adjutanten. Die Wege im Walde waren mit Kreidesteinen befestigt, diese wurden ab und zu kaputtgefahren.

1919 Schützenkönig Willi Bührich

17.07.1919 In Söhlde wird eine Einwohnerwehr aus 35 – 40 Personen gebildet. Quelle 850 Jahre Söhlde, 2001, Seite 162

(Nach?) 1919 ritt Heinrich Wolters als Oberst vor dem Zug. Adele Wolters war in diesem Jahr nur einmal in Berel. Quelle Adele Wolters

 

„Tante Himstedt“  in Bereler Tracht vor Cleves Haus. 2008 Familie Halbig.

 

27.12.1920 Der Turnverein „Gut Heil Berel“ hat 26 Mitglieder.

......1922 Berel gehört zum Feuerwehrbezirk 33 zusammen mit Lesse, Burgdorf und Nordassel. Heinrich Ehlers aus Lesse wird Bezirkshauptmann. Der Kreisbranddirektor heißt Schuch.

192? Schützenkönig Hermann Sievers senior.

08.05.1920 beschloss der Gemeinderat, eine Anleihe von 6.000 RM für den Wegebau aufzunehmen und die Gemeindeeinkommensteuer zu erheben.

28.08.1920 Einnahmen und Ausgaben der Gemeindekasse betrug 11.609,22 RM.

24.03.1921 Bauantrag von Karl Schaper Ass. Nr. 20 für das offene Schauer. Quelle Hans Schaper, Apelnstedt.

 

 

14.1 um 1921 Posthilfestelle wird eingerichtet

Hier die Postannahmestelle von Berel auf dem Grundstück 2008 Hartrampf damals war auch ein Gemischtwarenladen Niehoff vorhanden.  Original Doris Hartrampf

 

Um 1921 die erste Posthilfestelle in Berel wird bei Frau Niehoff eingerichtet. (Niehoffs Gretjen nannte man sie damals. Quelle Otto Uthe.)

21.02.1922 Laut Ratsbeschluss sollten 13 Morgen Ackerland südlich des Dorfes vom Hofe des Landwirts Heinrich Bolm von der Gemeinde gekauft werden. Der Preis für dieses Land betrug 20.000 RM.

25.06.1922 wurde ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges eingeweiht. Standort „Dreieck unter den Linden“. (2008 Thieplatz)

 

Links: Kolonialwarenladen Gustav Vasterling

 

Rechts die Kirche noch ohne die Linden. (wurden 1928 gepflanzt)

 

 

 

 

 

 

 

 

Original
Heiner Bünger

 

05.08.1922 Die Erben Bolm stellten den Antrag, von einem Kauf abzusehen. Ratsherr Bührig beantragte, das Land an kleine Leute zu verkaufen. Der Landkauf der Gemeinde fand nicht statt.

01.01.1924 Kantor Christian Froböse trat nach 31 jähriger Tätigkeit in den Ruhestand.

1924 In den Mühlenweg und den Dorfweg an Büttchers Garten fuhr man damals zum ersten Mal Schotter.

Um 1924 nach dem Streit Bäcker Bruns gegen Gemeinde Berel musste Bruns das Gemeinde­back­haus räumen. Er wurde in das sogenannte Armenhaus am Witwenteiche eingewiesen. Seit dieser Zeit hieß diese Gegend im Dorfe „Mohrenkopfsecke“.

07.04.1924 Um der vielen Diebstähle in der Feldmark Herr zu werden, wählte man einen Flurschutz.

 

01. +  02.Juni 1924 der Gesangverein Berel hat "40 jähriges Stiftungsfest". Vielleicht ist das Foto von 40. Jubiläum? Quelle: Fahnenanhänger von den Ehrenjungfrauen dieses Jahres.

 

1924 Die Feuerwehr feiert ihr 50 jähriges Stiftungsfest. Quelle: Chronik von Berel Ewald Bock

Januar 1925 in Wolfenbüttel fand die erste Zusammenkunft der NSDAP statt. Hier wurde festgestellt, dass die Dörfer Lesse, Burgdorf, Osterlinde, Lichtenberg und Berel die Stützpunkte der NS Bewegung waren. In Lichtenberg fand die erste Schulungswoche des Gau Südhannover Braunschweig statt, mit dem Ziel Diskussionsredner für Veranstaltungen mit SPD und KPD heranzubilden. SZ Bericht vom 29.01.2000. Hierzu: Schmalz, ..(Geschichte der NS-Bewegung im Lande BS)

 

14.2  1925 Gründung eines Bläserchors im Turnverein Berel e.V.

 

1925 bis 01.05.1939 gründeten Hermann Sievers, Hermann Pape, Hermann Hoffmeister, Heinrich Hoffmeister, Albert Ölker, Albert Brunke, Albert Wilke, Wilhelm Hagemann 52 und Wilhelm Hagemann 48 einen Bläserchor, der dem Turnverein Berel e. V. angeschlossen war, die Zahl der Instrumente musste erhöht werden. Hermann Sievers hatte seine eigene Trompete, für Albert Brunke wurde ein Tenorhorn gekauft, Hermann Pape blies ein Tenorhorn, Hermann Hoffmeister und Albert Ölker Althorn, Heinrich Hoffmeister Tuba, beide Hagemänner Flügelhörner, Wilhelm Bock *1910 hatte ebenfalls ein Instrument (welches aber nicht bekannt ist). Albert Wilke schlug die Pauke. Heinrich Vasterling Nr. 1 hatte eine Zugposaune, die später Karl Gebhardt kaufte. Im betrunkenen Zustand stürzte er mit dem Fahrrad und warf seine Posaune bei Steinbrück in die Fuhse.

Bei den Übungsabenden des Chores unter Leitung des Kapellmeisters Hermann Reinecke aus Nettlingen ging es trotz aller Strenge während des Übens recht lustig zu. Der Meister erzählte Witze.

Turnfest 1925 Original Bruno Hoffmeister.

 

25.08.1925 Zweitägiges Tanzvergnügen. 100 RM für eine Trommel des Bläserchors werden gespendet (der Bläserchor war dem Turnverein angeschlossen) …

26.08.1925 ein Mittwoch der Buchungstag im Kassenbuch vom Turnfest in Berel.

Eintritt auf dem Konzertplatz am          1. Tage            143 Mark.

Eintritt auf dem Zelt  am                       1. Tage            167 M

Eintritt auf dem Zelt am                        2. Tage              24 M

Tanzgeld am                                        1. Tage            330 M

Tanzgeld am                                        2. Tage              76,50 M

Gesammelt bei der Tafelmusik                                      15 M

Einnahme Turnfest 1925                                              755,50 M

 

Ausgaben gebucht am 21.11.1925

Musik Reinecke Nettlingen                                          300 M

Tanzzelt an Volling Lesse                                            150 M

Albert Peters für Essen und Trinken                             139 M

An Carl Burgdorf für Tanzsteuer (Gemeinde)              41,5 M

Miete für Stoppuhr                                                          7 M

An Robert Sievers für Verschiedenes                            81,8 M

An Karl Ahrens Hildesheimer Kreisblatt                        14,7 M

Ausgaben Turnfest 1925                                              734 M

 

25.03.1925 Zur würdigen Gestaltung des Ehrenmalplatzes gehörte die am 25.03.1925 vom Gemeinde­rat beschlossene Einfriedung. Den Sockel baute Maurermeister Behrens. Stell­macher­meister Hagemann, Willi Bührich und Tischlermeister Büttcher lieferten den Latten­zaun.

23.09.1925 Bäckermeister Herbst wurde Backhaus Pächter.

Um 1925 kaufte die Gemeinde das Grundstück des durch einen Unglücksfall in Lesse ver­storben­en Dachdeckermeisters Bock, genannt der Schewer-Bock. (Schiefer-Bock) Der Sohn Dr. phil. Richard Bock war Oberstudiendirektor in Braunschweig.

1926 baute man für Schulkinder ein Turmgerüst auf dem Kirchhof.

 

14.3 1926 Gründung des Kegelclubs “Fidele Brüder“

26.02.1926 Fidele Brüder gründen ihren Kegelclub. 50 Jahre später liest man: Die inzwischen passiven Ehrenmitglieder Hermann und Heinrich Hoffmeister gründeten mit 9 Männern aus Berel, Hohenassel und Lesse den Verein mit dem Wahlspruch Pflege des Kegelsports und Pflege der Gemütlichkeit.

1926 Schützenkönig Otto Miehe Freischeibe mit Tigermotiv

192? Schützenkönig "Förster" Heinrich Vasterling

 

14.4 1926 Bau der Straßenbeleuchtung

26.09.1926 Die Straßenbeleuchtung mit 11 Lampen wurde für 742,50 RM in Auftrag gegeben.

Die Feuerwehr bezahlt Bierrechnung am: (Das deutet auch auf Schützenfesttage hin).
So. 08.05.1927; Fr. 24.05.1929; Sa. 17.05.1930; Sa. 03.05.1934; Sa. 04.05.1935;

Sa. 23.05.1936; So. 08.05.1937;

1926 hat es sehr viel geregnet 793,3 Liter.

02.11.1927 Die ersten Mieter des von der Gemeinde gekauften Bockschen Hauses Ass Nr. 40 zogen in ihre Wohnungen.

1927 Feuer in Lichtenberg

1927 brannte es bei Albert Engler.

31.08.1928 Die Sange war wieder einmal zugewachsen, die Säuberung erfolgte sofort. Der 1974 noch vorhandene Feuerwehrbrunnen am Witwenteiche stammt aus dieser Zeit.

1928 Berel ist auf der Abgeordneten Versammlung am 17. Juni zu Schöningen unter der Nr. 14 durch Oelker vertreten. Unter Nr. 125 Amtsvereinigung Salder vertritt H. Behrens Berel.

1928 Der Schießstand Berel wurde in der ehemaligen Steinkuhle des Dorfes gebaut. Schuss­ent­fernung für KK [Kleinkaliber] 100 Meter. Vor dem Schießstandbau baute man ein Zelt für die Schützen bei schlechtem Wetter auf.

Schützenfest war Sonntag und Montag. Sonntagmorgen wurde das Bier gebracht. Da es kein Fernsehen oder anderes Vergnügen gab, wartete man das ganze Jahr auf ein neues Schützenfest, dadurch war das Tanzzelt viel voller, es wurde in zwei oder drei Abteilungen getanzt. Zwei Ab­teilungen standen solo um das Zelt außen rum. Siehe 1949. Exerziert wurde in 4 er Reihen jeder mit einem Gewehr. Die entsprechenden Kommandos erschallten. - Das Gewehr über! Still gestanden! In Gruppen rechts schwenkt! Marsch! u. s. w. –

1929 Walter Haars errang Schulscheibe. Alle Schüler kamen dazu im Umzug mit, und freuten sich mit ihm.

192? Heinrich Wolters 2 Junggesellenscheiben

 

Ende Juni 1929 Heinrich Vasterling Ass Nr. 64, 1948 wohnhaft in Gebhardshagen, gibt sein Amt als Ortsgruppenführer ab, „er zog als Vegetarier in die Welt“. Hermann Bock jun. Über­nimmt das Amt.

Zu „zog als Vegetarier in die Welt“: Es waren so genannte Inflationsheilige wie Gustav Nagel, der auch mal in der Petersschen Gastwirtschaft um 1926 einkehrte. Er bat um Öl und Zwiebeln. So die Erinnerungen von Hans Schaper an die Erzählungen von Karl Schaper. Er begann 1888 eine Lehre zum Kaufmann in Arendsee im Norden der Altmark, musste diese jedoch wegen eines chronischen Katarrhs und verschiedener Allergien abbrechen. Er baute sich daraufhin eine Erdhöhle in der Nähe der Stadt und widmete sich, beeinflusst von den Lehren des Pfarrers und Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp, der Naturheilkunde. Er wurde 1892 Vegetarier und begann, sich „wie Jesus“ zu kleiden: er trug sein Haar lang, lief im Winter barfuss und war im Talar oder nur mit einem Lendenschurz bekleidet. http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Nagel

1929 brannte es zum zweiten Mal innerhalb von 2 Jahren bei Albert Engler.

......19.. Blitzeinschlag in Lindes Scheune in Lesse

192? Gastwirtschaft Bührig 1964? Zwei verwitterte Motivscheiben auf Foto zu sehen.

28.07.1929 der Bläserchor gibt im Holze ein Konzert. Einnahme 11,36 DM

30.08.1929 Bläserchor spielt beim Kinderfest und erhält Geld von Lehrer Klein.

15.09.1929 erhält der Bläserchor 30 DM für spielen bei H. Hoppe vom Landwehrverein Berel.

1929 Ein sehr trockenes Jahr mit 382,1 Liter Niederschlag

 

Vor 1930 kam eine Notverordnung, es durfte nur noch in 3 er Reihen marschiert werden. Protest­märsche sollten verboten werden, die Reichswehr bekam eine andere Exerzierordnung.

Wenn man sich vor dem Umzug traf, wurde schon mal auf Apfelbäume geschossen nach dem Motto:     "Wei weit tripst du?" - Un he schot up den Appelbom drup.  "Wie weit trifftst du?" - und er schoss auf den Apfelbaum drauf.

Darüber hat sich niemand aufgeregt. Es ging damals also viel freier zu, bis vor 1928 die Mit­führung des Schlosses (Schloss ist ein Waffenteil) verboten wurde.

Am Sonntag waren die Pferde mit im Umzug. Diese mussten sich erst mal an die Gewehre und deren Geräusch gewöhnen, z. B.:    Beim Kommando "Gewehr über!" Da gingen schon einzelne Pferde hoch.

Am Montag den zweiten Schützenfesttag blieben die Pferde zu Hause.

Die Gewehre gab man bei der Garderobenfrau ab, die standen dann in der Hutabnahme.

Ohne Jahr: Albert Sievers sen. und Heinrich Möller als schneidige ehemalige 1. Welt­kriegs­soldaten liehen sich erstmals Uniformen für den Oberst und den Adjutanten aus. Quelle: Heinz Bosse

 

14.5  1930 Nivellierung des Schützenplatzes im Ries

 

Junggesellen und Anschieber 1930 mit dem Karussellbesitzer.    Original Richard Geldmacher Dritter von rechts
 

Frühjahr 1930 wurde der Platz im Walde vom Tischler Heinrich Johns nivelliert und mit Schaufel und Karre durch viele freiwillige Jugendliche (Junggesellen) vergrößert, die Erde wurde im Norden abgetragen und auf der Südseite wieder aufgetragen. Eine geringe Ausdehnung nach Westen war dazu erforderlich und es ließ sich nicht vermeiden, dass einige Bäume gefällt werden mussten. Dieser Platz sollte später als Sportplatz ausgebaut werden. In einer außerordentlichen General­ver­sammlung der Forstgenossenschaft wurde vom Turnverein beantragt, den Platz zu erweitern. Die Mehrzahl der Forstgenossen stimmte für die Erweiterung, aber dennoch wurde der Antrag abgelehnt, denn die Zahl der Holzanteile war bei der Abstimmung zu berücksichtigen, sie brachte das negative Ergebnis. Einige Forstgenossen, die viele Holzanteile auf sich vereinigten und alle Auswärtige waren dagegen und vertraten den Standpunkt "üse Junken möt arbeten" und nicht Sport treiben; auch wäre durch die Schneise eine Umbruchgefahr bei Sturm ent­standen, so argumentierten sie. Die Anlage war von hohen Bäumen und damals von Unterholz umgeben, lag relativ weit im Walde, war also gegen schlechte Witterung abgeschirmt und wäre besonders für Schulkinder geeignet gewesen. Man hatte auch an eine Art Universalplatz gedacht, also für alle Veranstaltungen brauchbar.

Zu Abschluss der Arbeiten im Frühjahr 1930 wurde dann feucht - fröhlich gefeiert. Quelle: Ewald Bock Waldchronik, Hermann Bock *1903, Heinrich Löhr 192, Heinrich Peters, Richard Uthe u. Walter Bührich.

1930 alte Kempe Landwehrscheibe (Bruder von Hermann Kempe)

1930 Arnold Bührig Freischeibe

1930 alte Kempe Landwehrscheibe (Bruder von Hermann Kempe)

1930 Richard Becker Schützenkönig 11.+12. Mai

1930 Herbert Burgdorf Herbstscheibe

 

02.10.1930 Der Kirchturm erhielt in dieser Zeit seine zweite Glocke. Foto Lehrer Adolf Kiene

 

02.10.1930 Die Glocke wird hochgezogen.                                            Foto Lehrer Kiene

12.07.1930 Buchungstag ein Sonntag. Der Bläserchor des Turnvereins „Gut Heil Berel“ erhält hier "im Holze für Blasen 25 Mark". Am gleichen Tag wurde für das Blasen in Lesse 23,60 Mark gebucht.

1930? Eine Herbstscheibe für Richard Becker sen.

08.01.1931 Brand bei Familie Schmidt in Lesse.

21. + 22.02.1931 Gauparteitag in BS 7.000 SA Männer marschierten auf den Schlossplatz.

01.03.1931 Kommunalwahlen

1931 wurde eine elektrische Leitung zur Beleuchtung der Buden und dem Zelt nach dem Walde hoch verlegt. Quelle: Dorfchronik Ewald Bock

Die Gastwirtschaft Albert Peters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man die 1928 angepflanzten Linden auf dem Kirchplatz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Postkarte 1930

Original Hans-Joachim Bettin

 

1931 Wilhelm Bock später wohnhaft in Lengede errang die Herbstscheibe.

1931? Otto Bock´s Kranz wurde von Lehrer Klein überreicht. Der Kranz war größer, als der etwa 8 jährige Schütze.

193.? Landwehrscheibe Heino Schaper

193.? Otto Haars Junggesellenscheibe war auch kaum unter dem Eichenkranz zu sehen.

01.05.1931 Laut Fragebogen hat die FFW-Berel folgende Ausstattung:
35 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr.                     50 Mitglieder als Ordnungsmannschaft.

1 vierrädrige Handdruckspritze mit Saugwerk  1 Anstellleiter

2 Dachleitern                                                              Mannschaftswagen werden gestellt.

2 Feuerbrunnen mit Brunnenständer.   
Einwohnerzahl 450                                                      Wohnhäuser     97

Führer der Ortsfeuerwehr Karl Blume              Bezirkshauptmann Heinrich Ehlers

......1931/32 zweimal gab es Strohdiemenbrände bei Sonnemann im Siekfeld. Der Täter hieß Kreinecker.

18.10.1931 hunderttausend NSDAP-Mitglieder marschieren durch Braunschweig. 38 Sonderzüge kommen in BS an. Die Reichswehr durfte zu diesem Zeitpunkt die Zahl 100.000 nicht überschreiten. BS hatte zu diesem Zeitpunkt 150.000 Einwohner. SZ Bericht vom 01.04.1999; Wikipedia.

07.+08.06.1931 Feuerwehrverbandsfest. Damals gab es in Berel zusätzlich noch eine Pflicht­feuerwehr, die mit weißen Armbinden gekennzeichnet war. Hauptmann der Pflicht­feuerwehr war Büttcher, der wohnte in heute Feuers Hause. Hauptmann und Oberst der frei­willigen Feuerwehr war Karl Blume. (Wohnhaft in der Gatze.) Quellen: Richard Uthe, Alfred Wietbrock und Albert Sievers. Siehe auch Feuerwehrchronik von 2004

 

14.6  1932 Auflösung der Elektrizitätsgesellschaft in Berel

13.04.1932 berät der Gemeinderat über die Auflösung der Elektrizitätsgenossenschaft Berel. 25 Genossen waren unter Leitung von Carl Burgdorf anwesend. Die Auflösung wurde beschlossen. Richard Becker als Protokollführer, Stimmenzähler W. Ölker Nr. 4 und Willi Bührich.

01.05.1932 Gemeinderatsmitglieder Carl Burgdorf als Vorsteher, (H. Bock nicht anwesend), Werner Ölker, Hermann Hoffmeister, Gustav Prönnecke, Heinrich Vasterling Nr. 1, Ferdinand Hagemann, W. Krause, Heinrich Löhr als Protokollführer und Otto Bührig als Rechnungs­führer. Kassenprüfung der Schulkasse 1929/30 = 1539,84 RM, Haushaltsrechnung Einnahmen 21460,47 RM, Ausgaben 7409,97 RM Vorrat 14050,50 RM. Der Schulvorstand wurde ein­stimmig wiedergewählt H. Haars, Gustav Prönnecke und Heinrich Keune.

1932 Wegen politischer Meinungsverschiedenheiten gab es eine Schlägerei auf dem Zelt. Friedrich Ölker aus Söhlde hatte nach der Wahl von 1932 geäußert: "Jetzt sind wir auch bald dran". Vier anderen Berelern gefiel dies nicht. (Heinrich Wolters, Herbert Burgdorf sen., Hermann Hoffmeister und Albert Wilke.), dafür sollte er eine Ladung haben. Der Alkohol peitschte die Gemüter zusätzlich an. Ein junger Bereler schürte noch das Feuer, indem er Anderen eine falsche Gesinnung vorwarf. Es blieb nicht lange bei dem Zahlenverhältnis 4:1. In kurzer Zeit war eine Massenschlägerei im Gange. Wilhelm Hagemann 52 war auch dabei. Ein Mann wurde dabei so zugerichtet, dass ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden musste. Durch diese und andere Ereignisse wurde die Harmonie empfindlich gestört. Es ist später nie wieder so geworden, wie es vor dieser Zeit war.         Q.: Ewald Bock Dorfchronik, Richard Uthe, Gustav Prönnecke, Emmi Bührig.

25.05.1932 Gemeinderatssitzung: Es werden Beschlüsse über die Öffnung von Gräben gefasst.

21.07.1932 Gemeinderatssitzung: Wahl eines Wahlvorstandes für die Reichstagswahl am

31.07.1932 Carl Burgdorf wurde Wahlvorsteher, der Stellvertreter wurde Ferdinand Hagemann. Heinrich Schaper soll 40 Röhren in seine Brücke legen, die Differenz bezahlt die Gemeinde. Mit Maurermeister Behrens soll eine Ortsbegehung an der Sange gemacht werden, um die Lage der einzugrabenden Röhren zu bestimmen. Alle Besitzer von Brücken müssen diese vorschriftsmäßig halten, wenn nicht, soll durch einen Einschreibebrief dies übermittelt werden.

11.10.1932 Gemeinderat: Die Wahl zum Wahlvorstand für die Reichstagswahl ergibt, dass Carl Burgdorf Wahlvorsteher und Hermann Hoffmeister der Stellvertreter wird. Der Gemeindevorsteher bekommt pro Kopf in der Gemeinde 1,50 RM der Rechnungsführer 40 % des Gemeindevorstehers.

 

Inneneinrichtung der Kirche um 1933.

Die Schleifen wurden nach dem 2. Weltkrieg entfernt.

Die Priechen gingen bis ca. 1965 bis vorn an die Kanzel.

Der Kronleuchter wurde ebenfalls um 1965 beim Umbau durch zwei leichter zugängliche Wandlampen ersetzt.

Die Bänke wurden nach 1972 durch Stühle ersetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Original: Rosemarie Schulze

 

15     1933 - 1945

30.01.1933 Wiederwahl des Ortsgruppenführers Hermann Bock jun. Der Gegenkandidat der Kreidewerksbesitzer Albert Bührig unterliegt. Edgar Vornkahl Fraktionsführer Kassierer Hermann Bartels, Protokollführer Rudolf Klein.

13.02.1933 ergeht ein Amtsgerichturteil. Die Liquidatoren der Elektrizitätsgenossenschaft Berel C. B. und der H. L werden vom Gericht ab­gesetzt und die Landwirte Albert Bürig, Werner Bürig und Wilhelm Hagemann 52 werden ein­gesetzt. Der Landwirt H. L. war nicht pflichtgemäß dem Amtsgericht als Vorstand ge­meldet, während C. B. 944,35 RM erst auf mehrmaliges Verlangen auf ein Konto ein­gezahlt habe. Das Geld stammt von Mengenrabatt der Elektrizitätswerke Hildesheim aus den Jahren 1925 und 1926. … 3 Seiten Text. (Die Elektrizitätsgenossenschaft Berel hatte 68 Mitglieder, davon haben 14 diesen Antrag gestellt.)

Quelle: Gesch. Nr. Gn.R.57 Amtsgericht Salder gez. Jürgens Urkundebeamter.

21.05.1933 Deutscher Tag in Berel Sonntag 6.30 Uhr Wecken. 7 Uhr Hissung der Flaggen am Kriegerdenkmal. Ehrung der gefallenen Kameraden am Kriegerdenkmal. 11.30 Uhr Empfang der SA, Sturmbann I/46 und I/208 durch die Ortsgruppenleitung 12 Uhr Verpflegung der SA durch die NS-Frauenschaft Berel. 1.20 Uhr Antreten zum Umzug durch den Ort und Marsch zum Festplatz. (Alle Nationalisten unserer Umgebung werden gebeten, mit ihren Ortsgruppen daran teil zunehmen). 2.30 Eröffnung des Deutschen Tages, Ansprache und Begrüßung durch den Ortsgruppenleiter. 3 Uhr Konzert der Standartenkapelle 46, verbunden mit Ansprachen führender Persönlichkeiten und Einweihung der Ortsgruppenfahne. Im Laufe des Nachmittags findet die Verlosung durch die NS Frauenschaft statt. 7 Uhr Deutscher Tanz.

22.05.1933 Montag 1 Uhr Abholen des Jungvolks mit Wagen, von Lesse.

1.30 Uhr Empfang des Jungvolks, Fähnlein 1 (Salder) und 2 (Hildesheim), durch die Ortsgruppenleitung. 1.50 Uhr Antreten zum Umzug durch den Ort und Marsch zum Festplatz. 2.45 Vorführungen des Jungvolks Fähnlein 2 (Salder) Aufstellung, Exerzieren der Jungzüge und Freiübungen, Singen des Scharliedes. Fähnlein 1 (Hildesheim) Aufführung zweier Sprechchöre: 1. „Heiliges Banner“ mit je einem Vers vom Horst Wessel- und Deutschland. 2. „Der Schmied Deutschlands“ mit dem Jungvolklied. Ansprache des Stammführers Kurt Borchert, Wolfenbüttel. Thema Sinn und Zweck des deutschen Jungvolks. – Übergabe der Wimpel an die Jungmannschaften Bruchmachtersen, Osterlinde, Reppner, Burgdorf und Berel. Anschließend Aufführungen der Schulmädchen aus Berel. – Im Laufe des Nachmittags Verpflegung des Jungvolks durch die NS Frauenschaft in Berel. 7 Uhr Deutscher Tanz.

Der NS-Festausschuss. Eintrittspreis 50 Pfennig. Dieses Programm berechtigt zum Eintritt. Gedruckt von Emil Fischer in Wolfenbüttel.

Sommer 1933 pflanzten die Bereler in der Nähe des Schlauchturms eine Hitlereiche. A.N. erzählte, dass er die Kupferhülse mit der vorgeschriebenen Rede abends wieder raus gezogen hatte.

09.09.1933 Gemeindediener wird Albert Barte.

1933 Die Niedersächsischen Kreidewerke hatten auch das Kreidewerk Albert Bührig in Berel gepachtet. Die Autarkiebestrebungen (Selbstständigkeit) des Deutschen Reiches stellten unlauteren Wettbewerb unter Strafe, dadurch fanden ruinöse Preisunterbietungen ein Ende.

Quelle: 850 Jahre Söhlde, 2001 Seite 103. 

Nach 1933 gab es Winzerfeste bei Peters auf dem Saal. Dieser Bezirk hatte die Patenschaft zum Mosel - Ruwer - Bereich. Der Patenwein musste von den Wirten ausgeschenkt werden, er war preiswerter schmeckte aber nicht schlechter. Quelle: Richard Uthe

Februar/März 1934 Verein Deutsche Christenbewegung wird in Berel wieder aufgelöst.

29.10.1934 wurde das Gemeindeland in der Lehmkuhle mit dem Pfarrland vor dem Holze vertauscht.

 

15.1 1935 Berel erhält die erste Motor-Spritze

02.01.1935 Berel erhält erste Magirus-Motor-Spritze für 3565 RM. 2008 ist diese Motorspritze wieder optisch aufbereitet und im Umzug mitgeführt worden.

26.03.1935 enden die Eintragungen des Turnvereins vor dem 2. Weltkrieg.

1935 lag am 1. Mai morgens (30 cm?) Schnee. Zwei Tage vor dem Schützenfest wurde der Wald erst grün.

Am 08. + 09.05. 1935 war Schützenfest, der Schnee war durch den kräftigen Regen ab dem 08.05. morgens zwar weggetaut, aber der Waldboden war matschig. Da unter dem Speisezelt anfangs kein Boden war, hatte man Matsch an den Schuhen, der dann beim Tanzen wieder abfiel.

Sechs tanzwillige Männer waren auf dem Zelte, die 2 Mark Tanzgeld bezahlen wollten. Die Junggesellen wollten bei dieser Pleite dies nicht annehmen, da spendeten die Anwesenden ihnen je zwischen 10 und 20 Mark so auch Teune aus Gr. Himstedt. Der Wirt Otto Bührig gab Heinrich Möller 20 Mark für Rundenbier, um die Stimmung wieder zu bessern. Die nachfolgenden Runden spielten die 20 Mark wieder rein. So mussten diese Junggesellen nur je 3 Mark an Verlust einzahlen. Quelle: damalige Scheffer Heinz Bosse und Richard Uthe

Nach dem Schützenfest 1935 wurde ein Fond gegründet, in dem die Überschüsse auf ein Konto gelegt werden sollten, um im nächsten Jahr bei Bedarf ein mögliches Defizit ausgleichen zu können. Als wetterunabhängige Einnahme wurden ab 1936 Festkarten verkauft. Aber durch diese Maßnahme gab es auch kein Defizit mehr. Ferdinand Hagemann als Kassenführer gab dazu die Initiative.        Quelle: Richard Uthe

1935 Die Verheirateten unterstützten die Junggesellen bei der Ausrichtung, weil sie zu wenige waren. Die Ausrichtermannschaft war dadurch stabiler. 2 DM kostete das Tanzgeld. Das Tanzzelt mit 200 RM finanzierten die Junggesellen. Das Speisezelt mit 200 RM bezahlte der Wirt. Der Festschmuck wurde damals mit Eichengrün gestaltet, meistens war der Wald grün. Rudolf Geldmacher Oberst und Ewald Bock Adjutant.

1935 Junggesellenscheibe Heinrich Peters        Landwehrscheibe Walter Löhr

193? Scheibe geht an „Förster“ Vasterling.

1935 Förster Vasterling Freischeibe mit Gams als Motiv

1935 Gerhard Hagemann – Schulscheibe

 


um 1935. Das Dach der Familie Fischer wird in Gemeinschaftsarbeit neu eingedeckt. 2008 Familie Rosemarie und Hartmut Schulze

 

1935 kurz nach der Anschaffung der ersten Motorspritze fand ein Motorbrand in dem damaligen Kreidewerk statt. Die Hilfe wurde dermaßen gestaltet, dass sämtliche Bauern ihre Jauche­wagen zur Verfügung stellten, die Jauchewagen wurden mit der Kreiselpumpe am Brun­nen gefüllt und dann mit der Handdruckspritze wieder entpumpt um den Brandherd zu löschen.

1935 Blitzeinschlag bei Schuster Bock. (2008 Carsten Sievers). Das halbe Dach war zerstört. Die FFW-Lesse und Berel hatten vorher ein Wettspritzen ausgetragen und saßen bei Peters auf dem Saale.

1936 Freischeibe für Wilhelm Helmke, wohnte in der Molkerei.

1936 Otto Bock           - Schulscheibe

11.08.1936 stirbt der ehemalige Bereler Pastor Otto Dosse in Neuerkerode an Pilzvergiftung. 4 Tage später stirbt seine Frau. Es überlebt nur eine Tochter, die nicht zu Hause aß.

22.08.1936 Die Baufirma Otto Kiel in Bettrum führt ihre ersten Straßenbauarbeiten im Gänsewinkel aus.

10.03.1937 Das Gemeindehaus am Witwenteich wird zum HJ-Heim.

1937 Ewald Bock als Oberst und Otto Uthe jun. als Adjutant in Husarenuniform. Oberst und Adjutant ritten auf Pferden vor dem Zug. 4 Bilder von Ewald Bock bezeugen mehrere mündliche Überlieferungen dazu eindeutig. Amanda Bock sagte mir, dass „der Moritz“, Ewald Bock s Pferd, bei bestimmten Paukenschlägen ab und zu durchging. Ein Foto von 1937 zeigt dies.

Erntepause um 1937                            Original Herbert Burgdorf

 

1937 Heini Schöbel    - Schulscheibe hängt bei Heinrich Hoffmeister unter dem Vorbau.

15.07.1937 Die „Reichswerke Hermann Göring“ wurden im Ratskeller SZ Bad gegründet.

27.02.1938 Volkswagenwerk Braunschweig wird gegründet.

1938 Kurt Bührig Königsscheibe

 

19.02.1939 Singabend des Männer-Gesang-Verein Berel. 23 Mitglieder sind verzeichnet.

1939 Kurt Bührig Freischeibe

1938 – 1940 Gemeindebrandmeister Heinrich Schaper

Schützenfest 1938? Otto Uthe und Ewald Bock mit dem Umzug
bei der Schmiede August Niehoff. Original Doris Hartrampf

 

 

1939 Wilhelm Schmidt "der Dicke" war bei Schaper Gespannführer, auch bei Albert Meier. Junggesellenscheibe Rehbock als Motiv

1939 Thea Becker Siegerin bei den Mädchen - Kranz - ohne Scheibe -

 

Männergesangverein Berel 1. Reihe rechts: Richard Becker sen. Original R. Becker jun.

 

1939 fand das letzte Schützenfest vor dem Kriege statt. In Dragoneruniform der Oberst Otto Uthe jun. Adjutant Heinz Bosse. 1992 wohnhaft in Schulenrode. Veranstalter waren die Jung­gesellen. Vor dem Krieg machte immer die gleiche Kapelle die Musik, sie kam aus Nettlingen. Der alte Reinecke spielte darin mit. Auf dem Bild von 1934 ist die Kapelle abgebildet. Quelle: Richard Geldmacher sen. 1995

Ansonsten war dies Schützenfest geprägt von voller Harmonie und Einklang, vollkommen ohne Schlägerei und Kriegsvorahnung, dies äußerte sich unter anderen darin, dass die Tanz­partner wechselten und in aller Ruhe auch noch am zweiten Tag Montagabend Schweinebraten und Schmorbraten verzehrt wurden. Emmi Bührig erwärmte die vorbereiteten Mahl­zeiten auf dem hoch geschafften Kohleherd. Die Gastwirtschaft Bührig hatte das letzte Schützen­fest, im Wechsel mit Peters, vor dem Kriege. Schlachter Heinrich Vollmer waltete seines Amtes. Emmi verkaufte Würstchen. Quelle: Emmi Bührig

 

20.08.1939 Der Ortsgruppenführer Hermann Bock jun. gab sein Amt ab und meldete sich als Soldat. Einen Tag später wird der Maurermeister Hermann Behrens neuer Ortsgruppenführer.

 

15.2 1939 – 1945 Der zweite Weltkrieg
01.09.1939 Der II. Weltkrieg bricht aus.

01.09.1939 Gemeindediener Albert Barte wird Soldat.

1939 bei Heinrich Möller brannte es. – Beim Zwetschenmus kochen- es war nur ein kleines Feuer. Quelle: Friedrich Wilhelm Meyer Kanada. 1995 beim Schützenfest erzählt.

Um 1939 Scheinwerfer standen in der Bereler Feldmark, weil selten ein Angriff kam, wurden sie dann aber wieder verlegt.

Ca. 1939 auf Isers Land schlug Flakblindgänger ein. Die Feuerwehr suchte die Einschlagstelle(n), kennzeichnete die Plätze. Die Beseitigung wurde durch den entsprechenden Kampf­mittel­beseitigungsdienst vorgenommen.

September 1939 Sonderdienstbefehl: Die Feuersicherheit des Ortes ist auf jeden Fall sicherzu­stellen, ferner: "In den ländlichen Gemeinden sind mindestens 2 Löschgruppen bereitzustellen ... bei Ausfällen sind die Lücken umgehend aufzufüllen. Die dazu erforderlichen Personen sind aus folgenden Reserven zu ziehen, u. a. Mitglieder der Altersabteilung, aus den sog. Ordnungs­mannschaften, aus dem Luftschutzdienst und aus der HJ."

01.10.1939 der alte Grabenhorst wird Gemeindediener.

 

1940 – 1949 Gemeindebrandmeister Heinrich Vasterling

 ......1940 82 Luftalarme in Braunschweig.

14.06.1940 Deutsche Truppen ziehen in Paris ein.

22.06.1941 Die deutschen Truppen überfallen die Sowjetunion.

14.07.1941 Landschaftsschutzgebiet Bereler Ries.

26.04.1941 Wehr rückt nach Burgdorf aus. 38 x Luftalarm in BS.

 

August 1941 wird Ferdinand Hagemann (Ortsgruppenleiter?) Bürgermeister

Um 1941 brannte es bei Englers. Beim Melken der Ziegen fiel eine Petroleumlampe um, es entstand ein größeres Feuer. Quelle: Friedrich Wilhelm Meyer Kanada. Erzählt 1995 beim Schützenfest.

09.11.1942 abends 9 Uhr. Günther Diestel, Edmund Hagemann, Walter Bührich, Bruno und Otto Hoffmeister waren aus Berel in Nordassel im Einsatz. Die Alliierten hatten mit Brand­bomben 5 Höfe und die Kirche mit Feuer überzogen. Mit Strahlrohren wurden Brandnester im Korn gelöscht. Das restliche Korn wurde in die Feldwege gefahren. Der Sicherheits- und Hilfs­dienst kam dazu aus Braunschweig. > Heute Technisches Hilfswerk. - Bei Funke wurde das Haus mit Jauche gelöscht. Wasser war nicht genug mehr verfügbar. Es lag von Burgdorf eine Schlauch­leitung nach Nordassel. Bei Karl Jordan steckte eine Brandbombe in der Decke. Ca. 60 cm lang und 6-7 cm Sechseck. Eine Wasserwanne wurde unter die Bombe gestellt und dann herausgeschlagen. De ole Jordan hat datau gesecht:" Jungs, lat dat sien, de explodeiert noch." 

1942 Die Feuerwehren wurden durch neue Verfügungen des Feuerlöschwesens und per Gesetz vom 1. Februar der SS- und Polizeigerichtsbarkeit unterstellt. Alle Feuerwehrkameraden mussten vereidigt werden. 23 Mal gab es Luftalarm in BS.

1943 wurden Strafgelder für unentschuldigtes Fehlen mit 5 dann 20 RM festgesetzt.

1944 Bomben fallen zwischen Klein Berel und dem Bereler Berg.

Ostern 1944 ein amerikanisches Flugzeug wird abgeschossen. Die Besatzung sprang mit.

Fall­schirmen ab. Ein Pilot wurde von einem Bereler festgenommen.

1944 mehrfache tagelange Einsätze bei Bombenangriffen in Braunschweig. - Salzdahlum und Groß Denkte im Schafstall. 27 Amerikanische Bombenangriffe am Tage und britische Bomben­angriffe in der Nacht wurden gezählt.

05.08.1944 Amerikanischer Bombenangriff auf BS. 900 Mal gab es Fliegeralarm. Vom 17.08.1944 – 10.04.1945 insgesamt 48 Luftangriffe auf Braunschweig.

Oktober 1944 233 Viermotorige britische Bomber werfen 12.000 Sprengbomben und 200.000 Brandbomben über BS ab.

31.03.1945 amerikanischer Großangriff auf Braunschweig. Stadt brannte so hell, dass man nachts in Berel noch Geld zählen konnte.

Woche vor Ostern 1945 Luftkämpfe. Zusatztank fiel auf das Scheunendach von Edgar Vornkahl. Aus dem rissigen Tank wurde das Benzin mit Gefäßen aufgefangen und als Kriegsbeute mitgenommen. Ein leerer Zusatztank fiel auf den Acker von Hagemann 52.

   Am Abend bevor die Amerikaner in Berel einzogen wurde das Gästehaus in Lebenstedt zerstört. Bombenabwurf auf den Bahnhof, Öllager und die HG in Osterlinde.

09.04.1945 Ein Tankzug, auf dem Osterlinder Bahnhof, wurde in Brand geschossen. SZ 12.4.2002

......1945 ein deutsches Flugzeug griff die Amerikaner in Berel mit Maschinengewehrfeuer an, nachdem es auch die Fahrzeugkolonne nach Nettlingen angriff, wurde es dort abgeschossen.
2. Quelle: Laut Friedrich Wilhelm Meyer soll es eine 13 M 109 gewesen sein. Die Amerikaner ver­zogen sich unter ihre Kettenfahrzeuge. Sie kamen von der Sange her aus Richtung Burgdorf drehten, ein Flug reduzierte die Höhe und kam runter, dieses Flugzeug beschoss die Amerikaner auf Hof Nr. 59. Hier gingen die Amerikaner ebenfalls in Deckung und schossen zurück. Vielleicht sind die Flugzeuge von Waggum aus gestartet??

1945 Die NSDAP hatte in Berel 8 Mitglieder unter der Mitgliedsnummer 100.000, davon einer mit der Nr. 3476. 1928 waren es 28 Mitglieder, 1939 waren es ca. 60 Mitglieder. Solange die Wehr­macht siegte, wuchs diese Zahl ständig und erreichte nach mündlicher Aussage 1942 120 Mitglieder. Danach hat sich keiner getraut, aus der Partei auszutreten.   

10.04.1945 Kriegsende in Berel: Richard Geldmacher sen. und Walter Bührich wurden sofort geholt und mussten auf dem Kühler der Jeeps vorweg durch das Dorf fahren. Auf der Milch­bank bei Vornkahl saßen 2 amerikanische Offiziere. Bei „Nante“ - Ferdinand Hagemann mussten die Waffen, Photoapparate abgegeben werden. Robert Cleve wurde fast erschossen, er war trotz Ausgangssperre zum Futterholen losgefahren. Walter Bührich kam nach drei Tagen wieder nach Hause, bei Giesemann musste er 2 Nächte im Stall übernachten. Richard Geldmacher kam erst noch nach Frankreich.

Jetzt war die amerikanische Militärregierung zuständig:    Aus einer der ersten Dienst­vor­schriften hier kurz ein Auszug: "Von nun an unterstehen Sie nicht mehr der Aufsicht der deutschen Polizei. ... Sie haben sofort alle nationalsozialistischen Lehren ... zu beseitigen". Als äußeres Zeichen war es nun Vorschrift, an den Löschfahrzeugen und auf den Schutz­helmen der Feuerwehr folgenden Schriftzug anzubringen:    Civil Fire  Service=  Feuerwehr

10.04.1945 Reppner wird von 12 – 16 Uhr beschossen.

1939 – 1945 28 Bereler Männer fanden durch den II. Weltkrieg den Tod. Ihre Namen sind in das Denkmal auf der Südseite des Kirchplatzes eingearbeitet.

 

16     1945 – 1948        Nachkriegszeit

10.04.1945 der frühere Bürgermeister Carl Burgdorf wird durch die Amerikaner wieder ein­ge­setzt.

08.01.1946 Die britische Militärverwaltung lässt eine sozialdemokratisch ausgerichtete Zeitung mit Hans Eckensberger zu. Am 8.1.1946 erscheint die Ausgabe Nr. 1 der Braunschweiger Zeitung. – Ohne Zeitung gab es nur Gerüchte, und die waren zahlreich. -

16.06.1946 Turn- und Sportverein TSV Berel Tanzvergnügen 165 Eintrittskarten verkauft

25.08.1946 Turn- und Sportverein TSV Berel Tanzvergnügen 176 Eintrittskarten verkauft

15.09.1946 Turn- und Sportverein TSV Berel Tanzvergnügen 261 Eintrittskarten verkauft

25.12.1946 Turn- und Sportverein TSV Berel Tanzvergnügen 255 Eintrittskarten verkauft

01.01.1947 Die britische und amerikanische Besatzungszone werden zusammengelegt zur Bizone. Die Sonderinteressen der Franzosen und Russen verhinderte Weitergehendes.

01.01.1947 Tagesration für den Normalverbraucher in Niedersachsen besteht aus 143 Gramm Brot, 25 Gramm Mehl, 14 Gramm Fleisch, 4,5 Gramm Käse, 4,5 Gramm Fett und 0,125 Liter Milch. Von 1800 Tonnen Kohle gehen 700 Tonnen auf dem Weg nach Braunschweig „verloren“. 1950 wird die Rationierung „auf Karte“ wieder aufgehoben.

12.04.1947 Turn- und Sportverein TSV Berel Tanzvergnügen 307 Eintrittskarten verkauft

1947 ist die zweite Kirchenglocke wieder ersetzt worden. Foto Lehrer Kiene

09.07.1947 Albert Kempe wurde auf 6 Jahre zum Gemeindedirektor gewählt, weil Carl Burgdorf gesundheitliche Probleme hatte.

1947 Willi Vasterling wird Bürgermeister.

1947 Heinrich Keune wird neuer Gemeindediener.

04.10.1947 Turn- und Sportverein TSV Berel Tanzvergnügen.   

 

17   1948 – 1974 Wiederaufbau bis zum Ende des selbständigen Dorfes Berel

21. Juni 1948  Währungsumstellung auf DM. Jeder Bewohner konnte 40 Reichsmark im Verhältnis 1:1 in die neue Währung Deutsche Mark tauschen. Bank und Sparguthaben werden im Verhältnis 10:1 und das im Umlauf befindliche Bargeld 100:5 abgewertet.

 

Kriegerdenkmal um 1949  Die Steine für die Gefallenen des 2. Weltkriegs kamen später hinzu.

 

1948 In Salzgitter werden die Reichswerke demontiert.

27.09.1948 Turn- und Sportverein TSV Berel Tanzvergnügen

1948 Kommunalwahl Karl Schaper wurde Bürgermeister.

Kindergarten im

Schützenhaus Berel um 1949
Der Kindergarten war nur im Sommerhalbjahr geöffnet.

 

 

 

Original von
Ilona Schorn geb.Lienert

 

1949 12 Länder gründen in Washington die NATO.

23.05.1949 Das Grundgesetz wird verkündet.

14.08.1949 Erste Bundestagswahlen Sieger CDU 31 % Konrad Adenauer wird Kanzler.

1949 15.000 demonstrieren in Salzgitter gegen die Demontage.

1949 – 1962 Amtszeit von Hermann Hoffmeister als Gemeindebrandmeister

 

Schulkinder warteten 1949 auf die Abholung durch den Umzug (Marlene Klose geb. Vasterling).

 

 

1949
Junggesellen Berel
von links: Hermann Bartels jun, Walter Schremmer, Günther Rödiger, …, Kurt Lesemann, Richard Becker, Bruno Hoffmeister, Friedel Meier, Alfred Niehoff und Wilke.

 

1949 1. Schützenfest nach dem Kriege. Es wurden keine Scheiben ausgeschossen.
Oberst der Junggesellen:  Kurt  Lesemann  1. Adjutant Bruno  Hoffmeister  

12/13.12.1949 brannte es bei der Familie Johns. Hotopp hatte den Raum als Tischlerwerkstatt in der Sackstraße gepachtet. Heute Sepp Klein. In der Nacht war Hermann Bock * 1876 gestorben. Der leere Sarg wurde vor den Flammen gerettet. Es lag Schnee und war unter -10 Grad kalt.

1949 besaß die Schule 3,5 Morgen Land und 1 Wiese.

 

Postkarte 1950 beim Kaufmann Wilhelm Bock                       Original Lieselotte Dobbratz

1950 Schützenfest der Junggesellen Oberst Alfred  Niehoff, 1. Adjutant Hermann Bartels,

Junggesellenkönig Richard  Becker, Freischeibe Alfred   Niehoff.

 

17.1      1950 Schulerweitungsbau (2. Klassenraum)

08.12.1950 wurde der Schulerweiterungsbau beschlossen und ausgeschrieben.

Die Jungen saßen links, die Mädchen saßen rechts im Klassenraum.


Ganz links Lehrer Klein, 3. Lehrer Hans Behrens, 7. Karl Schaper

Juni 1951 wurde das Richtfest für den Schul-erweiterungsbau gefeiert.
Original Liesel Behrens

 

17.02.1951 Jahreshauptversammlung der FFW-Berel in der Peterschen Gastwirtschaft. Einnahmen 401,85 DM, Ausgaben 267,20 DM Gewinn 134,65 DM. Zum Ehrengericht wurde Willi Bührich und Otto Vasterling ernannt.

Vereinsbote Albert Brunke für 1 DM pro Bestellung.

Es wurden Auszeichnungen für die 25 Jahre in der Wehr verliehen: Heinrich Vasterling 39 Willi Bührich, Richard Becker, Karl Blume 83, Otto Vasterling, Robert Knöpke, Walter Löhr und Heinrich Bartels. Eine Einladung nach Luttrum wurde angenommen. Protokollführer war Becker, Ortsbrandmeister war Hermann Hoffmeister

1951 Schützenfest der Junggesellen Oberst Hermann   Bartels, 1 Adjutant Friedel Meyer. 

Junggesellenkönig Walter Bührich, Freischeibe Alfred   Niehoff

 

1951 – 1956 Karl Kummer unternimmt flächendeckende Untersuchungen der Lesser Mulde zwischen Berel und Westerlinde im Westen und Engelstedt und Salder im Osten 26 Scherben­fund­stellen nachgewiesen. Er sichtet Funde vor 600 v. Chr. und ab. 300 vor Christus bis heute, dazwischen hat er wenig Funde gemacht. Quelle: Chronik Lichtenberg, Salzgitter 1989, Archiv der Stadt SZ, Seite 45

 

Schützenfest 1951

 

 













Original Lieselotte Dobbratz, Rita Becker

 

19.11.1951 Manfred Kroll erhielt für die Reparatur eines Tenorhorns vom Bläserchor des Turn­vereins 33,25 DM.

 

30.03.1952 Schneesturm

11.05.1952 Sonntag Volksfest, da das finanzielle Risiko den Junggesellen zu groß war, sprang mehrere Jahre die Gemeinde als Veranstalter mit ein und es wurde Volksfest genannt. Die Obristen­folge wurde wieder unterbrochen. Fritz (Friedel) Meyer wurde kein Oberst. Mittags zog ein kurzes Gewitter auf. Junggesellenkönig …. ….. …….. Freischeibe Rudi Bembenneck.  

12.05.1952 Montag. Bei Regen fielen zwei Junggesellen sind beim "Pinkeln" in die Brennnesseln. Bewirtung: Bührig Quelle: Emmy Bührig

29.06.1952 Omnibusfahrt der Feuerwehr über Seesen, Holzminden, Polle. Eine Dampferfahrt führte bis Bodenwerder. Dann nach Bad Pyrmont für weitere 25 km. Von Bad Pyrmont bis zur Weser zum Hildesheimer Volksfest und zurück.
12.07.1952 Holzgeld 100 DM pro Anteil.

20.07.1952 war das Erbsengeld für das Pflücken von Erbsen fertig ausbezahlt. Herr Bullerjahn 3,30 DM, Lieselotte Bock, 3,35 DM, Frau Eisermann 4,35 DM, Frau Grabenhorst 6,25 DM, Margret Hoffmeister 8,75 DM, Heino Hoffmeister 2,70 DM, Bernd Hoffmeister 3,10 DM, Lotte Hutschenreiter 5,60 DM, Käthe Hutschenreiter 5,25 DM, Frau Lienert 4,90 DM, Frau Maywald 3,60 DM, Thea Niehoff 2,80 DM, Frau Grete Schremmer 6 DM, Adele Wolpers 5,20 DM Herr und Frau Weidner 7,70 + 2,25 DM, Frl. Jestel 6,85 DM Gesamtsumme 85 DM.

05.08.1952 Kreidewerk Karl Feuer, auch hier wurde die Wehr nicht eingesetzt. Die Landwirte u. a. auch Richard Becker fuhren mit den Jauchewagen Wasser zum Kreidewerk.

23.08.1952 die neue Feuerwehrsirene wurde ausprobiert.

21.09.1952 Der Bläserchor des Turn- und Sportvereins Berel nimmt 195 DM an Eintritt im Wald bei einem Konzert. Abends folgte ein Turnerball.

27.09.1952 der alten Feuerspritzwagen wurde als Jauchewagen in Dienst gestellt.   

09.11.1952 Wahl zum Gemeinderat. SPD 356  4 Mitglieder, DHC 166  1 Mitglied, CDU 414  4 Mitglieder. 

 

Das älteste Haus aus Berel ist in der Südstraße Ass Nr. 66.

 


um 1952

 

 

 

 

 

 

 

 

Original:

Robert Sonnemann

 

16.11.1952 fiel viel Schnee.                 28.+29.11.1952 Schneewetter

31.12.1952 Starker Frost pflügen ging nicht.

1952 rückte die Wehr nach Burgdorf aus.

1952 brannte es beim Tischlermeister Hotopp, die Wehr wurde nicht eingesetzt.

 

10.01.1953 18 Mitglieder zählte die wieder gegründete „Landwehr Kameradschaft Berel“.

17.04.1953 36 Kameraden bezahlten ab April ihren Beitrag.

11.05.1953 war Gerd Hanke Oberst der Junggesellen und Karl Kempe Adjutant. Karl Kempe errang die Junggesellenscheibe. Die Freischeibe errang Robert Siedentopp aus Söhlde. Durch die vielen Regenschauer fand das Stechen mit dem Luftgewehr auf dem Zelt statt. Für die Könige wurde ein Eichenkranz geflochten.

Junggesellenkönig Karl Kempe  Freischeibe Robert  Siedentopp aus Söhlde. Die Königscheibe der Landwehr mit dem Sieger Walter Laaß wurde erstmals nach dem Kriege ausgeschossen

Es fielen 5 cm Schnee. Um 13.00 Uhr zum Umzug brach die Sonne durch und der Schnee taute rasch weg. Es wurde mehr Schnaps als Bier getrunken. Mit Schneeschiebern wurde der Schlamm weg geschoben. Mit Stroh deckte man das Gröbste ab. Da das Stroh bald wieder durchweichte, trug man die Frauen über den Weg (wegen der vielen Tranen [tiefe Spuren mit Wasser darin]) zu den Buden.

13 Tanzbänder wurden bei den widrigen Verhältnissen an 2 Festtagen Sonntag und Montag verkauft. Das Tanzband kostete 2 DM, die Festkarte 5 DM. Am Montag regnete es ab 10 Uhr. Tanzkapelle Tönnies bekam 380 DM für die Musik.

1953 - 1959 Wilhelm Wilke zeigt die Ergebnisse des Schießens aus der Deckung an.

17.06.1953 Sowjetpanzer schlagen den Aufstand gegen die Arbeitsnormerhöhung nieder.

 

 

17.2 1953 Anschluss an das Wasserleitungsnetz

03.08.1953 wurde die Wasserleitung in Auftrag gegeben. In dieser Versammlung ging es hoch her. Ein erregter Bürger schrie in den Raum: „Gebt uns Schnaps, Wasser haben wir genug!“ Der Wasserleitungsbau fand trotz aller Proteste statt, zum Segen der Bevölkerung.

Anmerkung dazu:

(Der Bürgermeister Ewald Bock und Alle, die höher gelegene Grundstücke hatten, fehlte damals, in dem trockenen Sommer das Wasser für ihre Kühe. Sie mussten sich das Wasser von tiefer gelegenen Grundstücken holen. Dies war natürlich problematisch. Alle anderen Bereler verloren weitgehend ihre alten Wasserrechte und mussten sich mit Gebühren anschließen. Fast alle hatten eine eigene Wasserversorgung. Und wer die aktuelle Gebührenrechnung vor Augen hat, weiß, was das bedeutet.)

1953 wurde die Ring-Wasserleitung mit den Hydranten fast vollständig um das ganze Dorf ausgebaut.

Herbst 1953 fand zu Ehren der Gefallenen des II. Weltkriegs, die Einweihung des Ehrenmals auf dem „Platz unter den Linden statt. Die Einzelsteine wurden wie in einem offenen Hain mit dem Denkmal des 1. Weltrkrieges, das in der Mitte stand, angeordnet.

 

1953 brannte bei Feuerhahn der Zähler. Mit einem Eimer Wasser hatte man den Brand selbst gelöscht, die Ortsteilsicherung löste durch den erfolgten Kurzschluss aus, der Brand verlöschte. Den möglichen elektrischen Schlag hatte "der Löscher" nicht bedacht. Die Feuerwehr kam nicht mehr zum Einsatz, sie übte danach aber die Benutzung der neu verlegten Ringwasserleitung.

Um 1953 die Gemeinde ging jetzt daran, Bürgersteige, Straßen und der Feldmark Feldwege auszubauen. Meistens wurden in einem Jahr eine Dorfstraße und ein Feldweg instand gesetzt.

Um 1953 der Antrag des Mieters des Gemeindehauses Nr. 40 auf Erneuerung oder Aus­besser­ung des Daches führte nach der fachmännischen Prüfung zu einem Verkauf des Hauses an Heinrich Keune. Die Reparaturkosten standen in keinem Vergleich zu den Einnahmen.

12.+13.09.1953 Einnahmen 173 Festkarten à 3 DM 122 Tanzbänder à 2 DM

    Schießeinnahmen 241 DM, Tanzband 1 DM Einnahmen      1005 DM

    Verkauf durch Böttcher 30 Stück, Diestel 67, Wilke 38, und selbst 38. = 183 Festkarten

    Tanzbänder: 1. Tag Diestel 7, Hoffmeister 5, Niehoff 12, Böttcher 10,

                         2. Tag Diestel 29, Keune 27, Hoffmeister 14, Vasterling 13, Geldmacher 5

    Ausgaben: Die Musik kostet 320 DM. Darunter Tanzschein an die Gemeinde 16,12 DM
870 DM auf der Versammlung am 26.09.1953 genehmigt.

14.09.1953 Leihgebühr für Festzelt an Siggelkow an Emmi Bührig (wurde geteilt) 270 DM.

20.10.1953 an Bichelmayer für Beerdigung      35 DM ausgezahlt.

31.12.1953 Nach einem Sterbe­fall sind 45 Kameraden in der Landwehr Kameradschaft Berel.

 

14.01.1954 Das bekannte Waffengeschäft des Büchsenmachermeister A. Meyer Wolfenbüttel lieferte ein Gewehr 210 DM mit Futteral 10,95 DM, Putzstock, Ballistol, 500 Patronen 40 DM insgesamt 307,10 DM.

17.02.1954 Der Turnverein hat 51 passive und 26 aktive Mitglieder. Der Gastwirt Albert Peters stirbt und mit ihm der Verein. Den Kassenrest erhält am 08.03.2001 die Senioren­gymnastik­gruppe Berel. Walter Bührich hatte den Kassenrest mit Zinsen wohl gehütet.

12.05.1954 an Scherf Osterlinde für 2 m3 Betonkies                                       9,00 DM

17.05.1954 an den Landkreis Wolfenbüttel Baugenehmigung Schießstand         20,20 DM

18.05.1954 an Scherf Osterlinde für 1,5 m3 Betonkies                                                6,75 DM

 

 

23 + 24. Mai 1954 wurde das 80 jährige Feuerwehrfest gefeiert. Richard Becker sen., Ewald Bock, Robert Sonnemann sen. Hermann Hoffmeister sen. führten den Festumzug an. Der Polizist Heidekorn sicherte den Umzug.

 

Ein großes Fest wurde aufgezogen 25 Wehren waren eingeladen. 19 Wehren erschienen. Es waren die Wehren Osterlinde, Hohenassel, Groß Himstedt, Burgdorf, Söhlde, Lesse Nordassel, Reppner Westerlinde, Binder, Klein Himstedt, Luttrum, Lichtenberg, Woltwiesche, Ölber am weißen Wege, Bettrum, Broistedt, Nettlingen, Dingelbe. Außerdem der Landwehrverein Berel, Turnverein und Jugend. (Die Junggesellen). Es begrüßte uns ein sehr sonniger Tag, das ganze Dorf war festlich geschmückt. Die Musik wurde von der Kapelle Bichelmeyer Wolfenbüttel gespielt.

 Ausgaben 1411,85 Einnahmen 1343,50 und mit einem Fehlbetrag von 68,35 DM schloss dies Feuerwehrfest ab.

Dieses 80 jährige Jubiläum wurde im Auftrage der Gemeinde begangen. Nach 1949 war dies ein sehr großes Fest, das mit großem Einsatz fast aller Bereler begangen wurde.

Bei den Umzügen sind an beiden Tagen keine Scheiben hinter den Veranstaltern zu sehen, wahr­scheinlich konnte deshalb auch keine Schützenkönige ermittelt werden. Werner Pape meinte, dass das Scheibenschießen noch nicht so gefestigt war.

 

17.3 1954 Naturdenkmal „Drei - Brüder - Eiche“

12.06.1954 Die „Drei - Brüder - Eiche“ wird als Naturdenkmal von der Bezirksregierung Braunschweig anerkannt. Hier stand bis zum Orkan Kyrill eine Eiche die sich in ca. 3-4 m Höhe in drei gleiche Baumstämmen aufteilte.

04.07.1954 Deutschland wird in Bern Fußballweltmeister. In Berel ist die Kneipe voll mit Fernseh-Zuschauern.

06.09.1954 an Hermann Bartels für 57 Std. Blendeneinbau     49,80 DM

20.12.1954 Der langjährige Pächter Bäckermeister Gustav Herbst verlies das Gemeinde­back­haus.

Um 1955 zu dem ersten Bauwilligen im Siedlungsbau gehörten Richard Geldmacher und Reinhold Wesa. Die Gemeinde tauschte nach einer Aussprache mit dem Landwirt Albert Meyer aus ihrer Landfläche am Lesser Weg Ackerland gegen Gartenland (Bauland) im Wüsten­hof für die beiden Siedler. Der Anfang war gemacht, dank des gemeinnützigen Verhaltens von Herrn Albert Meyer. Es folgten dann auch noch weitere Siedler nach.

 

22. und 23.05.1955 Schützenfest Berel, die Freischeibe der Junggesellen errang Manfred Hoffmeister. Königsscheibe der Junggesellen Werner Hacke. Alfred Niehoff errang die Königscheibe der Landwehr. Oberst und Adjutant sind bisher nicht namentlich mehr zu ermitteln zu wesen.

 

17.12.1955 Gustav Prönnecke * 14.03.1920, kam als letzter Bereler Kriegsgefangener aus Workuta, Russland zurück. Die Bereler bereiteten ihn einen herzlichen Empfang, die Glocken läuteten, und Schul­kinder liefen ihm entgegen, als das Auto von Sonnemann bei Edgar Vornkahl an der Scheune vorfuhr. Gustav Prönnecke wurde in dieser Zeit zum Ehrenmitglied der Jung­gesell­schaft ernannt. Er wohnte 2008 in Hildesheim.

Um 1955 pachtete Bäckermeister Maronde das Gemeindebackhaus. Die Reparaturkosten am Gemeinde­backhaus waren höher als die Einnahmen.

Bis 31.03.1956 war Heinrich Keune bis zu seiner Altersgrenze Gemeindearbeiter.

03.04.1956 wurde Karl Pommerehne Gemeindearbeiter. Damals wurde noch mit dem Horn geblasen und die allgemeinen Bekanntmachungen verkündet.

April 1956 die Landwehrkameradschaft Berel hat 40 Mitglieder.

1956 Schützenfest Oberst Hermann Bartels, 1. Adjutant Gerd Hanke. Wahrscheinlich waren die Junggesellen die Organisatoren. König der Landwehr Günter Diestel, Freischeibe Hermann Bartels, Junggesellenkönig. Hermann Bartels.

 

Einschlungsklasse 1956 mit Lehrer Hans Behrens

Ganz links Rosemarie Uthe, Regina Haars, Günter Schäfer und Peter Laaß.

 

 

 

 

 

 

 

Original Rosemarie Uthe

 

27.03.1957 Unterzeichnung der Römischen Verträge zur Europäische Wirtschafts- Gemeinschaft. Die Benelux Länder Belgien, Niederlande und Luxemburg, sowie Frankreich, Italien und Deutschland unterzeichnen.

Das Thürmer Kreidewerk um 1957                                                    Foto Günter Jestel SZ Gitter

 

18.05.1957 Junggesellenkönig Robert   Sonnemann, König der Landwehr Alfred Niehoff, Freischeibe der Junggesellen Manfred  Hoffmeister. Oberst Hermann Bartels, 1. Adjutant Richard Geldmacher j.

19.05.1957 die Festfolge begann mit der Kranzniederlegung durch die Gemeindeverwaltung und den Landwehrverein. Danach wurden die Schulkinder unter großer Beteiligung der Bevölkerung und der Vereine von der Kapelle Bichlmayr zum Festplatz geleitet. Hier feierte die Schule mit Lehrer Hans Behrens ihr vorher eingeübtes Kinderfest unter dem Motto: „Zirkus Kunterbunt". Ein Wunderpferd, Steckenpferde, ein Zauberer, Turner, Boxer, Tänzer und Tänzerinnen u. a. boten ein reichhaltiges Programm, das den Beifall aller fand. Als Anerkennung erhielten die kleinen Künstlerinnen und Künstler Süßigkeiten, Gebäck und Früchte. Anschließend vergnügten sich die Eltern mit ihren Kindern auf dem Festplatz. Andrang herrschte überall, auf den Karussells und dem Autoskooter, an den Eis- und Würst­chen­buden, an der Spiel- und Schießbude.

Im Zelt wurde inzwischen fleißig getanzt. Dieser frohe Kindernachmittag fand gegen 18 Uhr mit dem Heimzug der jungen Festteilnehmer ins Dorf seinen Abschluss. Die fröhlichen Weisen der Kapelle begleiteten den Umzug. Abends sah man die Erwachsenen mit vergnügten Gesichtern bei Tanz und Unterhaltung in den Zelten.

Der zweite Festtag wurde mit dem traditionellen Frühstück eröffnet, das eine große Teil­nehmer­zahl im Zelt vereinigte. Danach begann wieder das frohe und beschwingte Treiben in und vor den Zelten.

Auf dem Schießstand wurden die neuen Könige ermittelt. Die Königsscheibe der Landwehr errang Alfred Niehoff, die Freischeibe gewann Manfred Hoffmeister, während die Scheibe der Jung­gesellen dem Schützen Robert Sonnemann junior übergeben werden konnte. Zum Schluss ist noch zu vermerken: Die Bereler Dorfgemeinschaft verlebte ihre beiden großen Festtage bei schönstem Sonnenwetter und in vorbildlicher Harmonie.

 

um 1957-59 das Bührigsche Kreidewerk.                                           Original Mühle Söhlde

 

1957? Bei Sonnemann hatte ein Bulle gewaltsam den Stall verlassen und geriet, von Neugierde getrieben, hinter das Arbeiter-Wohnhaus, drehte sich auf einem mit morschen Bohlen abge­deckten alten Brunnen, brach ein und rutschte mit dem Hinterteil zuerst hinein. Hier wurde um­gekehrt verfahren man pumpte Wasser in den Brunnen, wodurch der Bulle wieder höher heraufkam. Stricke wurden um die Hörner gebunden und mit Hebewerkzeugen holte ihn die inzwischen eingetroffene Feuerwehr der Stadt Salzgitter wieder heraus. Als Kind durfte man nur vom fernen Straßenrand dem Schauspiel zusehen, ich kann mich noch heute an das Brüllen des Bullen aus dem Brunnen erinnern, der offensichtlich Angst hatte. Nach anfänglichem Schreck und etwas Schütteln torkelte er dann davon. Da das Tier doch unterkühlt war, wurde es geschlachtet.

1957 - 1966 Wilhelm Bock wollte eine Grundstückseinfriedigung an der Strasse bauen und musste daher die Grenze ausmessen und aussteinen lassen. Das Katasteramt kam und stellte fest, dass ein Teil der Dorfstraße zu unserem Grundstück gehörte. Der damalige Gemeinderat

wollte nichts unternehmen, so kam es zum Rechtsstreit, nach dessen Ausgang Wilhelm Bock ein kleines wertloses Stück Land an der Sange kaufen konnte. In diesem Verfahren bis 1966 wurden viele andere Grenzberichtigungen vorgenommen.

04.10.1954 Der „Sputnik-Schock“. Die Sowjetunion schießt den ersten Satelliten ins All.

 

01.01.1958 Gründung der Europäische Wirtschafts- Union [EWG]. Mit den Beitrittsländer Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Italien und BRD.

Januar 1958 die Landwehrkameradschaft hat 37 Mitglieder. Kamerad Albert Sievers wurde zum 1. Kassierer gewählt, dieses Amt hatte er 25 Jahre inne.

1958 um Mitternacht Großbrand bei Pommerehne in Hohenassel bei -19 Grad musste gelöscht werden. Einem Feuerwehrmann froren die Stiefel vom Spitzwasser auf dem Dach fest. Die eingefrorenen Schläuche wurden später in den Kuhställen und in der Zuckerfabrik wieder aufgetaut.

24.03.1958 Werbungsfahrt zur Gründung einer Interessengemeinschaft Gefrieranlage Berel bei Firma Münchhoff-Braunschweig Karrenführerplatz 4 „Frigidaire-Werkes“ der Adam Opel AG. Rüsselsheim

 

17.4 1958 Gründung der Interessengemeinschaft Gefrieranlage Berel

10.04.1958 Gründung der Interessengemeinschaft Gefrieranlage Berel Vorsitzender Edgar Vornkahl, Stellvertreter Hermann Sievers sen. und Rechnungsführer Hermann Bock. Die Räum­lich­keiten wurden mit dem leer stehenden Stall von Wilhelm Hagemann Ass Nr. 52 ge­funden. Er erklärte sich bereit, einen Baukostenzuschuss von 1500 DM zu geben. Die Miete solle 300 DM betragen.

Der Schlüssel sei bei ihm abzuholen später wurde ein Mauerstein entnommen und durch eine Holzklappe ersetzt in dem der Schlüssel dann lag. 16.000 DM wurden bei der Staatsbank Wolfenbüttel aufgenommen. Der Notar Sawusch führte die Eintragung durch. Herr Steinhard vom Landvolk übernahm die Antragstellung für die Zinsverbilligung.

Folgende Interessenten übernahmen die Gefrierfächer: 1+2 Edgar Vornkahl, Nr. 3 Albert Meyer ab 1967 Frau Bünger, Nr. 4 Richard Uthe, Nr. 5 Walter Laaß, Nr. 6 Heinrich Löhr, Nr. 7 Hans-Jürgen Maxin, Nr. 8 Emmy Bührig, Nr. 10 Ewald Bock, Nr. 11 + 12 Hermann Bock, Nr. 13 und 14 ½ Hermann Sievers, Nr. 14 ½ und 15 Heinz Böttger, Nr. 16 Werner Bührig,  Nr. 17 und 18 Gertrud Burgdorf, Nr. 19 und 20 Robert Sonnemann, Nr. 21 ½ Walter Laaß, Nr. 21 ½ Martha Meier, Nr. 22 ½ Albert Brunke, Nr. 22 ½ Erich Könnecker, Nr. 23 ½ Heinrich Brunke, Nr. 23 ½ Wilhelm Hagemann 52, Nr. 24 Gustav Scheller. 60 DM pro Fach werden als jährliche Kosten eingesammelt.

500 DM werden als Baukostenzuschuss für Wilhelm Hagemann 52 gezahlt, wenn der Umbau mehr als 1500 DM kostet. Ein gefliester Kühlraum für Fleisch wurde auch mit gebaut.

24.04.1958 Luftgewehrscheibenstand mit Beleuchtung „HL 10“ 59,77 DM

10.05.1958 König der Junggesellen Herbert  Burgdorf, Freischeibe der Junggesellen Helmut Sievers, König der Landwehr Günter Diestel. Oberst Hermann Bartels, 1. Adjutant Helmut Sievers           

11.05.1958 Junggesellenschützenfest

Um 1958 der Wirtschafts- oder Feldwegebau wurde mit Staatszuschüssen gefördert. Die Gemeinde baute aus diesen Mitteln 2 km Feldwege "Am Papenkamp" und "Im Osterfeld" aus.

Um 1958 ein besonderes Kapitel in der Geschichte Berels nimmt die Vorbereitung zum Kauf und zur Erschließung des Siedlungsgeländes Berel-West ein. Der Bau der Siedlung gehört auch dazu. Ein Landwirt (Karl Blume) hatte an der westlichen Dorfseite 5 Morgen Land gekauft. Das Stück war für eine Siedlung wie geschaffen.

Bei der Unterbringung der Vertriebenen brauchte man zusätzlich Wohnraum, zunächst einmal Bauland. Die Gemeinde erfuhr von dem Landkauf des Landwirts und der Rat beschloss, dieses

Stück zu kaufen. Aber es war ja verkauft, und die Gemeinden hatten damals kein Vor­kaufs­recht. Bei der Sitzung in dieser Sache kam einer auf den Gedanken, dieses Baugelände durch die Braunschweigsche Siedlungsgesellschaft, die das Vorkaufsrecht hatte, zu erwerben. Nach hartem Kampf und nach vielen heftigen Wortwechseln mit dem vorherigen Käufer gelang es dem Rat, das Land zu kaufen. Dem Landwirt wurde Land am Lesser Wege vom Gemeindeland angeboten, er lehnte ab. Allerdings erklärte sich wenig später die Siedlungsgesellschaft bereit, dem früheren Käufer einen Morgen unter dessen Feldscheune zu verkaufen.

20.05.1958 Die Scheune von Richard Uthe brannte.

24.06.1958 Karl Blume ist verstorben. *16.09.1890.

09.07.1958 war die Gefrieranlage fertig zum Benutzen der Fächer.

12.08.1958 beschloss der Rat, um der kostspieligen Erschließung aus dem Wege zu gehen, mit den Gartenbesitzern an der Westseite des Dorfes wegen einer Zurückverlegung ihrer Gärten auf das neue Siedlungsland zu verhandeln. Die Gartenbesitzer lehnten ab. Man wollte die Sied­lung auf die Gärten bauen.

 

17.5 1958 Gemeindebackhaus wird verkauft

17.10.1958 Wegen des Sanierungsbedarfs des Gemeindebackhauses kam es zum Verkauf, für 20.000 DM, an den Bäckermeister Erich Meier. 

 

10.01.1959 Feuerwehrgeneralversammlung

11.01.1959 Schneewetter

12.01.1959 starke Schneeverwehungen

18.01.1959 Schneeschanzen. Mit dem Trecker nach Nettlingen
09.02.1959 beim „Fuhen“ im Dorf 3 DM bekommen. (Montags die Jungen, Dienstags – Weiber­­fast­nacht fuhten die Mädchen). Rosenmontag 1959 kamen das letzte Mal die Junggesellen zum Fuhen. In der Hauptsache waren es neben einigen ehemaligen Bläsern (Heinrich Peters, ..) es die Bereler Junggesellen, die am 14.09.1959 in diesen neuen Verein eintraten und durch Hermann Bartels in Richtung Kyffhäuser gelenkt worden sind. Man vereinbart „das Fuhen“ wegfallen zu lassen und dafür den 1. Mai Musik zu machen um mit dieser neuen Geldspende, die alte unge­liebte Sitte „von Fuhen“ ruhen zu lassen. Ein Hauptzweck des Fuhens war Geld in die marode Jung­gesellenkasse kommen zu lassen.
Fuhen = mit nadeligen Zweigen an die Beine schlagen um die „Motivation“ für eine Geld oder Sachspende zu erhöhen].

28.02.1959 Kassenverwalter der Landwehr Berel Heinrich Keune

01.04.1959 Karl Pommerehne pflegte den Friedhof bis 1972.

21.04.1959 wurde die Erschließung des Siedlungsgeländes beschlossen.

19.04.1959 Landtagswahl: Berel: SPD 132, CDU 94, DP 22, BWL 21, FDP 14 und DRP 7.

1959 Die Landwehrkameradschaft Berel nennt sich in Kyffhäuserkameradschaft Berel um.

27.04.1959 Kyffhäuserkameradschaft Berel (Erste offizielle Überschrift ohne die Bezeichnung Landwehr Berel.

09.05.1959 Kyffhäuserschützenfest feiern ihr 50 jähriges Gründungsfest und erwirtschaften einen Überschuss von 129,35 DM. Oberst Hermann Bartels, 1. Adjutant Alfred Niehoff (Schießwart) Junggesellenkönig Herbert Burgdorf, Freischeibe der Landwehr Albert Sievers, König der Landwehr Max Gnad.

10.05.1959 Eine nächtliche Heimkehr durch den Wald kann so seine Tücken haben, wie zum Beispiel bei Günter Halbig. Er ging mit seiner Familie zurück nach Himstedt. Während des Rück­wegs fiel ihm ein, dass er seine Mütze auf dem Zelt liegen gelassen hatte. Die Familie trennte sich, er ging zurück, um die Mütze zu holen. Auf dem Rückweg brach er sich im dunklen Wald ein Bein, nun konnte er nicht mehr weiter gehen und blieb bis zum nächsten Morgen da liegen, bis man ihn fand. Nachts kam ein neugieriger Rehbock mehrfach ganz dicht an ihn heran, da dieser vielleicht Tollwut haben könnte, knipste G.H. mehrfach sein Feuerzeug an und ver­scheuchte ihn auf diese Weise.                                 Quelle: Günter Halbig

Morgens beim Aufräumen auf dem Zelt hörte die Wirtin Emmi Bührig sein Rufen aus dem Wald, Werner Wolter lief mit anderen hin und half ihm. Quelle: Emmi Bührig

Junggesellenkönig Herbert Burgdorf. Freischeibe der Landwehr Albert Sievers. Die Königsscheibe der Landwehr errang Max Gnad.
In diesem Jahr wurde zu Ehren der Gründung von 1909 eine 50 jährige Scheibe ausgeschossen.

1959 Walter Bührich  50 Jahre Jubiläumsscheibe der Landwehr.

1959 Günter Diestel 50 jährige Stiftungsfest der Kyffhäuser Berel Kyffhäuserdenkmal als Bild; hing bis zum Umbau auf dem Schießstand über der Tür zu den Toiletten.

17.05.1959 Mit dem Kutschwagen durchs Nettlinger Holz gefahren, nach Luttrum, Hohenassel und zurück.

18.05.1959 Dieter und Heine Hoffmeister fuhren mit den geschmückten Kutschwagen.

31.05.1959 Kutschwagenfahrt über Osterlinde zum Burgberg mit 2 Pferden.

02.07.1959 Regen. Beerdigung von Hermann Hoffmeister (74 Jahre). Leichenwagen wurde von Hermann B. Pferden gezogen.

05.07.1959 Schönes Wetter Wintergerste fertig gemäht und aufgestiegt.

06.07.1959 heißes Wetter. Rest aufgestiegt gemäht und nachgeharkt und einige Fuder gefahren.


17.6        1959 Gründung des Bläserchor Berel

18.07.1959 Ein Auszug aus der Niederschrift über die Vierteljahresversammlung der Landwehrkameradschaft Berel in der Gastwirtschaft Bührig sagt folgendes aus: „Auf Antrag von Kamerad Richard Geldmacher soll ein Posaunenchor wieder ins Leben gerufen werden. Es wird beschlossen, dass (Richard) Geldmacher(jun.) sich mit der Sache befassen soll.“

24.07.1959 Große Hitze. Im Siekfeld 5 Mrg. Weizen an Richard Becker, am Lesserwege 4,5 Mrg. Weizen hinten an Haars mit dem Linksbinder gemäht und etwas aufgestiegt.

29.07.1959 Große Hitze

30.07.1959 der erste Regen seit Wochen.

14.09.1959 Reste des alten Bläserchores (Turnverein Berel) gründeten den Bereler Bläserchor diesmal durch Hermann Bartels jun. in Anlehnung an die Landwehr (später KK Berel).
 2008 hat Manfred Bartels die Chronik darüber verfasst. Details siehe Chronik Bläserchor

27.09.1959 14 Uhr. Einweihung der neu zu recht gemachten Kirche durch Probst Buchholz. Anschießend wurde eine Kaffeetafel angeboten. Quelle: Wilma Bock als Vorstandsmitglied.

1959 Es brennt bei Hermann Iser in Lesse.

1959 Ausbau der Zugangsstraße.

12.10.1959 Die Blasinstrumente des ehemaligen Posaunenchors, die in der Kirchengemeinde Berel, vertreten durch Pfarrer Caspar, zwischenzeitlich aufbewahrt wurden, sind am 12. Oktober 1959 dem Bläserchor übergeben worden: 1 Tiefbass (Tuba), 1 Tenorhorn, 2 Althörner und 1 Flügelhorn. Auch ehemalige Bläser der früheren Kapelle stellen ihre Instrumente zur Verfügung.

November 1959 die Landwehrkameradschaft Berel hatte 60 Mitglieder und 2 Ehrenmitglieder.   

1959 Die Straße „Unter dem Dorfe“ bekam eine neue Asphaltdecke.

1959    242,7 Liter hat es laut Wetterstation in Völkenrode nur im ganzen Jahr geregnet, die niedrigste Menge seit (1827-1857, 1868-1872), 01.05.1880 dem Beginn der regelmäßigen Wetter­aufzeichnungen in Völkenrode. Die Innerste in Hildesheim führte sowenig Wasser, dass man sie im Schlusssprung überspringen konnte.


02.01.1960 9 Grad. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr.
Ab hier beginnen die Tagebuchaufzeichnungen von Dieter Bock, die lediglich durch Randnotizen von Hermann Bock ergänzt sind.

09.01.1960 - 1 Grad Schnee Brennholzauktion im Berel Ries

12.01.1960 - 3 Grad, glatt, Schnee. JHV Feldmarkgenossenschaft

14.01.1960 - 3 Grad 10 cm Schnee. 

15.01.1960 -17 Grad 20 cm Schnee. 

17.01.1960 - 1 Grad 15 cm Schnee
Januar 1960 zum 1. Vorsitzenden der KK wurde Kamerad Richard Becker sen. gewählt.

15.02.1960 4 Grad 9 Uhr Sonnemann Zuschlagserteilung Holzverkauf.

26.02.1960 1 Grad JHV Molkerei

04.03.1960 12 Grad regnerisch JHV der Gefrieranlage.

11.03.1960 2 Grad Albert Brunke schlachtet für 22,85 DM unser Schwein. 62,90 DM Gesamtkosten der Fleischbeschauer erhält 3,30 DM.

 

17.7   1960 Neue Kegelbahn eingeweiht Gründung der “Fidelen Schwestern“

28.03.1960 wurden in Berel der Gaststättenumbau und die neue Kegelbahn eingeweiht und wie das hier im Ort so üblich ist, wurde die Kegelbahn mit einer Feier eingeweiht. Es gab Freibier und man ging hin zum Gratulieren. Im Laufe des Abends kam bei einigen Damen die Frage auf: „Warum kegeln eigentlich nur unsere Männer"? Wir können das sicher auch. Unsere Kegel­schwester Käte Gnad nahm einen Zettel zur Hand und Ruck-Zuck haben 12 Damen unterschrieben. Es entstanden die „Fidelen Schwestern“. Offiziell wurde am 16.06.1960 gegründet mit Hilde Schaper als 1. Vorsitzender gewählt. (Aus Chronik "Fidele Schwestern") Bierpreis 35 Pfennig.

10.04.1960 Trauermusik für Ferdinand Hagemann an Pinkernelle WF             >>       92,00 DM

 

01.05.1960
Die Freude an der Musik war so überwältigend, dass schon am 1. Mai 1960 der Dorfbevölkerung bewiesen werden konnte, dass es sich beim Bereler Bläserchor um mehr als Bettelmusikanten handelte. „Das Wecken in den ersten Mai“ war geboren.

 

 

14.05.1960 14 Grad 5,5 mm Gewitterregen. Junggesellenschützenfest. Junggesellenkönig Ernst Siegmund, Freischeibe der Junggesellen Bernd Hoffmeister, König der Landwehr Heinz  Dobbratz. Die Schulkinder führten "Zehn kleine Negerlein" auf und sangen Volkslieder. Das erste Schützenfest wurde 1961 in Berel musikalisch vom Bläserchor Berel umrahmt.

 

Das Ehrenmal des 1. Weltkriegs mit den im offenen Hain aufgestellten Steinen von Gefallenen des 2. Weltkriegs. Bernd Hoffmeister Adjutant der Junggesellen, Bürgermeister Ewald Bock und Richard Becker Landwehr Verein Berel legten die Kränze nieder.

 

15.05.1960 13 Grad Schulkinder machten "Kunstfahren" auf dem Zelte und Seilziehen. Es wurde ein Puppen­tanz aufgeführt. Heine Hoffmeister war bis zum Tode seiner Mutter Röschen Hoffmeister der Schützenoberst, danach sprang der Adjutant Bernd Hoffmeister für ihn ein und leitete das Fest bis zum Ende. Die Veranstalter hatten 60 DM Kassenguthaben. Heinz Dobbratz nahm seinen ersten Film auf. (siehe DVD) Junggesellenkönig Ernst Siegmund,  Freischeibe Bernd Hoffmeister, König der Landwehr Heinz Dobbratz.

1960 „Das Spukschloss im Spessart“ wurde mit Lieselotte Pulver in Oelber am weißen Wege gedreht.

 

17.8       1960 Spar- und Darlehnskasse Berel wird „verschmolzen“.

18.07.1960 16 Grad 19.30 Uhr JHV der Spadaka Berel. Die Spar- und Darlehnskasse Berel GmbH wurde mit der Spar- und Darlehnskasse Barbecke GmbH verschmolzen und am 08.11.1961 ins Genossenschaftsregister eingetragen.

11.09.1960 10 Grad. Robert Sonnemann mäht mit dem Mähdrescher, zum ersten Mal für Hermann Bock, 8 Morgen Weizen hinter dem Berge mit dem Mähdrescher. 6 Std. 240 DM. Die Gummiwagen wurden von Sonnemann, Sievers und Haars geliehen. (bisher erste nachweisbare Zusammenarbeit von Bereler Landwirten). Normalerweise war die Getreideernte Mitte / Ende August zu Ende, in diesem Fall hat die Arbeitszeit eines Mannes nicht ausgereicht um die Ernte rechtzeitig einzubringen.

20.09.1960 14 bis 18 Grad 9 Frauen waren zum Kartoffeln aufsammeln da.

21.09.1960 8 Grad 1 mm. 7 Frauen und Herr Brosinski waren zum Kartoffelnaufsammeln da.

22.09.1960 Das neunte Schuljahr wurde eingeführt.

 

17.9      1960 Gründung des Kegelclub “Ruhige Kugel“

04.10.1960 einen Dienstag, versammelten sich abends 19.30 Uhr. 13 Herren aus Berel treffen sich in der Bührigschen Gastwirtschaft, um einen Kegelclub zu gründen. Nach kurzer Aussprache schritt man zur Gründung und taufte den Kegelclub „Ruhige Kugel“. Siehe Chronik „Ruhige Kugel“

08.10.1960 Hermann Hoffmeister wurde zum zweiten Mal auf sechs Jahre als Ortsbrandmeister gewählt.

15.10.1960 Die Landwehr Berel kauft ein gebrauchtes KK Gewehr von Herbert Burgdorf für 100,00 DM.

10.11.1960 -1, klar. Grenzsteinverhandlung an der Süd-Straße

30.11.1960 6 Grad, 3 mm Regen. Abends wurde ein Pastorenfilm über (Albert Schweitzer) gezeigt. (In diesen Jahren hatten nur wenige einen Fernseher, da war es schon was Besonderes und man ging hin) Der Raum war dann auch voll.

09.12.1960 2 Grad Schneeschauer                 12.12.1960 -2 Grad  25 cm Schnee

24.12.1960 0 Bodenfrost bedeckt                   25.12.1960 – 2 Grad Schneedecke.

31.12.1960 Schneewetter Jahresdurchschnittstemperatur 7,7 Grad um 7 Uhr morgens.

 

19.01.1961 -10 Grad 0 mm Ostwind. Die Sange war in Brückenhöhe zugefroren und man konnte auf ihr Schlittschuh fahren, bis man in einer eingeschlossenen Luftblase einbrach. Auf den umliegenden Feldern stand im Frühjahr das Wasser, das ebenfalls gefroren war.

24.01.1961 - 6 Grad 3 mm Schneefall

Januar 1961 zum 1. Vorsitzenden der KK wurde Kamerad Hermann Bartels gewählt.

12.04.1961 Juri Gagarin startet zum ersten benannten Weltraumflug. Die Umläufe haben wir uns in den abendlichen Stunden im Garten als wandernden „Sternenpunkt“ angesehen.

23.04.1961 + 16 Grad 7 mm Regen. Bläserchor übt im Wald bzw. im Schützenhaus.

26.04.1961 + 8 Grad Bewölkung Bläserchor Übungsabend bei Kempe 19.30 Uhr.

01.05.1961 + 13 Grad Bewölkung 50 % diesig morgens 6 Uhr versammelte sich der Bläserchor im Spritzenhaus für das „In den Mai blasen“. Fast 500 DM Spenden kamen von den Leuten zusammen. Das Interesse war groß. Um 11.30 Uhr am Ende des Rundgangs fand bei Bührig ein Mittag­essen statt. Bäcker Meier spendierte den Kaffee.

07.05.1961 + 15 Grad 13 mm Regen. Junggesellenscheibe wurde ausgeschossen.

13.05.1961 Seit dem 5.5. jeden Tag Regen. Wasser steht auf den Feldern, heute aber ziemlich trocken. 12 Grad. Die KK-Berel zählt 71 Mitglieder.

14.05.1961 + 12 Grad Bewölkung 75 % 9 Uhr zum Frühstück geblasen. Essen und Trinken frei. Kyffhäuserfest Schützenfestdefizit: 103,78 DM. Oberst Herbert Burgdorf, 1. Adjutant Kurt Möller. Die Kyffhäuser hatten zwei Gruppen gebildet, die dann abwechselnd aktiv wurden. Junggesellenkönig Werner Pape, Freischeibe der Landwehr Heinz Dobbratz, König der Landwehr Werner Wolter

20.05.1961 + 11 Grad Bewölkung 50 %. Wie jedes Jahr richten die Junggesellen ihren Maibaum auf. In diesem Jahr war es im Tagebuch festgehalten worden. „Mit den Junggesellen Maibaum aufgerichtet und dann mit Herbert, Hans, Fritze und Berthold im Wald Eier gebraten. Spaß gehabt -- um 5 Uhr nach Hause, und sofort Klee vom Papenkamp geholt“.

28.05.1961 + 12 Grad 09.10 Uhr Bläserchor versammelt sich für die Kirche beim Krieger­denkmal.

02.06.1961 + 16 Grad Bläserchor übt ab 19.30 Uhr marschieren.

07.06.1961 + 18 Grad 23 mm Gewitterregen Bewölkung 25 % Abends Wolkenbruch in 30 Minuten fielen 23 mm Niederschlag. Die Feuerwehr musste bei Böttger den Keller leer -pumpen. Die Sange war zu einem 10 m breiten See angewachsen. Die Brücke nach Burgdorf ließ nicht mehr Wasser durch, so floss es auch über die Straße.

In Oelber a. w. Wege starb ein Pärchen im Auto. Die Flutwelle war zwischen 1,3 und 1,6 m hoch. Schwere materielle Schäden entstanden damals. (Man nannte es eine 7b Wetterlage. Das abfließende Wasser wurde von den ankommenden Regenfällen erhöht).

Sommer 1961 die Firma Blendearra öffnet die Vorflutgräben am Nettlinger Wege in Richtung Sange.

1961 die Gemeindestraßen „Kattreppeln, die Poststraße und die Straße nach Siegmund“ er­hielten eine neue Decke.

 

Auf dieser Postkarte ist oben links die Gastwirtschaft Bührig und oben rechts der Gemischtwarenladen von Käte Gnad abgebildet.                               Original Elfriede Wolter

 

10.06.1961 KK Versammlung. Umlagebefreiung für Vollmer, Hoffmeister sen., Rödiger, Diestel, Keune, Werner Bührich, Halbig, Becker und 5 aktive Soldaten.

Juli 1961, die KK-Berel hat 61 Mitglieder und 9 Ehrenmitglieder.

21.07.1961 +14 Grad 2 mm Regen Bewölkung 100 %. Vierteljahresversammlung Kyffhäuser­kamerad­schaft. Der Bläserchor bläst dazu. Je ein Bronze Schießabzeichen wurden an Alfred Niehoff und Albert Sievers verliehen.

15.09.1961 +13 Grad Bewölkung 50 % Tau. Bläserchor Übungsabend. Egerland.

11.11.1961 Hilde Schaper gab ihr Amt als 1. Vorsitzende der "Fidelen Schwestern" ab. Ruth Diesel wurde gewählt.

17.12.1961 -11 Grad klar 875 mm Luftdruck.

18.12.1961 -10 Grad. Stroh gegen die Kälte an das Wohnhaus gebracht.

24.12.1961 - 5 Grad keine geschlossene Schneedecke. 25.12.1961 -10 Grad.

29.12.1961 + 0 Grad. Generalversammlung vom Bläserchor. Ständchenforderung 30 DM + Fahrt.

30.12.1961 + 7 Grad Bewölkung 75 % Tauwetter. Bläserchor in Söhlde: Ständchen zur Silberhochzeit Römer, dann in Gastwirtschaft Gent bis 23 Uhr geblasen.

31.12.1961 +6 Grad Jahrestemperaturdurchschnitt: 9,5 Grad bei 816 Liter Regen.

1961 Ein See entstand durch Kiesabbauvorkommen. Er erhält später den Namen „Salzgitter See“.

 

19.01.1962 5 Grad 3 mm starker Wind. Bläserchor mit Mütze.
Tagesordnung auf der Landwehrversammlung: „Schützenfest soll die 2. Gruppe machen“.

1702.1962 Flutkatastrophe in Hamburg

05.03.1962 0 Grad 22 cm Schneedecke. 1 Std. Schlittschuh gelaufen und Schneefall.

06.03.1962 - 3 Grad Tauwetter klar.

24.03.1962 - 2 Grad 75 %. Günter Diestel zum Gemeindebrandmeister gewählt. Er amtierte bis 1974.

25.03.1962 0 Grad Konfirmation in Berel.       28.03.1962 5 Grad 10 mm Schnee und Regen.

30.03.1962 5 Grad 5 mm. Beim Übungsabend mit dem Bläserchor wurde die Preußen Gloria geübt.

12.05.1962 11 Grad 1 mm. Bereler Schützenfest von Kyffhäuser ausgerichtet. Wirt Unverzagt. Wenige Buden, Autoskooter. Tanzkapelle Brennecke. Die Musik war gut. Am 1. Tag einiger­maßen Wetter, abends einigermaßen voll.

13.05.1962 10 Grad.. Schützenoberst der Kyffhäuser Gruppe II Günter Diestel, 1. Adjutant  Werner Wolter Junggesellenkönig Dieter Brunke. Albert Sievers errang die Königsscheibe, Bernd Hoffmeister errang die Freischeibe der Landwehr. Der umgebaute Schießstand wurde ein­ge­weiht. Am Abend war das Zelt einigermaßen voll. 102 DM Defizit durch Regenwetter, als Kind fand man das Schützenfest trotzdem wunderbar.

09.06.1962 13 bis max. 27 Grad. Baum aus der Lerchenschonung bei Bührig als Pfingstbaum aufgestellt.

27.06.1962 12 Grad Gemeindewegebauversammlung.

30.06.1962 Fahrt mit Bläserchor nach Kiel ab 5 Uhr. Fahrer Schrader mit Frau. 46 Teilnehmer. Förde Hotel in Kiel. Marineehrenmal in Laboe 86 m hoch. Fahrt ums Feuerschiff.

01.07.1962 vormittags 3 mm Regen. Nachmittags schön. Fahrt nach Scharbeutz über 5 Seen Fahrt. Schönes Wetter. Paddelfahrt auf der Ostsee. Spaziergang am Strand von Travemünde. Abendessen in Stederdorf. 23 Uhr Ankunft.

14.07.1962 15 Grad. Generalversammlung der Forstgenossenschaft Berel Ries.

14.07.1962 KK Berel Grundsteinlegung Schießstand 1 Fl. Korn usw. 37,40 DM

20.08.1962 Erich Könnecker lieferte 36 Sack Zement, 13 Sack Kalk, ....      

einschließlich 08.10.1962 sowie 2 Träger a 2,5 m = 262,90 DM

30.09.1962 Einweihung - Scheibe im Schützenhaus an Albert Sievers 20,00 DM

Dieser zweite Schießstand der Landwehr >> KK-Berel hatte 50 m, davor waren es 100 m.

16.10.1962 Kuba-Krise.

19.11.1962 3 Grad 3 mm Regen-Schnee. Röntgenreihenuntersuchung in Burgdorf. Nachdem immer mehr Herdbuch geführte Kühe [TBC freie Kühe] in den Ställen der Bauern waren, ging auch diese Ansteckungsgefahr auf dem Lande wesentlich zurück. Die erkrankten Menschen wurden ja sowieso durch die Medizin inzwischen erfolgreich behandelt. Man schaffte in späteren Jahren diese Untersuchungsmethode wieder ab. (Die Lehrer mussten bis in die 90er Jahre einmal zum Gesundheitsamt und die Bescheinigung darüber bei der Schule vorlegen).

05.12.1962 - 4 Grad ruhiges Wetter Schlachtefest 2 Schweine 4,98 Ztr. und 4,12 Zentner. Else Warnecke, Anna Bock helfen Schlachter Brunke 121 Dosen Wurst und Rippen, viel Fett. 1 Schwein in Dosen, eins ins Kühlhaus.

23.12.1962 -14 max. 21 Grad Kälte.

24.12.1962 -12 max. 20 Grad Kälte. Der alte Herr Rödiger wurde beerdigt.

25.12.1962 - 8 Grad leichter Schneefall.

26.12.1962 - 7 Grad leichter Schneefall.

28.12.1962 – 3 Grad Manfred Hoffmeister war nach Australien ausgewandert und kam zurück, er hat sich kaum verändert. Bernd Hoffmeister hat Polterabend in Barbecke. In der Nacht hat es sehr viel geschneit und auf den Strassen gab es kaum noch Möglichkeit durchzukommen.

31.12.1962 -12 Grad Schneefall 7,65 Grad Jahresdurchschnittstemperatur

1962 Die Erschließung des Siedlungsgeländes, Straßenbau und Kanalisation.

 

 

01.01.1963 -16 Grad.                                    02.01.1963 -13 Grad Schneeketten säubern.

04.01.1963 - 3 Grad Schneetreiben Schnee geschaufelt. Bläserchor Übungsabend. Bis zum 05.03.1963 lag sehr viel Schnee auf den Straßen und in den Gräben, zeitweise war Berel abgeschnitten. Dann kamen die Bergepanzer und schoben von Ries bis Gr. Himstedt eine Gasse frei. Wenn ein Auto entgegenkam, musste Einer wieder zurück. Später kamen dann die Räum­fahrzeuge und schoben den Schnee bis in die Baumkronen der Straßenbäume. Auf den Feldern lag anfangs noch Schnee, der dann allerdings sich durch die Verwehungen an den schon hohen Straßenschneerändern weiter ansammelte, deshalb war es einfacher mit dem Trecker über die Felder zu fahren. Brücken musste man allerdings ahnen oder kennen! Die Temp­eratur sank am 19.01. auf – 20 Grad. Die Autobatterien versagten ihren Dienst, in den Häusern froren im Keller die Kartoffeln ein. Am 05.03.1963 begann es dann wieder aufzutauen und zu schmelzen. Da dies die längste Periode mit Schneeverwehungen und schwierigen Straßenverhältnissen war, sind im Folgenden etliche Tage dargestellt. Als Fahrschüler war eine Fahrt mit dem Fahrrad nicht mehr möglich, so ging es auch allen Anderen im Ort die nach auswärts fahren mussten. Die Busverbindung nach Lebenstedt war allerdings nur einige Tage unter­brochen. Die Sinke bei Burgdorf war dann dicht, die Straße Berel nach Söhlde war oben am Söhlder Berg verweht hier „wartete man in der Kurve die Steinkuhle“, die Straße Berel - Nettlingen war auf Nettlinger Seite mehrfach mit hohen Schneewehen dicht, sowie die Straße Lesse Reppner und die Straße Lesse Lichtenberg. In späteren Jahren wurden die Straßen bei jeder Erneuerung ein Stück höher und damit wehte der Wind den Schnee nicht mehr in die Straße sondern darüber hinweg. 

05.01.1963 + 3 Grad Tauwetter 10 mm Schneewasser

14.01.1963 – 1 Grad Schneegewitter stürmischer Wind. Mit Trecker zur Bahn – stecken geblieben. – 1 m hohe Schneewehen. Mit Herbert Bartels über Nettlingen nach Hildesheim. Stundenlang Schnee geschaufelt.

16.01.1963 – 12 Grad ruhig klar. Heinrich Hoffmeister 90 Jahre alt gestorben.

17.01.1963 – 6 Grad leichter Schneefall. Brücke suchen wegen Schneeverwehungen.

18.01.1963 – 9 Grad Schnee stürmischer Wind. Zuckerrübenversammlung in Burgdorf bei Stübig. Vortrag über Schädlingsbekämpfungsmittel. Der Bläserchor hat seine JHV, eine Fahrt soll gemacht werden.

19.01.1963 – 16 Grad max. – 20 Grad. Die kälteste Winternacht.
20.01.1963 – 17 Grad                                    21.01.1963 – 10 Grad             
23.01.1963 – 3 Grad. Es ist viel Schnee ist gefallen. Die Batterie wurde zum Aufladen nach Kittner in Söhlde gebracht und Brennholz für Manfred Kroll aus dem Osterlinder Holz geholt. Die Batterien lieferten bei den sehr niedrigen Temperaturen kaum noch Spannung, da man erst geringe Kenntnisse von dem Einsatz hatte, musste dieses Detail erst „gelernt“ werden.

25.01.1963 – 1 Grad Batterie wiedergeholt. Trecker springt an. Kosten 3 DM.

26.01.1963   -1 Grad Schnee und Schneewehen stürmischer Wind.

30.01.1963   -8 Grad Schnee.                        31.01.1963 – 18 Grad max. – 20 Grad.

01.02.1963 -8 Grad 7 mm Schneewasser Bläserchor Übungsabend. Geburtstagsständchen. Jahres­hauptversammlung in Vier Linden.

02.02.1963 – 5 Grad Schnee Hausarbeit Tenorhorn putzen.

03.02.1963 – 10 Grad. In Lesse bei Heini Ballüer geblasen.

04.02.1963 – 9 Grad Schneefall Hofarbeit. Bundeswehrsoldaten schlafen in unserer Waschküche, sie räumen die Straßen. Die Kochfrau Frau Riechelmann kam aus Burgdorf.

05.02.1963 – 4 Grad                                      06.02.1963 – 15 Grad max. – 20 Grad.

09.02.1963 – 4 Grad Bläserchor in Lesse zum Maskenball.

10.02.1963 – 4 Grad klar. Nachmittag Konfirmanden binden Girlanden aus Fichtengrün.

18.02.1963 an Richard Becker für geleistete Erdarbeiten am Schützenhaus 50,00 DM

23.02.1963 -14 Grad Raureif. Mit dem Trecker zur Bahn.

24.02.1963 -20 Grad Raureif Konfirmation in Berel.

25.02.1963 -16 Grad Raureif, Nebel.

26.02.1963 – 1 Grad klar Tauwetter 1 Fuder Schnee weggefahren. Hofarbeit.

03.03.1963 – 3 Grad Schnee. Der Pastor Caspar wurde durch den Probst und die Gemeinde in den Ruhestand verabschiedet. Der Bläserchor hat 2 Gesänge gespielt.

 

 

05.03.1963 - 3 Grad Tauwetter

07.05.1963 Gaststätte Lüder in Nordassel. Informationen zur Bildung einer Samtgemeinde.

15.05.1963 10 Grad 3 mm Schneeregen Bläserchor Tonbandaufnahmen. Wiederholung.

16.05.1963 11 Grad 12 mm August Niehoff sen. war gestorben. Ein guter Schmiedemeister. 66 Jahre.

18.05.1963 9 Grad. Gutes Wetter. Um 11 Uhr Beerdigung von August Niehoff. Beginn des Schützen­festes der Kyffhäuser um 13 Uhr Der Schützenfestumzug wird vom Bläserchor geblasen. Schützenoberst Gruppe I der Kyffhäuser. Kurt Möller, 1. Adjutant Heine Hoffmeister. Junggesellenkönig Wolfgang Pape, König der Landwehr Werner Wolter, Freischeibe Herbert  Burgdorf.

19.05.1963 10 Grad. Sonniges Wetter Hermann und Wilma Bock feierten Silberhochzeit. Der ganze Umzug kam und gratulierte. Bowle für alle. 1963 wurde der Betrag erwirtschaftet, den jeder Ausrichter (20 DM) vorher eingezahlt hatte. Die einzige Einnahme waren Festkarten.

03.08.1963 25 Grad max. 35 Grad schwül

04.08.1963 24 Grad 14 – 18 Uhr. Waldkonzert Gesangverein aus Bettrum und Söhlde waren auch da. Wirt Unverzagt ca. 400 Gäste wurden auch von dem Landrat Kunkel begrüßt.

24.10.1963 Grubenunglück in Lengede. Der Klärteich 12 flutet mit 500.000 Liter Wasser das Stollensystem der Grube Lengede. 29 Bergleute starben. Die spektakuläre Rettungsaktion mit "Der Dahlbusch Bombe" wurde durch die Medien weltbekannt.

Nov. 1963 Der 1. Vorsitzende Heinrich Peters hatte darum gebeten, aus gesundheitlichen Gründen von einer Wiederwahl abzusehen. Zum Nachfolger wurde Richard Geldmacher vorgeschlagen und gewählt. Das Amt des 2. Vorsitzenden übernahm Manfred Bartels. Als Kassierer wurde Hermann Bartels, als Schriftführer Günther Rödiger, als Notenwart Günter Diestel und als Instrumentenwart Bernd Hoffmeister gewählt. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung wurde Heinrich Peters die Würde des Ehrenvorsitzenden angetragen.

22.11.1963 7 Grad 2 mm Sturm USA: John F. Kennedy wurde ermordet
03.12.1963
- 3 Grad Nebel Viehzählung.

13.12.1963 - 2 Grad leichter Schneefall Bläserchorabend

14.12.1963 - 6 Grad 12 cm Schneehöhe                      15.12.1963 -10 Grad Schneefall

21.12.1963 - 1 Grad. Frau Sonnemann, 89 Jahre alt ist gestorben. (Noch nie gesehen).

23.12.1963 -11 Grad           24.12.1963 -14 Grad        25.12.1963 - 1 Grad

26.12.1963 3 Grad 8 mm Schneewasser

28.12.1963 3 Grad Bläserchor JHV 1. Richard Geldmacher 2. Manfred Bartels.

31.12.1963 3 Grad Bodenfrost Jahresdurchschnitttemperatur: 7,5 Grad

 

01.01.1964 Mary Quandt, britische Modeschöpferin, stellt ihren Mini-Rock ('miniskirt') vor und leitet eine Revolution in der Damenmode ein. 1966 erhält sie für ihren Modeschlager von Queen Elisabeth den 'Order of British Empire' im Buckingham Palace in London.

12.01.1964 -12 Grad Vergnügen der Landjugend auf dem Berghölzchen. Shell Super kostet in Söhlde bei Kittner 64 Pfennig pro Liter.

13.01.1964 -10 Grad 14.30 Uhr in der Gastwirtschaft Bührig Dränageverband gegründet.

14.01.1964 - 3 Grad Schlachtefest. Albert Brunke schlachtet für 28 DM.

18.01.1964 -12 Grad für Lehrer Behrens 1 Raummeter Eichenholz geholt.

19.01.1964 -10 Grad auf dem Salzgittersee Schlittschuh gelaufen.

24.01.1964 3 Grad mit der Landjugend nach Wolfenbüttel. 2 Std. Grenzabfertigung in Helmstedt. Reiseziel Berlin.

Januar 1964. Die KK-Berel hat 62 Mitglieder und 3 Ehrenmitglieder.

04.02.1964 6 Grad 4 mm Regen starker Sturm. In der Schule wurde im alten Klassenraum eine Bücherei eröffnet. Dieter Bock war der erste Leser.

20.02.1964 -10 Grad Bläserchor übte. 

12.03.1964 0 Grad Bodenfrost Bläserchor: Die alten Bläser sind als Zuhörer eingeladen.

18.03.1964 - 8 Grad 5 cm Schneedecke. 24.03.1964 2 Grad. Kannenbank gezimmert.

31.03.1964 Frau Pommerehne beendet ihren Kirchendienst.

02.04.1964 3 diesig, Nebel. Schares Tochter wurde beerdigt. Hermann Bocks Pferde zogen den Leichenwagen.

03.04.1964 3 Generalversammlung Gefrieranlage Berel.

04.04.1964 2 Grad. Kirchendienst von Eike Bock begann.

01.05.1964 7 Grad 4 mm Regen. An Bläserchor gespendet.

07.05.1964 18 bis 27 Grad Dieter Bock Schützenkönig der Junggesellen geworden. Waldmeister im Wald für die Bowle gesammelt.

23.05.1964 + 17 Grad sonniges Wetter Grün vom Wald geholt und an den Zaun genagelt. 13.35 Uhr wurde Dieter als Junggesellenkönig geehrt. Er hat Pfirsichbowle spendiert.

24.05.1964 + 17 Grad sonniges Wetter. 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Berel.

9 Uhr Frühstück Lüder war Wirt. Am ersten Tag hatten die Feuerwehrmänner von Berel im Zusammenwirken mit dem Kyffhäuserverein die neuen Könige zu ehren. Auf der Landwehrscheibe hatte Max Gnad das beste Ergebnis zu ver­zeichnen, während Dieter Bock zum Junggesellenkönig proklamiert wurde. Als König der Ehrenscheibe der Feuerwehrkameradschaft konnte Karl-Heinz Pommerehne gefeiert werden.

Im Rahmen dieses Umzuges fand ein kurzes Gedenken für die gefallenen Wehrmitglieder am Ehren­mal statt. Danach holte der Bläserchor zusammen mit den übrigen Teilnehmern des Zuges die Schulkinder zu ihrem Fest im Bereler Ries ab. Unter Leitung von Lehrer Hans Behrens boten sie Volkstänze und Spiele aller Art. Am frühen Abend vergnügten sich die Erwachsenen mit einem Tanzfest nach der Kapelle Brennecke, die bis zum Morgengrauen für die Musik sorgte. ?Freischeibe der Feuerwehr Reinhold Jahnke?

    Der Schlaf wurde in dieser Nacht groß geschrieben. Schon am Sonntagmorgen waren die Feuerwehrmänner wieder zum Frühstück vereint, um danach die befreundeten Wehren zum großen Festumzug zu empfangen. Mit einem stattlichen Festumzug demonstrierte die Frei­willige Feuerwehr Berel ihre enge Verbundenheit mit den 16 benachbarten Wehren. Es kamen die Wehren aus Salzgitter - Lesse, Söhlde, Sehlde, Woltwiesche, Broistedt, Osterlinde, Burgdorf, Hohenassel, Salzgitter - Lichtenberg, Nettlingen, Westerlinde, Barbecke, Bettrum, Oelber a. w. Wege, Groß - und Klein Himstedt ca. 300 Feuerwehrmänner. Für die musikalische Ausge­staltung sorgten neben dem Bläserchor Berel die Spielmannzüge aus Woltwiesche und Söhlde.

Das geschah aus Anlass des 90 jährigen Bestehens der Wehr, das zwei Tage lang im Bereler Ries unter großer Anteilnahme in der Bevölkerung und vieler Besucher aus den umliegenden Orten gefeiert wurde. Prominentester Gast in diesem Kreis war am zweiten Festtag Kreis­brandmeister Rollwage, der die Grüße des Landkreises und des Nachbarkreises Hildesheim - Marienburg überbrachte und in seiner Ansprache die Einsatzbereitschaft der Wehr und den kamerad­schaftlichen Geist würdigte. Dabei sprach Rollwage den Wunsch aus, dass diese Wehr noch lange Jahre für die Allgemeinheit wirken möge.

Als besondere Anerkennung des Landkreises und als Jubiläumsgeschenk überreichte er Gemeinde­brandmeister Diestel, der die Gäste begrüßt hatte, einen Geldbetrag und eine Erinnerungs­plakette des Kreisfeuerwehrverbandes. Dabei brachte er zum Ausdruck, es würde ihm eine besondere Freude bereiten, wenn er auch ein solches Geschenk zum 100. Geburtstag der Wehr machen könnte.

Mit Anteilnahme verfolgten die Gäste die Ehrung, die Kreisbrandmeister Rollwage verdienten Feuer­wehrmännern zuteilwerden ließ. An der Spitze stand Gemeindebrandmeister Günter Diestel, der in seinem Ehrenamt als Ortsbrandmeister durch eine Urkunde mit Wirkung vom 1. Mai in seinem Amt bestätigt wurde.

Für 40-jährige Treue zur Wehr wurden mehrere Hauptfeuerwehrmänner mit einem Diplom und dem Ehrenzeichen ausgezeichnet. Es waren Hermann Pape, Hermann Bock und Wilhelm Hagemann 52. Das Treueabzeichen für die "25 jährige Zugehörigkeit" zur Wehr erhielt Oberfeuer­wehrmann Albert Oelker.

Nach diesem offiziellen Teil gaben sich die Besucher der Fröhlichkeit dieses Tages hin, zu der mehrere Schausteller des fahrenden Gewerbes beitrugen. Damit wurde die Zeit bis zum Beginn des Abschlussballes überbrückt. Der Wettergott hatte für diese Veranstaltung ein festliches und naturschönes Bild präsentiert.

Einnahmen 2172 Ausgaben 2111 DM Spenden 463 DM Überschuss 523 DM. Ein großartiges Fest!

 

17.10      1964 Gründung der Jungschützengilde

04.07.1964 Das erste Jugendschießen wurde im Kassenbuch der KK-Berel gebucht. Jungschützengilde wird durch Karlheinz Pommerehne gegründet und im Oktober gegen den Widerstand einiger Erwachsener beschlossen.

14.07.1964 21 max. >30 Grad sehr schwül – 21.07.1964 20 Grad Abkühlung durch 12 mm.
24.07.1964 18 Grad. Einen Kranz für Malermeister Miehe 5 DM. Für die letzte Fahrt mit unseren Pferden 15 DM erhalten. Otto Miehe hatte für uns alle Schützenscheiben gemalt. Von da an hat Heinz Dobbratz es übernommen, da er schon kleine Bilder in Öl gemalt hatte. Die Frühjahrs- und die Herbstscheibe waren Jagdmotive, die im Schützenhaus hängen blieben. Für das Schützenfest ist die Junggesellenscheibe mit Bild, die Freischeibe mit Eichenkranz und die Kyffhäuser-Königscheibe mit einem eisernen Kreuz (von Heinz Dobbratz umgestaltet) gemalt worden.

25.07.1964 18 Grad. Wegebauversammlung und Besichtigung der neuen Wege.

01.08.1964 13 Grad 3mm Niederschlag. Für den Dränageverband Berel 23.000 kleine Sauger abgeladen. Haferstiegen H. d. Berge aufgerichtet.

07.08.1964 18 Grad Friedrich Smentek und Hannelore Brunke Polterabend. 1-Fuder-Ziegeln von den Junggesellen.

23.08.1964 12 Grad, schweres Unwetter.                   26.08.1964 16 M30 heißes Wetter.

27.08.1964 21 M35 große Hitze.                               29.08.1964 22 M29 schwül

11.09.1964 18 Grad 1 mm Polterabend von Marianne Vasterling.

15.09.1964 20 Grad 9 mm Gewitter. 15 Uhr in Dingelbe Generalversammlung.

20.09.1964 10 Grad 5 mm Pferde werden verkauft: Liese wiegt 12,80 Zentner. Lore 11,58 Zentner.

27.09.1964 16 Grad 2 mm  Regen, Wahl zum Gemeinde- und Kreisparlament.

09.10.1964 11 Junggesellenversammlung 1. Herbert Bartels, 2. Günter Kempe, Kassierer Dieter Bock.

14.11.1964 8 Grad 5 mm Spadaka Barbecke Generalversammlung bei Strube.

15.11.1964 11 Grad 10 mm. In der Kirche zum Volkstrauertag geblasen.

22.11.1964 11 Grad 2 mm Junggesellenschießen. Alle zum Abendmahl.

03.12.1964 - 3 Grad  Schneefall

17.12.1964 5 Grad Frau vom Tischler Hotopp gestorben.

20.12.1964 Preisschießen der Jugend 11,20 DM Einnahmen. 40 DM Ausgaben für Preise.

24.12.1964 - 3 Grad Nebel                                        26.12.1964 - 3 10 cm Schneedecke

29.12.1964 - 3 Grad 6 mm Schneewasser Bläserchor hat Generalvers.

30.12.1964 - 2 Grad starker Schneesturm

31.12.1964 6 Grad 8 Tauwetter Jahrestemperaturdurchschnitt 8,87 Grad um 7 Uhr. 378,5 Liter hat es im ganzen Jahr geregnet.

 

21.01.1965 - 1 Grad 1 cm Schneedecke                    26.01.1965 - 2 Schneefall

30.01.1965 - 3 Grad Schneefall                                  31.01.1965 - 3 Grad 22 mm Schneewasser

08.02.1965 - 4 Grad Schneefall                                  10.02.1965 - 3 Grad Schneefall

11.02.1965 0 Grad Tauwetter, Regen.

28.02.1965 - 1 Grad 20 mm Niederschlag der letzten Tage.    05.03.1965 - 7 Grad           

08.03.1965 – 6 Grad Herr Brosinski hat bei einem Unfall schwere Verbrennungen erlitten.

18.03.1965 7 Grad Herr Brosinski ist 39 Jahre alt an den Unfallfolgen gestorben. Bläserchor in Söhlde.

20.03.1965 4 Grad bedeckt Junggesellen haben JHV. Sparschwein 89 DM.

21.03.1965 4 Grad Regen bedeckt Junggesellen schießen und verzehren für 89 DM.

08.04.1965 8 Film über die „Ostzonenarmee“ bei der Landjugend angeschaut. In dem damals geteilten Deutschland wurden auf beiden Seiten eine große Zahl von jeweils deutschen Soldaten und den jeweiligen „Bruderarmeen“ in Bereitschaft gehalten. Diese Zeit nennt man auch heute noch: „Der kalte Krieg“. Die Filme unterschiedlichen Inhalts wurden auf beiden Seiten der Grenze gezeigt um die jeweilige Verteidigungswilligkeit zu stärken.

09.04.1965 8 Grad 8 mm Regen, Günter Halbig hat in Gr. Elbe Polterabend.

01.05.1965 12 klar. 7 Uhr Wecken Schützenplatz von 7.30 bis 10.30 Uhr blasen.

05.05.1965 11Grad 3 Gewitter

08.05.196513 Grad 7 Landkreis WF macht eine Veranstaltung wegen: „Sag ja zum Vereinsleben“. Der Bereler Bläserchor spielt.

09.05.1965 10 Grad 17 mm Sturm, Reinhold Jahnke Junggesellenkönig mit 30 Ring.

1965 Das Schützenfest war ohne Gewinn und einmal mit ca. 400 DM Verlust abgeschlossen worden. Unter diesen Umständen wollte keiner mehr Ausrichter sein, auf vielen Dörfern schlief das Schützenfest in dieser Zeit auch ein. Die Bereitschaft zum Kompromiss aufseiten des Forstvorstandes (Herbert Burgdorf vermittelte damals) und das Eintreten der Bürger für das Schützenfest ließ in Berel die Entwicklung anders ablaufen, dazu zählt insbesondere der Bereler Bläserchor mit seinen vielen aktiven Mitgliedern unter der musik­alischen Leitung von Albert Sievers. Ihre Musikdarbietungen senkten auch an den Schützen­festtagen erheblich die Kosten.

Hermann Bartels vom Kyffhäuserverein Berel und der Oberst Werner Wolter handelten die münd­liche Absprache mit "der Forst" aus. Im Protokollbuch der Forst wurde diese (von 1953-1977) Unentgeltliche-Zur-Verfügungsstellung des Platzes nicht aufgeführt.

Im Auftrage der Forst ging der Forstaufseher Heinrich Hoffmeister ging bis 1965 zu den Buden­­besitzern und sammelte pro Bude 3 Mark ein.

Verträge mit dem Festwirt Otto Unverzagt aus Lichtenberg und der Ausstellerfirma Bernhard du Carrois aus Holle. Diese zahlten jetzt an die Veranstalter die Platzmiete (1000 DM Quelle Alfred Niehoff). Nur durch das Zusammenwirken aller aktiven Beteiligten, und damit auch der Schützen­festbesucher überstand Berel die Herausforderung der damaligen Zeiterscheinung. Danach war wieder Geld über, und die Arbeitszeit der unentgeltlichen Helfer mit der Planungs­gruppe konnte wieder mit Freibier zum Schützenfestabschluss entschädigt werden.

15.05.1965 + 16 Grad Gewitter kaum Regen. Schützenfest Bowle bei Gnad, Pommerehne, Möller und Jahnke. Bläserchor bläst beim Umzug.

16.05.1965 + 18 Grad Schützenfest der Kyffhäuser Gruppe II Oberst  Werner Wolter, 1. Adjutant Max Gnad. Junggesellenkönig Reinhold Jahnke, Freischeibe Albert Sievers, Werner Pape Königsscheibe der Landwehr. Der erste Jugendkönig ist Reinhard Brendemühl.

Die Bereler scheinen eine unglückliche Tradition übernommen zu haben: „Wenn der Kyff­häuserbund als erster Verein des Jahres zwischen Braunschweig und Hildesheim sein Schützen­fest feiert, regnet es“. Sie sind deshalb nicht traurig, sondern wissen "ihr" Fest dennoch zu feiern. Sommerliche Schwüle lastet über dem kleinen Bauerndorf, als man sich zum Umzug versammelte. Die Vorjahrkönige Max Gnad, Dieter Bock und Karl-Heinz Pommerehne wurden abgeholt.

Lehrer Hasso Lies führte mit etwa 60 Kindern Tänze und Reigenspiele auf. Zahlreiche Eltern und Gäste verfolgten die Darbietungen. Die Schützen wetteiferten um die Königswürde, die sich der Maurerpolier Werner Pape holte. Der Söhlder Spielmannzug trat auf. Die neue Fahne wurde auf dem Kirchplatz von Pastor Hansmann aus Lesse geweiht. Kurt Möller wurde als alter Oberst abgeholt. Hermann Hoffmeister sen. beobachtete dazu das Bowlefass und ließ die Kapelle immer noch einen spielen, bis es vom Umzug leer getrunken war.

Juni 1965 die Jungschützengilde errang ihren ersten Pokal.

Der Bereler Bläserchor 1965.                                                                                                    Original Manfred Bartels

 

17.11              1965 Entstehung der Samtgemeinde Burgdorf Assel

Juni 1965 entstand die Samtgemeinde Burgdorf–Assel. Berel wurde Mitgliedsgemeinde. Außerdem gehörten seitdem Burgdorf, Hohenassel, Nordassel und Westerlinde dazu. In Burgdorf wurde ein Verwaltungsgebäude gebaut. Verwaltungsleiter wurde Samtgemeinde­direktor Koch. Samtgemeindebürgermeister Paul Prause.

12.06.1965 14 Grad Bläserchor fuhr nach Frankfurt, Rüdesheim und Niederwald Denkmal.

28.06.1965 1. Samtgemeinderatssitzung der Samtgemeinde Burgdorf-Assel. Aus Berel nahm teil: Bürgermeister Hermann Bartels. Als Samtgemeindebürgermeister wurde Bürgermeister Ohlendorf aus Burgdorf. Stellvertreter wurde Prause aus Hohenassel. Bewerber für das Amt des Samtgemeindedirektors; soll nach A 10 besoldet werden. Vorstellung der Kandidaten. Koch und Müller kamen in die nähere Wahl. Aufwandsentschädigung des SG Bürgermeister monatlich 120 DM. Stellv. SG BM 80 DM, stellv. SG Direktor 40 DM, Sitzungsgeld der Ratsherrn 5 DM/ Sitzung. Bezirkskassenverwalter Güttner aus Hohenassel sollte als Samtgemeindekassenverwalter nach VI b BAT übernommen werden. (951 DM brutto). Zwei Halbtagskräfte sollten als Schreibkräfte zum 01.01.1966 eingestellt werden.

13.07.1965 20 Grad M32 – 20.07. 1965 jeden Tag schwül und Gewitter.

20.07.1965 22 Grad Gewitter Der Rechtsbinder war ausgeleiert. Die Bunde wurden nicht ordentlich gebunden.

21.07.1965 18 Grad 5 mm Gewitter. Der alte Herr Hoffmann (77 Jahre) zimmerte die Balken für den Holzstall.

24.07.1965 22 Grad 5 mm. Geblasen bei Kyffhäuser-Vierteljahresversammlung.

27.07.1965 legte man die Rohre in den Graben an der Ostseite des Dorfes (Innenseite).

28.07.1965 USA mit Vietnam im Krieg.

14.08.1965 13 Grad Junggesellenvergnügen viele Karten wurden verkauft, gute Stimmung.

18.08.1965 16 - 30 Grad    

03.09.1965 16 Grad 2 mm 2 Hamsterfallen gestohlen. Gegen 1 DM Lösegeld von A ….. wieder bekommen. [Damals wurden die Hamster gefangen weil sie Getreide fraßen, 2008 stehen sie unter Naturschutz, weil sie eine bedrohte Art sind].

04.09.1965 17 Grad Sommerweizen im Siekfeld gemäht. 2 gestohlene Hamsterfallen von W … wiedergebracht. Keine Belohnung. Am Lessingtheater geblasen.

06.09.1965 Samtgemeindesitzung in Gasthaus Blumenberg Hohenassel. Samtgemeindedirektor wurde Koch mit 7 Stimmen gewählt. Schreibkraft Frau Diestel (400 DM brutto). Aus Berel war Gerhard Brendemühl anwesend. Bürgermeister Hermann Bartels fehlte entschuldigt. --- Nach der Festsetzung von Aufwandsentschädigungen folgten verschiedene Gebühren­ordnungen. ----

 

17.12                 1965 Fahnenweihe der KK Berel

 

1965 Fahnenweihe der KK Berel. Die alte Fahne von 1913 war für stürmisches Wetter nicht mehr belastungsfähig genug.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Original
Manfred Bartels

 

23.10.1965 3 Grad Fahnenweihe der Kyffhäuserkameradschaft um 13.30 Uhr, geblasen, abends Vergnügen mit Tombola. Die in die Fahne eingearbeiteten vier Symbole stehen für:

n    Linker Stahlhelm:                die deutsche Wehrmacht / 1. Weltkrieg

n    rechter Stahlhelm:                die Bundeswehr

n    die Gewehre:                      den Schießsport

n    die Lyra:                             den Bläserchor

02.11.1965 Ratssitzung Gaststätte Lüder Berel hat 66.585 DM an Ein- und Ausgaben.

18.11.1965 Westerlinde war das schönste Dorf im Landkreis WF. Die Feier dazu fand im Wald­häuschen statt.

1965 waren die Rüben durch frühen Frost festgefroren. Die Zuckerfabriken unterbrachen die Kampagne und machten erst nach dem Auftauen wieder weiter.

22.11.1965 - 8 Grad Neuschnee 10 cm.         23.11.1965 -10 Grad 17 mm Schneewasser     

24.11.1965 - 2 starker Schneesturm, Tauwetter. Straßen waren zugeweht. Wir waren über die Felder gefahren.

25.11.1965 - 0 Grad Tauwetter                      24.12.1965 7 Grad 5 mm

25.12.1965 7 Grad grüne Weihnacht   26.12.1965 – 2 Grad.

30.12.1965 0 Grad 3 mm Bodenfrost Bläserchor hat JHV.

31.12.1965 4 Grad 3 mm Regen 8,69 Grad Jahresdurchschnitt um 7 Uhr.

 

17.13     1965 Ehrenmal wird umgesetzt

1965 Nach Verhandlungen mit dem Kirchengemeinderat unter der Leitung von Pastor Hansmann wurde vonseiten der Kirche, der südliche Teil des Kirchplatzes zur Aufstellung des Ehrenmals freigegeben. Auf der nördlichen Seite entstand ein Kinderspielplatz. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass das Wirken des Pastors Hansmann sowohl in kirchlicher als auch in weltlicher Hinsicht hervorragend war.

 (Nachtrag: die Kinder rodelten bis dahin von der Südseite der Kirche bis nach jetzt Royer auf der Landesstraße weiter, was war sehr gefährlich. Ein Rodelhügel wurde zur Grenze nach Siegmund als Ersatz aufgeschüttet.)

Bis um 1965 die oberen Sitzreihen gingen bis an die Kanzel.

 

13.01.1966 - 2 Grad 6 mm Schneefall. Im Pferdestall betonieren. Anmeldung beim Milchkontrollverein. Landjugend-Volkstanz.

14.01.1966 - 4 Grad 15 cm Schnee.   15.01.1966 - 7 Grad 15 cm Schneehöhe JHV Feuerwehr

16.01.1966 - 6 klar. Fritz Kickel Ständchen zur goldenen Hochzeit. 120 DM Spende.

17.01.1966 -10 Grad klar, windstill                 18.01.1966 - 8 Grad windstill

21.01.1966 -11 Grad 10 cm Schneefall

27.01.1966 SZ Zeitungsbericht über die 36 Traubeneichenstämme aus der Lutherzeit. Laut Oberförster Gerhard Lochte waren sie 350 – 400 Jahre alt. Infolge ihres Alters hatte sie irgend­welche Krankheitserscheinungen. 1700 DM wurde als Spitzenpreis erzielt.

29.01.1966 7 Grad 3 mm Jagdgenossenschaftsversammlung

30.01.1966 10 Grad Förster Vasterling wird beerdigt.

31.01.1966 10 Grad mit den Junggesellen nach Peine zur Härke-Brauerei. Führung durch den Betrieb. Der Rechtsbinder wurde an den Schrotthändler für 15 DM verkauft.

06.02.1966 12 Grad 25 mm Regen

07.02.1966 8 Grad 12 mm. 20 Uhr Stierhaltungsverein-Generalversammlung.

20.02.1966 7 Grad Karnevalsumzug in Lebenstedt geblasen.

23.02.1966 11 Grad Schlachtefest mit zwei Schweinen 2,70 und 2,5 Zentner. 60 Dosen Wurst mit Schlachter Brunke geschlachtet.

01.03.1966 7 Grad Mucha aus Bettrum (Sägemann) schnitt das Holz. 3 Std. für 50 DM.

06.03.1966 7 Grad Vertrag über Kindergarten.

20.03.1966 – 1 Grad. Kirchenvorstandswahl. Wieder gewählt waren: Richard Becker, Wilma Bock, Marlies Burgdorf, Gerhard Hanke, Willi Schäfer, Robert Sonnemann sen. und Otto Vasterling

28.04.1966 18 Grad 4 mm 19 Uhr Blasen beim Marschieren geübt.

08.05.1966 10 Grad Reinhold Jahnke mit 29 Ring König der Junggesellen.

09.05.1966 8 Grad Bläserchor hatte Übungsabend.

14.05.1966 + 14 Grad. Schützenfest in Berel sehr schönes Wetter an beiden Tagen. Der Hornburger Ackerwagen war beim Fest mit eingesetzt. 20 DM dafür. 12.30 Uhr zum Umzug geblasen. Schützenkönige Jahnke, Sievers und Pape und die Schulkinder abgeholt.

15.05.1966 + 16 Grad. Das erste Mal seit Jahren sehr schönes Wetter an beiden Tagen. "Tausende beim Bereler Volksfest"

Ein großer Erfolg war das Schützen- und Volksfest des Landwehrvereins, das am Wochenende im Bereler Ries gefeiert wurde. Begünstigt durch das sommerliche Wetter, hatten Veranstalter, der Kyffhäuserverein und die Aussteller gute Einnahmen. Mehrere hundert Personenwagen säumten an beiden Tagen den breiten Weg und die Feldwege vor dem Festplatz. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit zu einem erholsamen Spaziergang im Gemeindewald. Vor­wiegend aus Salzgitter, dem Landkreis Wolfenbüttel und dem Hildesheimer Raum kamen die Schau­lustigen. Oberst Gruppe I Heine Hoffmeister, 1 Adjutant Werner Pape. Jugendkönig Hans-Dieter Diestel.

Schlagzeile der Salzgitter-Zeitung: "Werner Pape wiederum Schützenkönig". Junggesellenkönig Reinhold Jahnke, Freischeibe Georg Worpus. Der Umzug dauerte 2 Stunden. Bürgermeister Brendemühl und die festlich gekleideten Schulkinder wurden abgeholt. Lehrer Hasso Lies hatte sich auch diesmal viel einfallen lassen. Hahnenkampf, Dosen­laufen ...

Über 200 Gäste zum Frühstück brachten den Wirt in Verlegenheit, als die Portionen nicht reichten. Die Premiere eines neuen Musikstücks gab die 20 Mann zählende Bereler Blaskapelle unter der Leitung von Albert Sievers. Ein Fest klang aus an das die Bereler nach lange denken werden. Schützenoberst war Heinrich Hoffmeister jun.             Vorsitzender Hermann Bartels.

19.05.1966 18 Grad, vormittags etwas regnerisch. Um 9 Uhr in Lichtenberg geblasen.

28.05.1966 13 4 mm Regen. Sängerfest in SZ-Lichtenberg. Junggesellen richteten einen Maibaum auf, jeder Junggeselle erhielt 2 Flaschen Bier von Wirt Lüder. Am südlichen Waldrand wurden dann die Eier gebraten.

13.06.1966 24 Grad M32 Gewitter - 04.07.1966 24 Grad 2 schwül, Gewitter.

30.06.1966 Berel hat 537 Einwohner. Die Gemeinde Burgdorf hat 2119 Einwohner.

16.07.1966 18 Grad trüb. Möbel Israel hatte Einweihungsfeier der Bläserchor spielte in der neuen Halle. 2000 Besucher. Generalversammlung der Forst.

 

17.14               1966  TSF Einweihung Feuerwehrauto

04.08.1966 16 Grad Georg Worpus hat Polterabend. Abends wurde das neue TSF-Feuerwehrauto eingeweiht.

07.08.1966 20 Grad Waldkonzert im Bereler Ries. Das 7. Jahr feierte der Bereler Bläserchor sein Waldfest. 400 Gäste waren erschienen. Der Vorsitzende Richard Geldmacher junior hielt wie der Bürgermeister Brendemühl dazu eine Ansprache an die Anwesenden. SZ Zeitung

12.08.1966 28 max. 35 Grad

14.08.1966 28 Grad Sturm, Abkühlung.

01.09.1966 16 Grad 6 mm Albert Meyer wurde beerdigt.

25.09.1966 16  Grad. Der größte Kürbis wurde bei Hermann Bock auf dem Kohlgarten vor dem Dorfe in der Nacht gestohlen.

04.10.1966 15 M28         05.10.1966 13 Grad halb bedeckt, Nebel, sehr heißes Wetter schön.

18.10.1966 14 Grad klar, warm. 20 Uhr Feldmarkgenossenschaft.

20.10.1966 13 Grad 4 mm. Haare geschnitten                                                           >> 1,80 DM.

27.10.1966 8 Grad diesig. 15 Uhr Zuckerrüben Generalversammlung in Dingelbe.

12.11.1966 - 2 Grad Bodenfrost, Nebel. Mit dem Bundeswehrbus nach Nienburg Langendamm zum Wettschießen beim Instandsetzungs-Bataillon (16) gewesen. Beim 3. Unteroffizierskorps geblasen.

23.11.1966 8 Grad. Dieter Bock übergab die Junggesellenkasse an Günter Kempe.

01.12.1966 Große Koalition zwischen CDU und SPD.

04.12.1966 8 Grad Walter Laaß sen. stellte die Holzhackergruppe zusammen.

06.12.1966 – 1 Grad. Ab 8 Uhr beim Holz hacken.

09.12.1966 - 2 Grad Schneeregen.                 12.12.1966 11 Grad 35 mm

14.12.1966 8 Grad Feldjagd. Es fand kein Holzhacken statt. Die Bereler Bauern verdienten sich damals im Winter zusätzlich Geld indem sie den Holzeinschlag selbst organisierten und durchführten. Walter Laaß sen. war einer der Organisatoren. An diesem Tag war der Holzeinschlag wegen der Jäger zu gefährlich und er fiel an diesem Tag dann aus.

17.12.1966 11 Grad Hermann Bock verkaufte Weihnachtsbäume im Wald.

24.12.1966 4 Grad Schneefall.                        25.12.1966 – 2 Grad

30.12.1966 4 Grad 7 mm Regen

31.12.1966 4 Grad Regen. 9,89 Grad Jahresdurchschnitt der Temperatur um 7 Uhr morgens

 

17.15              1966 Wiedergründung der Bereler Frauenhilfe

1966 die Bereler Frauenhilfe wird wieder gegründet.

 

02.01.1967 5 Grad Tiere werden auf ABC untersucht.

03.01.1967 4 Grad Schneefall und Regen. Dieter arbeitet als Holzfäller im Bereler Ries jeweils 8 Std. am Tag.

04.01.1967 1 Grad 15 mm Schneewasser Jagdvorstandssitzung 19.30 Uhr

15.01.1967 7 Grad Junggesellen fuhren in den Harz.

18.01.1967 0 Grad Bodenfrost Holzhackerabschluss.

21.01.1967 2 Grad. Feuerwehrgeneralversammlung 20 Uhr.

Januar 1967 die KK-Berel hatte 61 Mitglieder und 4 Ehrenmitglieder
09.02.1967 Fahnenschrank Heinrich Hotopp aus Eichenholz   = 155,00 DM.

11.02.1967 - 2 Grad Junggesellen feiern Karneval.

27.04.1967 Bläserchor Berel erhielt eine jährliche Zuwendung dies Jahr 250,00 DM.

30.04.1967 7 Grad. Junggesellenscheibe: Sieger Hans-Jürgen Geldmacher 28 Ring.

01.05.1967 4 Grad. Blasen in den Mai. Essen in der Gastwirtschaft Lüder. Tanz in Hohenhameln.

02.05.1967 7 Grad. Zelte von Söhlde für den Schützenfestzeltaufbau geholt und aufgebaut. Man nahm sich Urlaub für den Zeltaufbau. Vom Tragen der Balken schmerzten die Schultern noch einige Tage.

04.05.1967 3 Grad klar. Christi Himmelfahrt - für Einige war es Vatertag. Der Bläserchor war von 9 -13 Uhr am Burgberg, danach im Bereler Ries.

05.05.1967 8 Grad klar 4 Tage dies Jahr gefeiert.

06.05.1967 4 Grad klar abends 3 mm Regen. "20 jähriges Junggesellen-Jubiläum der Wiedergründung". 12 Uhr Konzert 13 Uhr Umzug. Dieter Bock und Günter Kempe führen die Kasse. Junggesellenjubiläum mit 16 Abordnungen aus Braunschweig und Hildesheim. 2,5 Std. dauerte der Umzug. Oberst ist Herbert Bartels, 1. Adjutant Erich Vasterling, 2. Adjutant Hans Smentek. König der Landwehr Hermann Bartels, Junggesellenkönig Hans-Jürgen Geldmacher, Freischeibe der Junggesellen Reinhold Jahnke, Jugendkönig Jürgen Dobbratz

07.05.1967 8 Grad schönes Wetter. Von 9-11 Uhr zum Frühstück geblasen. Umzug 12 Ehren­damen mit im Umzug. Abends an der Kasse. Zusätzlich war eine Bundeswehrabordnung erschienen. 9-11 Uhr wurde zum Frühstück geblasen. Mehrere Ehrenwagen waren im Umzug u. a.: Hermann Bocks Kutsche wird von Otto Elsmann gefahren, es waren noch mehrere andere Festwagen dabei.

Die Junggesellen waren ganz in Weiß gekleidet. Die zwölf Ehrendamen trugen braungelbe Schärpen. Auf dem Ehrenwagen wurden die Gründer der Junggesellschaft und in einer Kutsche die „Dorfältesten“ gefahren. Schützenoberst Herbert Bartels, Adjutanten Erich Vasterling und Hans "Hänschen" Smentek. Der Schützenoberst begrüßte den Bürgermeister Brendemühl, den Gemeinderat und Vereinsabordnungen. Die Kinder, unter Leitung von Lehrer Hasso Ließ, veranstalteten Sackhüpfen und Eierlaufen, wofür es zahlreiche Preise gab. Max Gnad bekam den ersten Preis im Preisschießen. Ein großartiges Schützenfest!

1967 Fotos der aktiven Junggesellen zur 20. jährigen Wiedergründung.
von oben links: Eike Bock, Rudi Hagemann, Willi Prönnecke, Wolfgang Pape, Günter Schäfer, Manfred Bartels.

Hagemann, Hans Bock, Helmut Wesa, Heinz Peck, Günter Weldt, Günter Kempe, Dieter Bock.

Erich Vasterling, Hans-Jürgen Smentek, Hans-Jürgen Geldmacher und Herbert Bartels

 

1967
Ehrenjungfrauen:

von oben links:

Edeltraut Haars, Regina Haars, Brigitte Elsmann, Könnecker, Schremmer, Angelika Brendemühl. Sieglinde Vasterling, Monika Peck, Inge Elsmann, Jutta Plumeier, Monika Schum und Helga Könnecker.

 

20.05.1967 Bericht in der Braunschweiger Zeitung: Hermann Kleinaus „Geschichtliches Ortsverzeichnis des Landes Braunschweig“ war erschienen. In diesem Buch wurde auch Berel aufgeführt. Die ältesten schriftlichen Dokumente aus Fulda wurden damals auf Anfang des 9. Jahrhundert festgelegt. Also von 800 – 830. Wenn man berücksichtigt, dass das Bistum Hildesheim im Juli 815 gegründet wurde, engte sich der Zeitraum auf 800 – 815 ein. Man hätte sofort 1150 Jahre können, aber leider schaute wohl niemand in dies Buch hinein.

20.05.1967Hermann Kleinau veröffentlicht das Geschichtliche Ortsverzeichnis des Landes Braunschweig.
10.06.1967
13 Grad regnerisch. Bläserchor spielte 0:2 im Fußball gegen den Kegelklub "Ruhige Kugel".

24.06.1967 21 Grad  6 mm                            25.06.1967 26 Grad 4 mm abends Gewitter

27.06.1967 18 M29 klar                                28.06.1967 22 bis 30 Grad morgens regnerisch

29.06.1967 22 M30 - 02.07.1967 24 bis max.32 Grad. Hermann Bocks Kutsche wurde in Nettlingen auf dem Schützenfest gebraucht.

11.07.1967 24 max. 32 Grad sehr heiß -         14.07.1967 30 M33 Gewitterregen

 

17.16   1967 Verkehrsinsel wird auf dem Denkmalsplatz eingerichtet.

14.07.1967 wurde der Graben an der Westseite des Dorfes verrohrt. Auf dem früheren Denk­mals­platz unter den Linden legte man eine Verkehrsinsel an.

18.07.1967 24 M32 Grad bis zum 03.08.1967 20 Grad. Geblasen für den Polterabend von Berthold Hotopp in Nettlingen.

10.08.1967 22 Bernhard Halbig hatte in Burgdorf Polterabend. Geblasen.

26.08.1967 22 Grad bedeckt. In Binder das Blasen vorzeitig abgebrochen.

29.08.1967 Ratsherr Gerhard Brendemühl schied aus, Ewald Bock wurde verpflichtet.

11.09.1967 13 Grad. Bei dem Kartoffelnausroden halfen die Frauen Hagemann, Eisermann, Brunke, Bartels und Weber, sowie je zwei Kinder von der Familie Alpers und Weber jeweils 5 Std.

19.10.1967 Ratsherrn Ewald Bock und Walter Jahnke wurden erwähnt.

23.09.1967 16 Grad 3 mm Junggesellengeneralversammlung Günter Kempe wurde 1. Vorsitzender. Hans-Joachim Bettin Kassierer.

26.09.1967 Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung, einen Begräbnisplatz an der Nordseite des derzeitigen Friedhofs auf dem Schullande einzurichten. Gleichzeitig sollte hier eine Leichen­halle gebaut werden.

03.12.1967 Erste Herzverpflanzung durch Prof. Barnard.

08.12.1967 - 1 Grad 10 cm Schneefall.           09.12.1967 - 6 Grad Schneefall       

12.12.1967 - 2 Grad schön. Am Abend im Gästehaus geblasen.

15.12.1967 wurde für die Dorfjugend auf dem Pfarrland über dem Schulgarten ein Bolzplatz angelegt.

15.12.1967 Maurermeister Könnecker 89 Maurerstunden a 8,25 DM. 51 Hilfsarbeiterstunden a 7,90 DM. 2250 Stück Vollsteine, usw. = 1767,10 DM siehe Anzahlung von 1500 DM, Scheibenstandbau

17.12.1967 - 2 Grad Schneefall.                     24.12.1967 11 Grad 9 mm

25.12.1967 7 Grad 4 mm                               26.12.1967 6 Grad diesig

31.12.1967 0 Grad >> 10,8 Grad Jahresdurchschnitttemperatur um 7 Uhr morgens

 

01.01.1968 – 2 Grad  3 mm Straßenglätte. Eine Spazierfahrt mit großem Tanklastzug, der in den Graben „landete“, beschäftigte die Bereler lange. Der Motorwagen war 14 m lang und der Anhänger noch mal 18. Quelle: Zeitungsbericht

02.01.1968 - 1 Grad 5 cm Schneefall. Bereler hatten Jagd, daher kein Holzhacken im Walde.

03.01.1968 0 Grad Winterlandschaft. Kein Holzhacken im Walde.

04.01.1968 2 Grad Schneeregen.

06.01.1968 -10 Grad 30 cm Schneefall 3 Std. Schneeschaufeln 4,34 Zentner schweres Schwein geschlachtet. Verwandte halfen. Hermann Hoffmeister schlachtete.

07.01.1968 -10 Grad 35 mm Schneewasser. - hohe Schneedecke-

09.01.1968 -10 Grad hohe Schneedecke.

10.01.1968 - 9 Grad Schnee lag hoch in den Feldwegen.

11.01.1968 1 Grad 15 cm Neuschnee             12.01.1968 -15 Grad 23 cm Schnee.

13.01.1968 -12 Vergnügen im Goslarer Achtermann. Sehr viel Schnee.

14.01.1968 0 Grad Sturm. Der Wettersturz verursachte Schneewehen und damit war Berel von der Außenwelt abgeschnitten.

15.01.1968 3 Tauwetter. Melkmaschinenschutzschalter voll Wasser gelaufen. Schneewasser ist durch die Decke an der Wand runter gelaufen. Die Kühe wurden mit der Hand gemolken. - bis 10 Grad Wärme. - Schnee und Schneewasser von den Böden entfernt

16.01.1968 5 Grad 27 mm Schneewasser

27.01.1968 1 Grad. Die Jagdverpachtung war zu alten Bedingungen erfolgt. Feldmarkversammlung.

29.01.1968 4 Grad Stierhaltungsvereinigung wollte neuen Bullen kaufen.

11.02.1968 4 Grad 3 mm Festzeitung für Holzhacker geschrieben.

13.02.1968 2 Grad regnerisch Dieters letzter Holzhackertag.

23.02.1968 - 2 Grad 5 cm Schneedecke.        24.02.1968 - 2 Grad. Karnevalball des Landvolks

28.02.1968 1 Grad Demonstration des Landvolks in ruhiger Form. 2500 Personen zeigten kämpferische Spruchbänder. Rehwinkel war als Redner da.

05.03.1968 3 Grad Tauwetter

06.03.1968 2 Grad 31 mm Schneeregen. 20 Uhr Versammlung der Interessengemeinschaft der Gefrieranlage Berel.

08.03.1968 Versammlung der Zuckerfabrik Groß Lafferde in der Gastwirtschaft Aumann in Nettlingen.

10.03.1968 4 Regen. Frau Fritsche wurde beerdigt.    11.03.1968 – 3 Grad 2 cm Schneedecke

13.03.1968 - 5 Grad leichter Frost.                            29.03.1968 16 bis max. 25 Grad. 

30.04.1968 12 Grad 3 mm 20 Uhr Holzversammlung.

01.05.1968 brannte es im Stall von Ackermann Meiers Arbeiterhaus.

05.05.1968 14 Grad klar. Junggesellenscheibe mit 29 Ringen ist Dieter Bock Junggesellenkönig vor Jürgen Geldmacher 28 Ring.

09.05.1968 14 Grad regnerisch Zelte geholt.

11.05.1968 Protest wegen der Notstandsgesetze.

11.05.1968 16 Grad bedeckt warm ohne Regen. 13 Uhr großer Festumzug: Autoskooter war der größte Anziehungspunkt. Lehrer Hasso Ließ leitete das Kinderfest. Bei Dieter Bock gab es Pfirsichbowle.

12.05.1968 8 Grad 4 mm Regen. Schützenfrühstück wurde vom Bereler Bläserchor begleitet. Schützenoberst der Junggesellen Manfred Bartels Adjutanten: Wolfgang Pape und Hans-Joachim Bettin. Käthe Gnad errang zum ersten Mal die Damenscheibe. Die Junggesellschaft zeichnete Hans-Jürgen Smentek und Erich Vasterling zum Ehrenschaffer aus. Herbert Bartels wurde zum Ehrenoberst ernannt. Kasse: Dieter Bock. Junggesellenkönig Dieter   Bock, Jugendkönig, Freischeibe Reinhold Jahnke, König der Landwehr Werner Pape, Jugendscheibe Alfred Niehoff junior, Die erste Damenscheibe schoss Käthe Gnad.

13.05.1968 12 Grad Hermann Sievers jun. verunglückt. - Unter die Hackmaschine geraten.

15.06.1968 20 max. 30 Grad abends Gewitter Hannover Landjugend Stadthalle.

16.06.1968 22 max. 30 Grad Gewitter 12 mm            17.06.1968 24 max. 30 Grad

18.06.1968 22 Grad 42 mm Gewitter. Bei Böttger Stall und Keller mit Lehmschlamm überflutet. Hagelschaden auf Rüben und Getreide.

19.06.1968 18 bis max. 30 Grad trocken.

05.07.1968 21 Grad Strohbinder und Dreschmaschine demontiert.

11.07.1968 18 Grad Gewitterschauer             12.07.1968 16 Grad 11 mm

20.07.1968 16 Grad 1 mm diesig 3 mm Regen Berghölzchen Landjugendvergnügen. Hermann Sievers jun. aus dem Krankenhaus auf 2 Tage Hausurlaub entlassen. Albert Brunke wurde um 15 Uhr beerdigt.

29.07.1968 18 Grad 45 DM für einen Morgen Rüben hacken an Frau Eisermann.

 

07.08.1968 24 Molkereigeneralversammlung in Hoheneggelsen.

08.08.1968 20 Grad 4 mm. Frau Auguste Hagemann gestorben.

09.08.1968 24 sehr warm unbeständig

10.08.1968 24 max. 32 Grad

 

17.17               1968 Fusion der Zuckerfabrik Burgdorf

23.08.1968 SZ Zeitungsbericht über die Fusion der Zuckerfabrik Burgdorf mit der Zuckerfabrik Lehrte. In Burgdorf werden dann nur noch Rüben angenommen.

25.08.1968 beschloss der Gemeinderat das frühere Armenhaus, an den Mieter Karl Voges für 8.000 DM zu verkaufen.

28.08.1968 18 Grad unbeständig 19.30 Uhr Röntgenreihenuntersuchung in der Schule.

10.09.1968 20 Grad klar. Frank Weber, Renate Weber, Andreas Weber und Wolfgang Alpers halfen je 4 Std. beim Kartoffelnaufsammeln.

11.09.1968 20 Grad klar. Alpers, Brunke, Elsmann, Lüder, Hoffmeister, Renate, Andreas Weber und Wolfgang Alpers halfen beim Kartoffelaufsammeln.

24.09.1968 Der Verbindungsweg zwischen Dorf und Bereler Ries, der Lehmkuhlenweg erhielt eine geteerte Straßendecke.

05.10.1968 14 Grad 2 mm. 1 Fuder Schutt zur Steinkuhle

09.10.1968 12 Grad 3 mm. Versammlung der Lafferder Zuckerfabrik

11.10.1968 3 Grad Gottlieb Weldt war gestorben und am 15.10 begraben. 16,55 DM für Musik. Der Friseur Heinrich Möller war krank, in Lesse beim Friseur 3 DM bezahlt.

22.10.1968 Günter Spengler Bürgermeister in Burgdorf.

08.11.1968 Die Unterhaltungskosten des Friedhofs wurden laut Vertrag von der politischen Gemeinde übernommen.

10.11.1968 14 Grad. Junggesellenhalbjahresversammlung 16 Uhr

08.12.1968 - 2 Grad. Mit Holz hacken angefangen 8 Std.

11.12.1968 - 9 Grad sehr kalt. Kein Schnee auf die Saaten.   

12.12.1968 -11 Grad Landjugend.                             13.12.1968 -10 Grad

19.12.1968 - 1 Grad. Nebel Fritz Kickel wurde beerdigt. Bei Heinrich Möller 2 DM für Haare schneiden.

21.12.1968 4 Grad regnerisch. Forst verkaufte Weihnachtsbäume.

22.12.1968 4 Grad Walter Laaß jun. Geburtstag.

24.12.1968 0 Grad 11 mm regnerisch 17 Uhr Christkirche.

25.12.1968 - 2 Grad                                                  26.12.1968 - 2 Grad etwas Schnee.

28.12.1968 - 2 Grad geschlossene Schneedecke von 5-10 cm

31.12.1968 - 6 Grad. 9,67 Grad Jahresdurchschnitttemperatur um 7 Uhr morgens gemessen.
1968 Ein Liter Heizöl kostete damals nicht mal 10 Pfennig. In einem Jahr brauchte man ungefähr 3000 Liter. – Man stellte von Holz/Kohle auf Öl um - .

 

01.01.1969 – 3 Grad Schneeschauer                          06.01.1969 Feldjagd

15.02.1969 Werner Bührig ist im Alter von 83 Jahren gestorben und wurde am 18.02 beerdigt. 28 mm Schnee

13.03.1969 – 1 Grad Eissturm - 15.03.1969 – 2 Grad Eissturm

11.4.1969 das Schulwesen wird ab dem 01.08.1969 neu geregelt. Die Schuljahrgänge 1- 4 blieben noch hier, die Jahrgänge ab 5. Klasse gingen nach Lebenstedt zur Schule.

19.04.1969 Ella Sievers starb nach einem halben Jahr Krankheit an einem Gehirntumor. 30 Jahre alt.

02.05.1969 Ein Flächennutzungsplan und ein Ortsbebauungsplan wurde beschlossen, aber von der Bezirksregierung zunächst abgelehnt.

04.05.1969 Manfred Bartels war mit 29 Ringen König geworden.

10.05.1969 12 Grad 4 mm Regen

11.05.1969 16 Grad Veranstalter Kyffhäuser Berel, Vorsitzender Hermann Bartels jun.. „Der Bereler Bläserchor feierte im Mai 1969 gemeinsam mit der Kyffhäuserkameradschaft, die ihr 60. Gründungsfest hatte, ihr 10-jähriges Bestehen. Konzertreisen und Ausflüge durch den norddeutschen Raum, nach Holland, an den Rhein und an die Mosel gehörten bald zum „Alltag“ der Bläser. Auch die Partnerinnen waren dabei sowie die „Fans“ aus Berel, die anfangs die Vorhaben begleiteten. Die vom Bläserchor organisierten Konzerte im Bereler Ries konnten sich in das Veranstaltungsprogramm mit einreihen.“ Quelle Bläserchorchronik von Manfred Bartels 2008. Die 13 Gründungsmitglieder des Bereler Bläserchores wurden mit jeweils einer Silbernadel ausge­zeichnet. 1969 sind es 23 Mitglieder. Dem Kapellmeister Albert Sievers, des weit über die Grenzen Berel bekannten Bereler Bläserchores, wurde für seine Verdienste von Manfred Bartels eine gravierte Silberschale überreicht.

Auf Einladung nahmen auch einige Offiziere der 5th Irish Dragoon Regiments, welches sich zu Manöverzwecken im Ries aufhielt, am Schießen teil. Manfred Bartels wurde Junggesellenkönig. Der Damenkönigin Gisela Pape wurde in diesem Jahr erstmalig anstatt der Königsscheibe eine Königskette und ein Blumenstrauß überreicht.

Vertragsinhalt von 1969 zwischen der Kyffhäuserkameradschaft Berel und Herrn Otto Unverzagt und dem Ausrichter Herrn Riesmann.

- Der Verein überlässt die Bewirtschaftung dem Ausrichter.

- Der Verein stellt den gesamten Festplatz kostenlos zur Verfügung mit der Auflage, dass die Fa. du Carrois u. Mundt einen Platz für Autoskooter, einen Schießwagen, ein Kinderkarussell und einen Zuckerwarenverkauf gestellt bekommt.

- Der Ausrichter übernimmt die Kosten der zwei Festzelte sowie die Kosten der GEMA, die Vergnügungssteuer, Strom und Wasserverbrauch, Toilettenwagen, Werbung, Instandsetzung des Platzes nach dem Fest, Verpflegung der Arbeitskräfte beim Holen und Aufbauen der Zelte.

- Der Verein verpflichtet sich, die zwei Zelte zu holen und aufzubauen.

- Der Eintritt auf den Festplatz und das Speisezelt ist kostenlos.

- Der Verein erhebt nur Eintrittsgelder für das Betreten des Tanzzeltes.

- Der Ausrichter zahlt dem Festausschuss in bar am Sonnabend, den 10 Mai 1969, 1700 DM an die Festausschussmitglieder Hermann Bartels, Sepp Klein, und Kassierer Bernd Hoffmeister aus.

11.05.1969 Schützenfesteinnahmen 193 Festkarten a 5 DM, 247 Tanzbänder 3 DM Platzmiete von Riesmann 1700 DM, für GEMA von Riesmann 320 DM                  3729 DM

11.05.1969 Schützenfestausgaben: Musik Brendecke 1170DM, Musik Mylius 170 DM

Bläserchor für Bier und Essen 135,60 DM usw. 1955,07 DM. GEMA 229 DM. Zeltwache am 8. und 9. Mai übernahm Herr Alpers. Unterschrieben von Bernhard Halbig. Schützenoberst der Kyffhäuser Gruppe II: Hermann Bartels, 1 Adjutant Sepp Klein. Kassierer Bernhard Halbig. Junggesellenkönig Manfred  Bartels, Freischeibe Rudolf Pape, König der Landwehr Max Gnad. Jugendkönig Alfred Niehoff, Damenkette Gisela Pape, Es wurde die Damenkette ausgeschossen, weil es keinen zum malen einer Damenscheibe gab.  

 

17.18  1969 Bau der Leichenhalle

18.06.1969 Begann die Einrichtung des neuen Begräbnisplatzes und der Bau der Leichenhalle.

21.07.1969 Die ersten Menschen betreten den Mond. Millionen verfolgten es am Fernseher.

27.07.1969 24 – 30 Grad Gewitter - 30.07.1969 28 Grad

31.07.1969 Haare schneiden in Lesse kostete 3,20 DM.         04.08.1969 24 – 34 Grad

11.08.1969 Die SG Baddeckenstedt lehnt es ab, in SZ-Lesse einer Mittelpunktschule zuzustimmen. Vorübergehend hat die SG keine Bedenken, eine eigenständige Lösung in Baddeckenstedt wurde angestrebt. 400 DM soll die Schulplatzumlage pro Kind kosten. Buxtehude diente als Vorbild.

19.08.1969 SG Baddeckenstedt: Zwischen 2,8 bis 3,25 Millionen sollte der Schulneubau in Baddeckenstedt mit Schwimmhalle und Turnhalle kosten.

20.08.1969 Die Bereler Ratsherrn sagten ja zum Schulneubau in Baddeckenstedt.

02.09.1969 Familie Weber half beim Strohaufpressen mit. Herr Weber 4 Std., Andreas 4 Std., Heinz 2 Std. und Frau Weber 3 Std.

05.09.1969 Das 40.000 m2 große Schulgelände wurde für 5 DM / m2 gekauft. SG Burgdorf Assel.

12.09.1969 beschloss die Gemeinde, dem von der Pfarre gegründeten Kindergarten mit 300 DM zu bezuschussen. Für kleine Anschaffungen werden 50 DM gezahlt.

12.09.1969 Der Gemeinderat beschloss mit 5 gegen 3 Stimmen die Mitfinanzierung der anteilig anfallenden Kosten für den Ankauf von Baugelände zur Erbauung der Mittelpunktschule in Baddeckenstedt.

16.09.1969 Beim Kartoffelauflesen halfen mit: Frau Weber 7,5 Std., Andreas 3 Std., Frau Alpers 3,5 Std. und Frau Lüder 4 Std.

03.10.1969 die Straße Damm erhielt einen neuen Bürgersteig, er ist jetzt 15 cm höher als die Hofeinfahrt.

10.10.1969 Schmotzer Rübenroder für 5.000 DM gekauft.

25.11.1969 286 Meter NYY 4 *10, Zählertafeln, usw. über Reinhold Jahnke. 1738,42 DM betrug die Rechnung für die Stromversorgung des Bereler Schützenhauses.

29.11.1969 Immergrün Fest – normal – nichts Besonderes.

03.12.1969 13 Furniereichen in 8 Std. geschlagen.

04.12.1969 13 Furniereichen in 6,5 Std. geschlagen.

05.12.1969 19 Furniereichen in 6,5 Std. geschlagen.

16.12.1969 nach 6 Std. Holz hacken. Walter Laaß sen. 50 Geburtstag gefeiert.

21.12.1969 – 20 Grad die Melkmaschine ist eingefroren. Nach einiger Zeit wieder in Gang gebracht.

24.12.1969 0 Grad Tauwetter.                        25.12.1969 + 3 Grad

31.12.1969 – 13 Grad.

1969 Von Niehoffs Hause bis an Müllers Ecke baute man den Bürgersteig neu aus.

 

17.19      1969 Gründung der Jugendfeuerwehr Berel

1969 Die Jugendfeuerwehr Berel wird gegründet.

1969 Ewald Bock zählt folgende existierende Vereine für Berel auf: Der Frauenkegelclub „Fidele Schwestern“, die beiden Männerkegelclubs „Fidele Brüder“ und „Ruhige Kugel“. Der Junggesellenverein, der Jugendclub, der Bläserchor und Kyffhäuserkameradschaft (früher „Landwehr“) und die Institution der Gemeinde die „Freiwillige Feuerwehr Berel“.

Politisch und wirtschaftlich gab es im Dorf eine Umwälzung wie nie zuvor: Die meisten Einwohner waren jetzt Arbeitnehmer. Selbstständige Gewerbetreibende waren nur noch ein Bäcker­meister Erich Meier und Kaufmann Max und Käte Gnad und ein Pächter in der Gast­wirt­schaft Bührig. Die kleineren Hofbesitzer (Brinksitzer und Kotsassen) hatten nach und nach bei steigendem Kostendruck und bei sinkenden Einnahmen die Konsequenz gezogen, die Land­wirtschaft und ihr kleines Gewerbe aufzugeben und als Arbeitnehmer mehr Geld zu ver­dienen. Mit dem Zuzug in der neuen Siedlung erhöhten sich die SPD Stimmen und die Stimmenmehrheit lag nun bei der SPD.

 

01.01.1970 – 10 Grad                                    02.01.1970 - 9 Grad Schneefall Verwehungen.

03.01.1970 3 Grad Schneefall Bodenfrost.      04.01.1970 – 6 Grad

05.01.1970 – 3 Grad 1 Std. im Wald Schnee geräumt.

09.01.1970 – 5 Grad. Die Bereler Straßen waren zugeweht.

13.01.1970 wurde der Rat sich dahingehend einig, dass die Zentralheizung in der Schule auf beide Klassen und auf den Flur ausgedehnt werden soll. Auf Antrag von Günter Diestel wurde in dieser Zeit die Grenze zwischen seinem Grundstück und dem Schulgelände begradigt.

15.01.1970 0 Grad. Der Regen gefror zu Glatteis. Generalversammlung Zuckerfabrik Burgdorf.

17.01.1970 JHV Feuerwehr. 15 Anwesende. Mangelnde Dienstbereitschaft der Wehr wurde beklagt. Die Unterrichtsstunden sollten im Winter stattfinden. Die Jugendgruppe war mit Begeister­ung und Interesse beim Feuerwehrdienst. Aufgrund schwacher Beteiligung wäre bei einer Alarm­übung am 22.09.69 ein Brand wohl nicht zu löschen gewesen. Dienstabend jetzt an ersten Montag im Monat. Die Freiwillige Feuerwehr in Gr. Himstedt hatte zum 45 jährigen Stiftungs­fest eingeladen. Nach Wöhle wollte keiner mitfahren. Das Essen sollte jetzt aus der Kasse bezahlt werden. Ein Kameradschaftsabend soll stattfinden. Festausschuss Lüder, Pommerehne und Wietbrock. Kamerad Pommerehne wurde überredet seinen Posten als Maschinisten beizubehalten, wenn alle regelmäßig ihren Dienst tun. Voges wurde zum Geräte­wart gewählt. Walter Bührich Schriftführer, Günter Diestel Gemeindebrandmeister

29.01.1970 – 2 Grad 2 cm Schneefall. Landvolkversammlung

30.01.1970 – 6 Grad.                                     31.01.1970 – 10 Grad schön, windig.

01.02.1970 – 6 Grad Kirchweg 30 min Sand und Salz gestreut.

05.02.1970 6 Grad 89 mm Schmelzwasser

06.02.1970 – 2 Grad 10 cm Schnee. 30 min Schnee geschaufelt. Jagd- und Feldmarkgenossen-schaftsversammlung. In Peine fand der Bauernball statt.

09.02.1970 6 Grad. 1 Fuder Asche aufgeladen.

10.02.1970 – 1 Grad. Es lag noch viel Schnee, 15 min Schnee gefegt.

12.02.1970 – 1 Grad 30 cm Schneefall           14.02.1970 – 5 Grad Schneefall

17.02.1970 – 8 Grad sonnig

20.02.1970 3 Grad Tauwetter. 30 min. Schnee geschippt. Eltern zum Altennachmittag.

21.02.1970 4 Grad 38 mm Tauwasser            23.02.1970 – 1 Grad Schneeregen

 

17. 20      1970 Einrichtung eines kirchlichen Kindergartens

Mit Bezuschussung der Gemeinde und unter Leitung der Pfarre begann die Einrichtung des Kindergartens im Pastorenhaus
von links nach rechts: 1. Willi Vasterling, 2. Frank Ott, 3.Gabi Pfeifer, 4. Gudrun Wolter. Vordere Reihe: 1. Christine Schaare, 2. Marianne Erbe, 3. Frauke Vornkahl.


 

 

 

 

Original: Margot Mokroß Lesse.

 

01.03.1970 2 Grad Tauwetter, Schnee. Es wurde Frau Mokroß als Kindergartenleiterin ein­ge­stellt. 27 Plätze wurden fertig gestellt, davon 5 für Kinder aus Burgdorf. Es stellte sich in den folgenden Jahren heraus, dass der Kindergarten zu klein war, da nicht alle Kinder auf­ge­nommen werden konnten. Es kamen Beschwerden von den Nordasseler Eltern, dass die Kinder aus Nordassel keine Chance hatte, aufgenommen zu werden, obwohl Berel zur Gemeinde Burgdorf gehört.

02.03.1970 0 Grad Bodenfrost.                      03.03.1970 2 Grad Tauwetter.

04.03.1970 3 Grad                                         05.03.1970 – 0 Grad Schneeschauer

06.03.1970 – 1 Grad Schneesturm. Berel von der Außenwelt abgeschnitten.

10.03.1970 – 0 Grad Nettlinger Kirche ist abgebrannt.

11.03.1970 SG Baddeckenstedt: Die Gemeinde Nordassel und Burgdorf beschloss die Schulverwaltung, für die Grundschule, auf die Samtgemeinde ab dem 01.08.70 zu übertragen.

13.03.1970 - 2 Grad 2 mm. Hackeklötze vom Wald geholt. Holzhackerabschluss gefeiert.

15.03.1970 – 4 Grad 64 mm Schneewasser.

16.03.1970 3 Grad Sprühregen. Alle 6 Kühe wurden für 5622,12 DM verkauft. Abschlachtungsaktion der Regierung.

21.03.1970 4 Grad Junggesellenversammlung. Firma Kiel aus Bettrum hob die Klärgrube aus.

22.03.1970 6 Grad 14 mm                                         26.03.1970 – 2 Grad.

29.03.1970 – 2 Grad Ostersonntag 20 cm Schnee. 45 min Schnee bei der Kirche geschippt.

30.03.1970 7 Grad

02.04.1970 3 Grad Bodenfrost. Schneetreiben.           03.04.1970 – 0 Grad Schneewetter.

04.04.1970 – 1 Grad. Schneeschauer morgens um 5 – 5 Grad.

05.04.1970 – 2 Grad Schneewasser.                          07.04.1970 2 Grad Schauer regnerisch.

08.04.1970 – 2 Grad              16.04.1970 6 Grad 8 mm Regen Heinrich Möller wurde beerdigt.

30.04.1970 1 Grad Schneewasser

05.05.1970 12 Grad schön, windig. Spadaka Jahreshauptversammlung in Lesse. Ver­schmelz­ung von Barbecke mit Lesse.

 

17.21              1970 Bau der Samtgemeindeschule in Baddeckenstedt

02.05.1970 Samtgemeinde Baddeckenstedt. 3,82 Millionen sollte der Schulbau in Baddeckenstedt kosten und am 01.08.1971 fertig sein.

06.05.1970 Die Gemeinde Berel nahm am Wettbewerb „Unser schönstes Dorf“ teil.

09.05.1970 20 Grad sonnig windig Schützenfest der Kyffhäuser Gruppe I. Oberst Werner Pape, 1. Adjutant Manfred Bartels, 2. Adjutant Heinrich Voges.

König der Landwehr Werner   Pape, Freischeibe Bernd Hoffmeister, Junggesellenkönig Heinz Peck, Jugendkönig Frank Sievers, Damenkette Annemarie Jahnke        

10.05.1970 18 Grad Schützenfest in Berel Frühstück 4,50 DM 13 Uhr Umzug Kyffhäuserkameradschaft als Veranstalter. Zur Unterhaltung spielten der Bereler Bläserchor und die Kapelle Otto Brennecke.

12.06.1970 Eine Gemeindeschwester wurde in der Samtgemeinde eingestellt.

16.06.1970 18 Grad heiß, schön

19.06.1970 24 bis 30 Grad sehr heiß - 22.06.1970 24 bis 30 Grad 2 mm Gewitter

28.06.1970 30 Grad gegen Abend Gewitter. Starker Regen

03.07.1970 KK Berel Luftgewehr Diana 60 von Selent SZ-Lebenstedt für 267 DM gekauft

20.07.1970 Man zog die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes in Erwägung. Vom Landkreis Wolfenbüttel sollte das Spritzenhausgrundstück zurückgekauft werden.

01.08.1970 16 – 30 Grad schön heiß.

 

17.22     1970 Buswartehäuschen bei Bäcker Meier

02.08.1970 wurde beschlossen ein Buswartehäuschen, bei der Bäckerei Meier, zu errichten. Karl Heinz Pommerehne sollte es aufbauen. Die vorherige Bushaltestelle war in der Breiten Straße bei Gerhard Hagemann. Berel erreichte den 5. Platz im Landkreis Wolfenbüttel beim Wettbewerb „Unser schönstes Dorf“. Ein Geldpreis in Höhe von 1500 DM wurde überreicht.

08.08.1970 + 20 Grad; Blitzeinschlag um das Auto in Farmsen. Ein Blitz schlug bei Hermann Bock ein. Fernsehapparat war eine Sicherung ausgefallen, eine Glühlampe explodierte. Radio war danach auch defekt. Im Treppenhaus und auf dem Boden roch es noch brandig. Auch bei Familie Pommerehne und anderen Bereler Haushalten hatte der Blitz viele elektrische Geräte (Fernseher) zerstört. Die Firma Haußmann in Nettlingen freute das Reparaturaufkommen. Ein richtiges Gewitter „brachte“ ca. 30 Fernsehgeräte.

25.08.1970 von der Samtgemeinde Burgdorf-Assel an die KK-Berel 1000 DM

Herbst 1970 die Jungschützengilde errang unter der Leitung von Manfred Kroll und Reinhold Jahnke ihre bis dahin höchsten Erfolge.

1.    Bundessiegerin Elke Geldmacher verh. Kraune und

2.    Bundessiegerin Karin Schremmer sowie

1. Mannschaftssiege beim Kreis-, Landes- und Bundesschießen

07.12.1970 Deutsch-polnischer Vertrag. Brandt kniet in Warschau nieder.

23.12.1970 + 3 Grad; leichter Schneeschauer

24.12.1970 – 3 Grad;

25.12.1970 – 3 Grad Schneefall.

26.12.1970 – 4 Grad Sand auf den Kirchweg gestreut.

31.12.1970 – 8 Grad. Es liegt Schnee. 8,6 Grad als Jahresdurchschnittstemperatur um 7 Uhr morgens.

1970 – 1972 wurden die Bürgersteige an der Schule und am Friedhof gebaut. Der Gemeinde­fischteich wurde an Weske SZ - Lesse verpachtet.

1970 wurde die Zuckerfabrik Burgdorf stillgelegt und zur Rübenannahmestelle für das Werk Clauen, das der Lehrter Zucker AG gehört. Die Aktien wurden übertragen.

1970 Statistik Berel: Finanzen Schlüsselzuweisung 56.456 DM, Kreisumlage 36.558 DM, Gewerbe­steuer­umlage 1.506 DM. Schulden 14.178 DM. Die Samtgemeinde Burgdorf Assel hat 2327 Ein­wohner. Berel hatte 37 Personen die in Land- und Forstwirtschaft, 101 Personen die im produ­zierenden Gewerbe, 54 im Dienstleistungsbereich tätig. 147 Auspendler gab es.

1970 Wilhelm Bock hatte im Laufe des Jahres ein nördlich gelegenes Stück Gartenland in der Gartenstraße, von Bodo Barthauer dazugekauft und die Teilung grundbuchlich für Lieselotte Dobbratz und Edith Bembenneck eintragen lassen.

1970 Nach dem Krieg wohnten in Englers Haus Spill und Jahnke. Später wohnte lange Zeit Frau Smentek mit Kindern und Familie Hacke. 2008 Fricke

1970: Nach dem Krieg wohnten im Süden von Dobbratz Krause und Radke. Nach dem Tod von Krause wurde das Haus an Scholz, einen Rentner verkauft. Von Scholz wiederum erwarb es Karl Siegmund und nach seinem Lottogewinn baute er es um. Seine Mieter waren Tasch und Bierfreund, sowie später Voigt. 2008 Halbig

 

04.01.1971 – 17 Grad und am                        06.01.1971 – 14 Grad

22.01.1971 Beschluss über die Aufstellung eines Münzfernsprechers.

Seit 1971 zählt zu den immer wiederholenden Auftritten des Bläserchor Berel erstmals auch die mehrmals im Jahr stattfindenden Versammlungen der Kyffhäuserkameradschaft Berel.

05.02.1971 Dem verstorbenen Tiefbauunternehmer Otto Kiel aus Bettrum wurde eine Gedenkminute gewidmet.

19.02.1971 Genehmigung zum Bau eines Abwasserkanals in der Nordstraße (an Tichelmann vorbei) wurde erteilt.

19.03.1971 Um die Spritzenhauseiche wurde eine Rundbank gebaut.

30.03.1971 Sitzung Samtgemeinde Burgdorf-Assel

1. Die Samtgemeinde Burgdorf-Assel verhandelte mit der Samtgemeinde Innerstetal über einen Zusammenschluss.

2. Der Beschluss über das Baugebiet Berel-Ost wird vertagt. Herbert Burgdorf und Gerhard Brandes befürworten die Vorlage Gänsewinkel, Geisenfeld und „An der Que“, während Kurt Möller lieber oberhalb des vorhandenen Dorfes zum Wald bauen wollte. Gerhard Brendemühl befürchtete die Einwände der Eigentümer vor dem Ries.

3. Die Aufwandsentschädigung wird mit 20 DM/Sitzung festgesetzt.

13.04.1971 Beschlussfassung der Samtgemeinden Innerstetal und Burgdorf-Assel. Kurt Möller und Gerhard Brandes waren dagegen.

1971 Das Straßenschilderangebot der Firma „Turnier“ in Hildesheim wurde einstimmig angenommen. 800 DM.

21.04.1971 10 Grad 14,05 ha bewirtschaftet. 5,09 ha Weizen, 2 ha Hafer, 2,5 ha Gerste, 4,38 ha Rüben 0,12 ha Kartoffeln.

25.04.1971 10 Grad Hans Bock 28 Ring Junggesellen-Schützenkönig.

08.05.1971 24 Grad Schützenfest der Kyffhäuser Gruppe II. Oberst Hermann Bartels, 1 Adjutant Sepp Klein. Freischeibe Alfred Niehoff j., König der Landwehr Heinz Dobbratz, Jugendkönig Richard Becker,  Damenkette Gisela Pape.

09.05.1971 24 Grad warm abends Regen. Eines großen Zuspruchs erfreute sich das Bereler Schützenfest, der Festumzug wurde vom Bereler Bläserchor angeführt. Kranzniederlegung, Abholung der Schulkinder, Darbietungen der Kinder auf dem Festzelt, Gemeinde hatte Kaffee und Kuchen gespendet, traditionelles Frühstück, Tanz auf dem Festzelt an beiden Tagen.

30.07.1971 + 24 Grad. In Nordassel fand ein Sängerfest statt.

31.10.1971 Zuschuss an den Bläserchor von der KK-Berel betrug pro Jahr 300 DM.

23.11.1971 Automatische Kleinkaliberanzeige über R. Jahnke für 1371,60 DM gekauft.

24.12.1971 10 Grad

31.12.1971 Aus der Vorlage des Landes von sämtlichen Gemeinden: Berel hat 602 Einwohner, 37 Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft, 101 Beschäftigte im produzierenden Gewerbe, 54 Beschäftigte im Dienstleistungsbereich, 147 Auspendler. Einnahmen von Berel: Die Grundsteuer A beträgt 20.528 DM, Grundsteuer B 9.543 DM, Kapitalerträge 9.679 DM, der Anteil an der Einkommensteuer beträgt 27.779 DM. Die Schlüsselzuweisung 56.456 DM. Die Kreisumlage liegt bei 36.558 DM, die Gewerbesteuer 1506 DM. Die Gesamtschulden lagen bei 14.178 DM.

 

15.01.1972 -12 Grad                          17.01.1972 -17 Grad ganze Woche  ohne Schnee

22.01.1972 - 0 Grad Nebel Feuerwehrgeneralversammlung.

30.01.1972 -12 Grad am 01.02.1972 -17 Grad und am 02.02.1972 - 2 Grad Tauwetter

20.02.1972 Der Gänsewinkel sollte Straßenlampen erhalten, später sollte dies auch in der Gartenstraße erfolgen.

21.02.1972 Die Aufstellung eines Flächennutzungsplans wurde von der Samtgemeinde Burgdorf-Assel beschlossen.

02.03.1972 3 Grad. Beerdigung Iser.

07.03.1972 4 Grad abends Regen. Feldmarkgenossenschaftsversammlung.

10.03.1972 - 2 Grad Schneeregen

12.03.1972 - 8 Grad Kirchenvorstandswahl: Gerhard Hanke 87 Stimmen, Richard Becker 79, Marlies Burgdorf 73, Kurt Möller 71, Katharina Sievers 60, Wilma Bock 58, ---  Lieselotte Löhr 55, Robert Sonnemann 54, Bernhard Mokroß 40, Alfred Wietbrock 38 Stimmen.

20.03.1972 Einweihungsschießen der autom. Schussanzeige, 14 Mannschaften           140 DM

1972 Der Bau der Schultoiletten wurde beschlossen.

1972 wurde der Bürgersteig "Im Specken" neu ausgebaut. Die Gartenstraße erhielt eine neue Asphalt­decke. Der Schulhof wurde mit Verbundsteinen gepflastert. Die Jugend bekam den ehemaligen Kohlenkeller als Aufenthaltsraum.

30.04.1972 6 Grad Silberhochzeit von Albert Vasterling.

03.05.1972 6 Grad. Das Haareschneiden kostet 2,20 DM.

Schützenfest 1972 25 Jahre Wiedergründung der Junggesellen. Oberst Manfred Bartels mit den Adjutanten Willi Prönnecke und Hans Bock.

06.05.1972 7 Grad schönes Wetter. Schützenfest. Die Schulkinder von Berel hatten unter der Leitung ihrer Lehrer Frau Trowitsch und Herrn Kaptaina nachmittags für drei Stunden das Reich für Spiel und Freude.

 

07.05.1972 6 Grad bedeckt Gewitter "25 Jahre Jubiläum Bereler Junggesellen nach der Wiedergründung". Am Vormittag fand im Zelt im Wald das Frühstück statt: Der Bläserchor Berel gab während des Essens ein Konzert. Samtgemeindedirektor Koch überbrachte auch im Namen von Samtgemeindebürgermeister Prause bei dieser Gelegenheit ein Geldgeschenk.

Mehr als Tausend Jugendliche aus 12 Junggesellschaften aus den Kreisen Hildesheim, Peine, Braunschweig und Wolfenbüttel die Bereler Vereine Kyffhäuserkameradschaft, Feuerwehr, drei Kegelklubs, Schweineversicherungsverein und die Jungschützengilde mit Festwagen nahmen teil. Fünf Kapellen und Spielmannzüge aus Lesse Vallstedt, Dingelbe und der Bläserchor Berel begleiteten den Zug durch das festlich geschmückte Dorf. Zwölf Ehrenjungfrauen in festlicher Kleidung schritten, gefolgt von Trachten und Fahnen, durch die Straßen. Der Rat der Gemeinde in einer Pferdekutsche fehlte nicht in dem farbenfrohen Bild. Die Gründer des Vereins saßen auf einem Gummiwagen. Auf dem Platz vor dem Feuerwehr­haus wurden dann die Glückwünsche der Junggesellschaft überbracht.

Junggesellen u. a. aus Mölme, Hohenhameln, Vallstedt, Burgdorf und Berel säumten nach einem festlichen Umzug die Dorfmitte. Schützenoberst Manfred Bartels begrüßte Vereine und Abordnungen. Mit großer Freude konnte er Landrat Bosse und Bürgermeister Ewald Bock begrüßen. Wegen besonderer Verdienste wurden die Junggesellen Hans-Joachim Bettin und Willi Prönnecke mit einem Orden ausgezeichnet. - Ein gelungenes Fest-.

Oberst Manfred Bartels nannte das Jubiläum einen geschichtlichen Höhepunkt. Bürgermeister Ewald Bock erinnerte daran, dass in dem über 1000 Jahre alten Dorf bereits mindestens seit dem Jahr 1729 Schützen­feste gefeiert wurden. Frau Sievers gratulierte im Namen der Ehrenjungfrauen mit einem großen Blumenstrauß. Für die Gründer des nicht eingetragenen Vereins sprach Hermann Bartels. Man wünschte in Berel, dass zukünftig die Junggesellinnen das Fest im Bereler Ries mit­gestalten mögen. Landrat Bosse sagte: Ihn habe eine große Neugierde nach Berel gezogen habe, begrüßte die aus weiten Teilen Niedersachsens herbeigeeilte Jugend mit dem Hinweis, dass trotz modernen Lebensstils das Heiraten nicht aus der Mode gekommen sei. Der Landrat wünschte den Junggesellen, dass sie bald unter die Haube kommen mögen und zusammen mit ihren Ehefrauen "für neuen Nachwuchs an Junggesellen sorgen". Ein Fass Bier wurde von ihm gespendet. Groß war die Zahl der Vereine, die zum Jubiläum gratulierten. Die Sprecher über­reichten Humpen, Pokale Plaketten und Blumen. (SZ Zeitung 10.05.1972) 1. Adjutant Willi Prönnecke, 2. Adjutant Hans Bock   

Junggesellenkönig Günther Weldt, Freischeibe der Junggesellen Max Gnad, Königscheibe der Landwehr Dieter Jahnke. Jungschützenkönigin Elke Geldmacher, Damenkette Annemarie Jahnke.        

21.05.1972 8 Grad schön. Taufe Worpus.                  26.05.1972 6 Grad 2 mm JHV Spadaka.

27.05.1972 6 Grad starker Sturm Regenschauer         28.05.1972 8 Grad 5 mm starker Sturm.

04.06.1972 9 Grad Taufe Rakownik.                          25.06.1972 18 bis 28 Grad -  
28.06.1972  18 M28 Grad

30.06.1972 Berel hat 602 Einwohner. Eine Volksschule mit den Klassen 1 – 4. Die Klasse 5 geht nach Baddeckenstedt und die Klassen 6 – 9 gehen nach SZ-Lebenstedt. In Berel war eine Bücherei vorhanden. Die Grundsteuer A Hebesatz 200 bringt 20.528 DM, Grundsteuer B Hebesatz 200 bringt 9.543 DM Sonstige 3979 DM. 27.779 DM Einkommensteueranteil.

16.07.1972 18 M32 Grad, klar - 21.07.1972 24 Grad bedeckt Gewitter sehr heiß

08.08.1972 18 M30 Grad, schön, heiß. Edeltraut Alpers 3,5 Std. 3,5 Morgen an der Steinkuhle gemäht. Ertrag 19 Zentner/Morgen.

09.08.1972 22 M31 Grad, schön, schwül. Nachts ein Schauer Regen.

12.08.1972 24 bis max.31 Grad. 3 mm Regen

13.08.1972 24 M32 Grad. In der Nacht zum 14. brachen viele starke Gewitter über Berel herein.                                                     28.08.1972 16 Grad klar. JHV in Lafferde.

05.09.1972 Attentat in München bei den Olympischen Spielen..

21.09.1972 12 Grad Polterabend Dieter Bock, Bläserchor spielte 3 Stücke. 1-Fuder-Dachziegel. 100 Liter Bier 5 Flaschen Korn. Belegte Brötchen und Brote. Musik und Tanz.

22.10.1972 4 Grad 6 mm Gemeinderatswahl 193 SPD 5 Sitze, Wählergemeinschaft 166 4 Sitze. Die SPD gewann mit Alfred Wietbrock als neuen Bürgermeister die Wahl. Der vorherige Bürgermeister Ewald Bock bleibt Ratsherr.

23.10.1972 3 Grad 7 mm Generalversammlung der Forst. Neuer Kassenwart Hartmut Schulze.

13.11.1972 4 Grad Regen Sturmtief mit vielen Toten. In der Hütte waren Schäden an den Dächern aufgetreten. In Salzgitter abgedeckte Dächer, Omnibus und LKW waren umgestürzt. Feuerhahns Scheune war bei Sepp Klein in den Garten gefallen. Die Wetterfahne war bei Dieter Bock war umgebrochen. Im Bereler Ries waren viele große Bäume umgeworfen.

14.11.1972 4 Grad Sturm flachte ab. Bedeckt

19.11.1972 2 Grad SPD + FDP hatten die 7. Bundestagswahl gewonnen. SPD 194-190, CDU 153-151, FDP16-23.

20.11.1972 Samtgemeindebürgermeister Prause wurde wieder gewählt. Günter Spengler wurde Stell­vertreter.

08.12.1972 Die Feldmarkgenossenschaft Berel gab sich eine neue Satzung.

24.12.1972 - 4 Grad am                                 25.12.1972 – 8 Grad und am 

26.12.1972 - 8 Grad                                      28.12.1972 -16 Grad Frost

31.12.1972 - 3 Grad Hermann Bock wurde beim Silvesterläuten in der Kirche eingeschlossen. Nach einer Stunde Notgeläut hatte Frau Sievers die Tür geöffnet. Siehe dazu Geschichten aus Berel. Jahresdurchschnitttemperatur 7 Grad um 7 Uhr morgens.

1972 Die Pfarrscheune wurde abgerissen. Der Platz war stand jetzt für die Außenanlagen des Kindergarten zur Verfügung.

 

17.23     1972 Stromanschluss für das Schützenhaus

1972 Das Schützenhaus wird durch ein Erdkabel an das Stromnetz angeschlossen. Heinz Böttger ist mit dem Anschluss auf seinem Grundstück einverstanden. Dafür erhält er eine finanzielle Entschädigung.

1972/4 Bodo Klose Küchenbrand

 

01.01.1973 Groß Britannien, Irland und Dänemark kommen zur EG hinzu.

Januar 1973 Referentenentwurf über die Gebietsreform von der Landesregierung in Hannover. Danach sollte die derzeitige Samtgemeinde als Einheitsgemeinde der Samt­gemeinde Baddeckenstedt zugeordnet werden.

20.01.1973 JHV FFW Berel                          28.01.1973 Landvolk Versammlung in Burgdorf

09.02.1973 JHV der Jagd- und Feldmarkgenossenschaft Berel

01.04.1973 Einführung des Pastors Lothar Mischke in Lesse.

13.04.1973 Filmabend des „Jugendklubs 2000“ Jugendliche ab 14 Jahren und Eltern sowie Interessierte waren eingeladen.

25.04.1973 20 Uhr Berufsberaterin vom Arbeitsamt stellte die Notwendigkeit einer guten Schul- und Berufsausbildung dar.

28.04.1973 Hochzeit Ingelore Weldt.  06.05.1973 Konfirmation in Berel

12.05.1973 12 Grad wenig bewölkt kalt Festbeginn 13 Uhr Programm wie sonst bis auf Beat Musik für die Jugend. In einem Vorbericht wird der Rat erteilt rechtzeitig Festkarten zu kaufen, damit man einen Platz bekommt.

13.05.1973 sonnig aber kalt an beiden Tagen. Kyffhäuserfest an zwei Tagen Vertrag mit den Beschickern: Bernhard du Carrois Holle und Otto Unverzagt Salzgitter - Lichtenberg über 10 Jahre. Die Unterschiede zu 1969 für die Beschicker:

n    Das Festzelt solle mindestens 600 qm betragen, genug Sitzmöbel und eine moderne Licht­anlage enthalten.

n    Verpflegung und Getränke für die Tanz- und Frühstücksmusik.

n     Ortsübliche Preise sollen als vereinbart gelten.

n     Einheimische Geschäfte werden bei der Belieferung des Festwirtes bevorzugt. Die Gestal­tung und Ausführung des Frühstücks wird nach den Vorstellungen des Veranstalters ausgerichtet.

n     300 DM Entschädigung beim Aufbau der Zelte

n     Festplatzreinigungsentschädigung 50 DM.

n     Beibringung der gewerblichen und baupolizeilichen Unterlagen.

n     Pachtpreis ist jedes Jahr neu festzulegen und zu Beginn des Festes zu zahlen.

n     Diese Vereinbarungen sind jedes Jahr kündbar.

n    Andere Veranstalter werden gebeten diesen Vertrag, als Verhandlungsbasis, anzuerkennen.

n     2300 DM werden als Entschädigung gezahlt. Neue Pflichten der Veranstalter:

n     3 bis 8 Mann zum Holen und Aufbau der Zelte.

n     Vergnügungssteuer trägt der Veranstalter.

    198 Festkarten à 6 DM,   237 + 55= 292 Tanzbänder à 3,50 DM wurden 1973 verkauft. Die Kapelle Brenndecke erhielt für zwei Abende Musik 1890 DM für Bier, Plakate und Blumen ca. 523 DM an Ausgaben. Mit einem Überschuss von 2558 DM ein erfolgreicher Abschluss. 

König der Landwehr Rudolf   Pape, Freischeibe Heinz Dobbratz, Junggesellenkönig Jürgen Dobbratz, Jugendkönig Wolfgang Alpers, Damenkette Ilse Meier. Quelle: Sepp Klein Oberst 1973.

19.05.1973 14 Uhr JHV der Jungschützengilde Berel

07.06.1973 JHV Genossenschaftsbank.

21.06.1973 Altenkreisfahrt nach Harzburg, Torfhaus, Wiesenbecker Teich. Okertalsperre über Osterode, Langelsheim zurück. 9 DM je Person.

02.07.1973 31 Grad im Schatten die ganze Woche bis Sonnabend dann 20 Grad.

10.07.1973 Die Gemeinde Berel beschloss in der Ratssitzung, mit 5 zu 4 Stimmen „den Anschluss an die Stadt Salzgitter“. Die Landesregierung akzeptiert die Beschlüsse nicht.

28.07.1973 morgens regnerisch W.-Gerste über 20% Feuchtigkeit 26 Zentner pro Morgen

18.09.1973 Hermann Sievers wurde beerdigt. Altennachmittag.

04.11.1973 Die Gemeinde Berel verkaufte ihr Land an: Dieter Bock "Im Gänsewinkel" 7 Morgen a 7.000 DM, Willi Vasterling 6 Morgen am Burgdorfer Weg und 4 Morgen in der alten Lehmkuhle à 7000 DM; Alfred Niehoff 2 Morgen in den Grundäckern à 7000 DM, Werner Pape 2 Morgen über seinem Grundstück am Lehmkuhlenweg à 8000 DM, Wilhelm Hagemann 48 2 Morgen Wiese an der Sange a 4.500 DM; Alfred Steiniger 2 Bleek "Im Gänsewinkel" unter Brunke, Rudi Pape kaufte den Gemeindefischteich.

2 Morgen Land "Hinter dem Berge" konnten nicht verkauft werden. Sie wurd